Confed Cup Fifa weist Zensurvorwürfe zurück

Zensur bei der Berichterstattung zum Confed Cup? Die Fifa sieht das ganz anders. Die Journalisten könnten im Sommer in Russland ganz normal arbeiten, behauptet der Fußball-Weltverband.

Das Finalstadion des Confed Cup in Sankt Petersburg
AFP

Das Finalstadion des Confed Cup in Sankt Petersburg


Der Fußball-Weltverband Fifa hat die Vorwürfe über eine Einschränkung der Pressefreiheit während des Confed Cups in Russland (17. Juni bis 2. Juli) zurückgewiesen und die Akkreditierung vielmehr als ein "Arbeitsinstrument" bezeichnet, "das auch als vereinfachtes Medienvisum für Journalisten dient".

Medienvertreter könnten demnach "an den Spielorten und in den umliegenden Gebieten ohne jede Einschränkung frei arbeiten", teilte die Fifa in einem gemeinsamen Statement mit den Organisatoren mit.

Unter anderem DFB-Präsident Reinhard Grindel hatte erste Anhaltspunkte für eine mögliche Zensur kritisiert - in Passagen der Akkreditierungsunterlagen wird auf Einschränkungen der Berichterstattung hingewiesen.

"Die Pressefreiheit ist für die Fifa oberstes Gebot. Wir sind deshalb bei all unseren Veranstaltungen stets bestrebt, den Medienvertretern bestmögliche Bedingungen für eine freie Berichterstattung zu verschaffen", hieß es in der Fifa-Mitteilung weiter.

Gemäß russischem Recht könnten ausländische Medienvertreter, "die zu anderen professionellen Zwecken nach Russland einreisen", schließlich "jederzeit mithilfe des Standardverfahrens beim russischen Außenministerium ein Medienvisum beantragen".

aha/sid



insgesamt 10 Beiträge
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tagesgast_01 25.04.2017
1. Sport ist Sport
Die letzte Winterolympiade ist mir sauer aufgestoßen. Andauernd wurde ich mit einer schlechten Band namens Pussy Riot belästigt, es wurde über Schwulenclubs diskutiert und bei der Eröffnung kamen hämische Kommentare, weil der fünfte Ring nicht aufging. Ach ja und die Hotel Geschichte machte auch noch die Runde. Was die Russen da auf die Beine gestellt haben, war schon Klasse, aber die Berichterstattung in Deutschland war unterirdisch. Die Eröffnung war so schön und immer wieder hämische Kommentare von unseren Journalisten, die alles drangesetzt haben, diese Olympiade dem Zuschauer madig zu machen. Ich fürchte mich schon vor dem nächsten Sportbericht aus Russland. Gibts wieder irgendwelche neuen "Pussy Riots", die dann vor die Kamera geschleift werden und man sich statt guten Sportereignissen schlechte Musiker in einer Tour anhören muss? Ich will zum Fussbal weder schlechte Musiker noch irgendwelche Systemkritiker aus Hinterkleckersdorf. Man stelle sich vor, eine WM in Deutschland und ausländische Journalisten interviewen AFD und Moscheevereine.
palef 25.04.2017
2. lieber 'Tagesgast'...wenn ja nichts mehr über...
...das Land der Austragung, sondern nur über den Sport berichtet werden soll, dann kann das alles für immer und ewig in Griechenland stattfinden. Dann brauchen wir weder Russland noch China noch Österreich, dann haben wir DIE Spiele...das wollen Sie doch auch, oder?
Tomas Maidan 25.04.2017
3. Je mehr man über Russland erfährt,
desto furchtbarer findet man das ganze Land. Die Liste der negativen Eindrücke wird immer länger: Chaotisierung der Ukraine, Unterstützung von Assad, Propaganda-Trolle im Internet, Fake-News, Unterstützung für Trump, politische Morde an Oppositionellen, dazu jede Menge Russen, die aus Russland als Wirtschaftsflüchtlinge verlassen, nun auch noch eine Propaganda-WM ... Wann sammelt Putins Absurdistan eigentlich mal Pluspunkte?
Tomas Maidan 25.04.2017
4. Marketing a la KGB
Die russischen Marketing-Experten wissen eben, dass es die beste Werbung für Russland ist, wenn man nichts über Russland erfährt.
Robert_Rostock 26.04.2017
5.
Zitat von tagesgast_01Die letzte Winterolympiade ist mir sauer aufgestoßen. Andauernd wurde ich mit einer schlechten Band namens Pussy Riot belästigt, es wurde über Schwulenclubs diskutiert und bei der Eröffnung kamen hämische Kommentare, weil der fünfte Ring nicht aufging. Ach ja und die Hotel Geschichte machte auch noch die Runde. Was die Russen da auf die Beine gestellt haben, war schon Klasse, aber die Berichterstattung in Deutschland war unterirdisch. Die Eröffnung war so schön und immer wieder hämische Kommentare von unseren Journalisten, die alles drangesetzt haben, diese Olympiade dem Zuschauer madig zu machen. Ich fürchte mich schon vor dem nächsten Sportbericht aus Russland. Gibts wieder irgendwelche neuen "Pussy Riots", die dann vor die Kamera geschleift werden und man sich statt guten Sportereignissen schlechte Musiker in einer Tour anhören muss? Ich will zum Fussbal weder schlechte Musiker noch irgendwelche Systemkritiker aus Hinterkleckersdorf. Man stelle sich vor, eine WM in Deutschland und ausländische Journalisten interviewen AFD und Moscheevereine.
Über die Winterspiele in Sotschi wurde nicht anderes berichtet als über alle anderen vergleichbaren Großereignisse. Auch bei den Olympischen Spielen in Athen, Vancouver, Atlanta, Salt Lake City, Rio... wurde über Korruption, Gigantismus, Kommerzialisierung, Umweltzerstörung, Baupfusch, verspätet fertiggestellte Sportstätten und so weiter berichtet, ebenso über Anwohnerproteste. Der einzige nennenswerte Unterschied bei Sotschi war, dass da Heerscharen von Mimosen auftauchten, die zutiefst empöört waren und antirussische Kriegshetze zu sehen meinten.
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