Fifa-Empfehlung für 2022 Fußball-WM in Katar soll vor Weihnachten stattfinden

Die Fifa hat sich auf einen Termin für die umstrittene Fußball-WM in Katar 2022 festgelegt: Das Turnier soll im November und Dezember stattfinden. Der Weltmeister würde eine Woche vor Weihnachten gekürt.

Fifa-Boss Blatter: Katar-WM fällt ins Weihnachtsgeschäft
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Fifa-Boss Blatter: Katar-WM fällt ins Weihnachtsgeschäft


Hamburg - Der Fußball-Weltverband Fifa legt sich fest: Nach Empfehlung der Spielkalenderkommission der Fifa soll die Weltmeisterschaft 2022 in Katar im November und Dezember stattfinden. Damit wäre ein Alternativtermin im Januar und Februar vom Tisch: Der Fifa liegt das zu nah an den Olympischen Winterspielen in jenem Jahr.

"Es gibt eine Lösung - November/Dezember", sagte Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke. In einer Mitteilung des Weltverbandes hieß es zudem, dass "der Vorschlag die Unterstützung aller sechs Kontinentalverbände" habe. Der Vorschlag der Terminfindungskommission beinhaltet zudem die Möglichkeit "einer Verkürzung des Zeitplans. Der genaue Zeitpunkt der Austragung muss allerdings noch final diskutiert werden." Im Gespräch ist ein Turnier vom 18. November bis zum 18. Dezember.

Mit dieser Empfehlung würde die Fifa allerdings auf Kollisionskurs mit den großen Vereinen in Europa gehen. Die Ligen in Deutschland, England, Spanien und Italien müssten dafür ihren Spielplan komplett verändern. Auch die Champions League, das Premiumprodukt des europäischen Fußballs, müsste neu terminiert werden. Im November/Dezember fällt hier normalerweise die Entscheidung in den Gruppenphasen.

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Den europäischen Ligen und der Uefa geht es daher jetzt darum, die Auswirkungen gering zu halten und finanzielle Entschädigungen herauszuschlagen. "Diese Kosten können nicht durch die Klubs bezahlt werden. Wir sind nicht bereit, diese zu zahlen", sagte Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge.

Eine WM im Sommer in Katar galt von vornherein als unrealistisch - die Temperaturen in dem Emirat sind im Sommer einfach zu hoch.

Probleme wird es auch mit den Sponsoren und TV-Anstalten, gerade in den USA geben. In den USA war man zum Beispiel beim TV-Sender Fox gar nicht begeistert, dass der einst ausgeschriebene Sommertermin flachfällt. Im November/Dezember ist in den Staaten Football- und keine Soccer-Time. Seit dem neuen Vertrag für die WM 2026, die vielleicht in den USA stattfindet, ist aber zumindest dieser TV-Partner beruhigt.

Die endgültige Entscheidung über den Termin fällt das Fifa-Exekutivkomitee auf seiner Sitzung am 19. und 20. März.

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aha/rtr/dpa

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Seite 1
Mieze Schindler 24.02.2015
1. Im Gegensatz zu anderen WM / EM
werde ich mir von dieser kein (!) Spiel ansehen!
TscheffichheißeTscheff 24.02.2015
2. Nichts da
Von wegen Winter-WM. Was die Funktionäre sich erdreisten, mit dem beliebtesten Sport der Welt anzustellen, ist bodenlos. Die nationalen Ligen sollten sich der absurden Korruptionsvereinigung FIFA nicht unterwerfen. Die WM in Katar muss eine denkwürdige werden. Und zwar, indem sie gar nicht stattfindet! Es muss doch möglich sein, diese bizarre Veranstaltung zu kippen.
thunderstorm305 24.02.2015
3. Was für ein Schwachsinn!
Wenn eben nur das Schmiergeld zählt und die mit Hilfe von Sklavenarbeit errichteten Prunksportstätten, dann kommt so etwas am Ende heraus. Kein Wunder dass sich für solche Großveranstaltungen fast nur noch Regime und Diktaturen finden.
ttvtt 24.02.2015
4. Es gibt kein Richtiges
Es gibt kein Richtiges im Falschen, da kann man noch so sehr versuchen, aus dem Mist, den korrupte Fifa-Mitglieder verbockt habe, das Beste zu machen. Was soll eine WM in Katar, eine WM sollte immer eine Ehre sein für ein Land, aber Katar hat nichts mit Fußball zu tun. Also am Besten die WM Vergabe nochmals neu zu machen, und dann auch gleich die WM 2018 neu vergeben. Oder Russland macht die WM 2022 (Bis dahin ist vielleicht der Putin auch nicth mehr da). Und es wird nur für 2018 jemand neues gesucht.
wernereiskalt 24.02.2015
5. ohne mich....
....diese Korruptions WM 2022 ist der absolute Tiefpunkt in der FIFA Welt, in der es ausschließlich um das kassieren größtmöglicher Gelder geht. Dem Gewinn wird absolut alles untergeordnet. Das ist einfach nur noch widerlich. Ich hoffe, das alle am Sport begeisterten mit den Füßen abstimmen und gezielt alle Produkte boykottieren die sich als "Werbepartner" dieser WM anbiedern.
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