Financial Fairplay Uefa nimmt VfL Wolfsburg ins Visier 

Die Uefa hat den VfL Wolfsburg aufgefordert, Informationen zu seiner Wirtschaftlichkeit offen zu legen. Es soll geprüft werden, ob der Klub das Financial Fairplay einhält. Der VfL reagierte gelassen.

Dieter Hecking und Klaus Allofs: Der VfL steht unter Beobachtung
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Dieter Hecking und Klaus Allofs: Der VfL steht unter Beobachtung


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Hamburg - Der VfL Wolfsburg muss sich vor der Europäischen Fußball-Union (Uefa) verantworten. Der Klub wurde von Finanzkontrolleuren der Uefa aufgefordert, weitere Informationen zu seiner Wirtschaftlichkeit anzugeben.

Der Hintergrund ist die Einhaltung der Regeln des Financial Fairplays. Ab dieser Saison müssen die Klubs erstmals sicherstellen, dass sie sich an die Vorgaben der Uefa halten. Europapokalteilnehmer wie der VfL dürfen im Grundsatz nicht mehr ausgeben, als sie einnehmen. Bis zu einer bestimmten Summe darf ein Defizit allerdings von einem Geldgeber ausgeglichen werden.

Der VfL Wolfsburg reagierte gelassen auf die Forderung. "Wir sind von Anfang an davon ausgegangen, dass ein derartiger Vorgang auf uns zukommen könnte, sobald wir uns für den internationalen Wettbewerb qualifizieren", sagte VfL-Geschäftsführer Wolfgang Hotze. Der VfL Wolfsburg nehme als Konzerngesellschaft von Volkswagen eine Sonderstellung ein, so Hotze.

Noch zu Jahresbeginn hatte er negative Folgen ausgeschlossen und betonte, dem finanziellen Engagement des VfL-Mutterkonzerns stünden angemessene Werbeleistungen gegenüber. "Für einen Betrag X gibt es klar geregelte Gegenleistungen. Die Annahme, 'VW zahlt einfach alles', der man oft begegnet, ist nicht zutreffend", sagte Hotze im Januar.

Auch Hull City, Olympique Lyon, Sparta Prag, Panathinaikos Athen und Ruch Chorzow müssen sich weiteren Prüfungen der Uefa stellen. Bis Ende Februar haben die Klubs die Möglichkeit, weitere Unterlagen zu liefern.

Die Anhörungen der Uefa gegen sieben weitere Vereine wurden zudem fortgesetzt. Der FC Liverpool, der AS Monaco, der AS Rom und Inter Mailand sowie Besiktas Istanbul, Sporting Lissabon und FK Krasnodar müssen demnach Strafen fürchten, die von einer Geldbuße bis hin zu einer Sperre im Europacup reichen können.

zaf/dpa

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insgesamt 6 Beiträge
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Seite 1
Boesor 05.12.2014
1.
Ich frage mich ja wie jemand Werbeverträge im Sinne des FP bewerten will. Wenn VW jetzt Summe x rein schreibt, ab wann ist das nicht mehr zulässig? Ich fürchte das FFP ist zahnlos
Dinnelo 05.12.2014
2. Zur Not...
macht man es wie ManU und vertickt die Namensrechte am Trainingsgelände (!) für einen dreistelligen Millionenbetrag. Macht bei DER Marke VFL Wolfsburg auch Sinn...
raber 05.12.2014
3. Uefa prüft. Fifa verheimlicht
Die Fussballwelt ist verrückt. Bei UEFA wird geprüft und bei Fifa wird verheimlicht.
Dinnelo 05.12.2014
4. Zur Not...
macht man es wie ManU und vertickt die Namensrechte am Trainingsgelände (!) für einen dreistelligen Millionenbetrag. Macht bei DER Marke VFL Wolfsburg auch Sinn...
onceagain 05.12.2014
5. na dann
bitte auch bei Hoffenheim,Bayer und Ingolstadt genauer hinschauen , diese Retorten Clubs zerstören die Fan Kultur und am ende auch diesen wunderbaren Sport.
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