Football Leaks Europäische Ligen positionieren sich klar gegen Super League

Die Vereinigung der europäischen Profiligen hat sich deutlich gegen die Gründung einer Super League ausgesprochen. Beim Thema Financial Fair Play wird die Kritik an der Uefa lauter.

Benedikt Rugar/ DER SPIEGEL


Die Vereinigung der europäischen Profiligen (European Leagues) hat sich zu SPIEGEL-Berichten über eine private Eliteliga geäußert, an der ein Geheimbund um den FC Bayern gearbeitet hat. (Die ganze Geschichte auf SPIEGEL+: FC Bayern prüfte Ausstieg aus Bundesliga und Champions League)

"Die nationalen Ligen sind für alle Beteiligten das Herz des Fußballs in Europa", heißt es in einer Stellungnahme des Dachverbands. Die European Leagues hätten stets ihren starken Widerspruch gegen die Gründung einer "geschlossenen und Franchise-ähnlichen" Super League geäußert. "Die Ligen unterstützen das auf einer pyramidischen Struktur basierende europäische Sportmodell, in dem die Mechanismen von Auf- und Abstieg und die sportlichen Verdienste der Vereine im Zentrum jedes Wettbewerbs stehen", teilte die Vereinigung von 32 Ligen in 25 Ländern weiter mit 900 Klubs mit. "Vorschläge für eine geschlossene Super League werden ernsthafte und dauerhafte Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit des Profifußballs in Europa haben."

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REUTERS

Manchester-City-Trainer Pep Guardiola hat sich derweil zu den SPIEGEL-Berichten geäußert, die enthüllten, dass Manchester City und Paris St-Germain systematisch die Financial-Fair-Play-Regeln gebrochen hat. (Die ganze Geschichte finden Sie auf SPIEGEL+: Der Pakt mit den Scheichs)

Auf einer Pressekonferenz vor dem Champions-League-Spiel gegen Schachtjor Donezk (Mittwoch, 21 Uhr) sprach Guardiola dem Klub und dessen Vertretern sein Vertrauen in deren Tun aus. "Natürlich wollen wir die Regeln befolgen. Sie tun, was zu tun ist. Ich bin der Trainer, mein Fokus liegt auf dem, was auf dem Feld und in der Kabine geschieht. Was die Business-Seite angeht - da bin ich komplett raus." Zur Kritik, City haben in den vergangenen Jahren nur gewonnen, weil der Klub so viel Geld ausgeben könne, sagte er: "Um das nächste Level zu erreichen, brauchst du viel Zeit, viel Zeit - und natürlich Geld. Aber auch viel Zeit. Wenn du mehr investierst, dann reduziert das diese Zeit."

Die spanische Liga wiederum wiederholte ihre Forderungen gegenüber der Uefa. "Unsere Position ist klar. Die Leaks bestätigen, was wir seit über einem Jahr sagen. Die Uefa sollte nun Maßnahmen ergreifen und die geltenden Regeln und, wenn nötig, jegliche vorhandenen Sanktionen anwenden", sagte La-Liga-Sprecher Joris Evers Medienberichten zufolge. "Die Uefa sollte ihre Arbeit bei der Durchsetzung des FFP machen, da, wie wir bereits gesagt haben, sowohl Manchester City als auch PSG die Regeln nicht einhalten."

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troupicl 06.11.2018
1. Da rinnt doch die Doppelmoral aus allen Knopflöchern
Seit etlichen Jahren lässt die UEFA keine Gelegenheit aus überhöhte Transfersummen der Clubs, Steuerhinterziehung, Sponsoring/Bestechung aus dubiosen Quellen und astronomische Übertragungslizenzgebühren zu decken und zu verschleiern. Und jetzt drückt sie mit Hilfe des SPIEGEL auf die Tränendrüse weil die Clubs sich plötzlich ohne die UEFA organisieren wollen. Wen will DER SPIEGEL mit seinen Recherchen hier eigentlich schützen ? Den Fans kann es egal sein, wer letztendlich der Ausrichter ist.
bloub 07.11.2018
2.
die super leagie ist doch toll, so verschwinden wenigsten die grössten unsymphatischen clubs aus den nationalen ligen :D.
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