Zoff mit Borussia Dortmund Dresden entschuldigt sich für Erdmann

Das unsportliche Verhalten von Dennis Erdmann hat Dynamo Dresden zu einer Reaktion veranlasst. Sportdirektor Ralf Minge bezeichnete die Attacke auf Marco Reus als "total unbedacht" und teilte mit, den BVB um Verzeihung gebeten zu haben.

Dynamo-Trainer Nemeth, Erdmann: Umstrittene Aktion im Spiel gegen den BVB
Getty Images

Dynamo-Trainer Nemeth, Erdmann: Umstrittene Aktion im Spiel gegen den BVB


Hamburg - Sportdirektor Ralf Minge vom Fußball-Drittligisten Dynamo Dresden hat im Streit mit Borussia Dortmund Schadensbegrenzung betrieben. Der 54-Jährige teilte mit, sich bei Borussia Dortmund für das unsportliche Verhalten von Abwehrspieler Dennis Erdmann entschuldigt zu haben.

Erdmann hatte mit einem Foul an Marco Reus abseits des Balls für Empörung bei den BVB-Verantwortlichen gesorgt. Der Nationalspieler musste mit einem "Pferdekuss" ausgewechselt werden. Nach der 0:2-Niederlage im DFB-Pokalachtelfinale provozierte Erdmann, indem er Reus Wehleidigkeit vorwarf.

"Das war total unbedacht von Dennis", sagte Sportdirektor Minge der "Welt": "Wir haben uns beim BVB als Verein entschuldigt und Reus gute Besserung gewünscht. Das Verhalten gehört sich einfach nicht."

"Wir haben den ersten Stein geworfen"

Erdmann hatte erklärt, Reus sei ihm gegen das Knie gelaufen. "Ich habe früher Kreisliga gespielt, da haben wir uns kurz gerieben und weitergespielt. Ich glaube, im Bundesliga-Business ist das nicht mehr so üblich", sagte Erdmann.

Minge äußerte auch Verständnis für die heftige Kritik von BVB-Manager Michael Zorc an Erdmanns Aussagen: "Ich glaube, wir brauchen uns nicht zu beklagen. Wir haben den ersten Stein geworfen und dürfen uns deshalb nicht darüber wundern, dass vonseiten der Dortmunder so kommentiert wird."

Der Sportdirektor räumte ein, dass Erdmann wegen seiner Spielweise im Verein unter Beobachtung steht: "Er hat halt den Makel, dass er sich manchmal nicht im Griff hat. Das wird dann auch sanktioniert. Auf der Bank gesessen hat er dafür schon", sagte Minge.

cte/sid

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insgesamt 38 Beiträge
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Seite 1
gt1967 05.03.2015
1. Es geht hier doch...
...auch ein bisschen ums Prinzip: Klar war das Foul an Reus unbedacht und nicht richtig. Darf nicht sein, Strich drunter. Allerdings nervt die extreme Dünnhäutigkeit der Dortmunder Verantwortlichen in der letzten Zeit. Egal welche Art von Kritik auf dem Plan steht - die Reaktion ist haargenau voraussagbar: Man reagiert beleidigt und rechthaberisch, zeitweilig auf ziemlich niedrigem Niveau (s. "Reif"). Dass die Opfer-Rolle so zelebriert wird, gehört sich für ein Top-Team nicht. Da gewinnt man im DFB-Pokal gegen einen Drittligisten und beklagt sich anschließend minutenlang über die "schlimmen Platzverhältnisse". Schade finde ich das!
Partyzant 05.03.2015
2. Dresden
macht es richtig und sportlich im nachhinein.
Oihme 05.03.2015
3. Das ist sportlich und fair ...
... und damit sollte die Sache auch gegessen sein.
Medianet 05.03.2015
4. und !
mag sein, dass die Kritik an den Platzverhältnissen ein wenig ueberzogen erscheint, aber wie man auch bei Offenbach-Bremen gesehen hat, ist das auf jeden Fall ein nicht zu verachtender Faktor. Insofern fand ich die Bemerkung von Klopp nicht so verkehrt, als er dem Dresdner Trainer sein Mitleid wegen des Platzes aussprach. Kombinationsfussball wie er in der ersten Liga gefordert wird, kann man da wirklich nichht spielen. Da bremst sich ein Verein selber aus. Vielleicht hat ja die deutliche Kritik daran auch etwas in Dresden bewegt..ich hoffe es fuer den Club.
peroxyacetylnitrat 05.03.2015
5.
Gute Reaktion vom Verein. Der Spieler allerdings scheint charakterlich und geistig ein Amateur zu sein, vielleicht wäre er in der kreisklasse wirklich besser aufgehoben, wenn er meint dass sowas zum Spiel dazugehört...
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