Bayern-Star Ribéry "Ich werde in dieser Saison so viel getreten wie noch nie"

Ein Ellbogenschlag, ein Griff ins Gesicht - Bayern-Star Franck Ribéry hat in dieser Saison bereits einige Male für Diskussionen gesorgt. Nun verteidigt sich der Franzose - die Fouls gegen ihn hätten zugenommen.

DPA

Franck Ribéry wehrt sich gegen Rüpel-Vorwürfe. "Ich bin kein unfairer Spieler", sagte der Bayern-Offensivspieler der "Sport Bild". Er werde in dieser Saison "so viel getreten, gefoult und attackiert wie noch nie", sagte Ribéry, deshalb verliere er manchmal "vielleicht kurzzeitig" die Fassung, wenn er das Gefühl habe, "dass die Gegner mich absichtlich verletzen wollen".

Ribéry war in den vergangenen Monaten mehrmals durch Aktionen am Rande eines Platzverweises aufgefallen. "Ich muss aufpassen", sagte der Franzose, der von Trainer Carlo Ancelotti und dem zukünftigen Präsidenten Uli Hoeneß bereits zur Zurückhaltung ermahnt wurde. Ribéry hatte etwa Felix Passlack im Supercup gegen Borussia Dortmund mit dem Ellbogen geschlagen und Hamburgs Profi Nicolai Müller ins Gesicht gefasst. Bei den Aktionen kam Ribéry ohne Platzverweis davon.

Sportlich läuft es für Ribéry in dieser Saison deutlich besser als noch in den vergangenen Jahren. Er entwickelt sich nach etlichen Verletzungen wieder zum Leistungsträger. Gerade deswegen kann er "nicht akzeptieren, aufgrund von Fouls erneut auszufallen", sagte er. "Wenn ich merke, dass es nur auf die Knochen geht, um mich aus dem Spiel zu nehmen, dann wehre ich mich."

Er hat zudem den Eindruck, "dass meine Gegner versuchen, mich noch mehr zu provozieren", sagte Ribéry: "Kein Zuschauer oder Journalist weiß, welche Schmerzen mir durch Fouls zugefügt werden, wie mein Körper nach Spielen aussieht. Gerade wenn man oft verletzt war und sehr auf sich achten muss, ärgert man sich."

bka/sid/dpa



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