Franco Foda wird ÖFB-Teamchef Österreichs Neuer ist ein Piefke

Nach dem Schweizer Marcel Koller wird erstmals ein Deutscher die ÖFB-Elf trainieren. Kölns Coach Peter Stöger soll angeblich erst gestern "schweren Herzens" abgesagt haben.

Franco Foda
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Österreichs Fußballnationalmannschaft hat einen neuen Teamchef: Nachdem der Schweizer Marcel Koller nach verpasster Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland seinen Posten räumen musste, gab ÖFB-Präsident Leo Windtner bekannt, dass sich die Verbandsspitze auf Franco Foda als Nachfolger geeinigt habe.

Der 51-jährige Ex-Nationalspieler wird der erste Deutsche in dieser Position sein. Foda, aktuell noch Trainer beim österreichischen Tabellenführer Sturm Graz, wird bis Jahresende Vereins- und Verbandsamt parallel ausüben, bevor er sich ab Januar 2018 komplett seiner neuen Aufgabe widmen wird.

Windtner sagte bei der Vorstellung, dass Kölns Trainer Peter Stöger "erst gestern schweren Herzens abgesagt" habe. "Er hat uns länger beschäftigt. Das war eine Hängepartie, wir haben fast täglich miteinander telefoniert." Dies wäre in der Tat beachtlich, schließlich hatte sich der 1.FC Köln als Tabellenletzter der Fußball-Bundesliga erst in der vergangenen Woche von Geschäftsführer Jörg Schmadtke getrennt.

Zuletzt waren auch der ehemalige HSV-Coach Thorsten Fink (seit 2015 bei Austria Wien) und ÖFB-Rekordnationalspieler Andreas Herzog als aussichtsreiche Kandidaten gehandelt worden. Herzog war zuletzt bis Dezember 2016 als Co-Trainer von Jürgen Klinsmann bei der US-Nationalmannschaft und Trainer der U23-Auswahl tätig.

Von Sommer 2012 bis August 2013 war Foda Trainer des 1.FC Kaiserslautern, für den er auch als Spieler aktiv war. Ende September 2014 kehrte er zu Sturm Graz zurück, für die er bereits seit 2001 in verschiedenen Funktionen als Trainer tätig war. 2011 gewann er mit den Grazern den Meistertitel.

mfu



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n.strohm 31.10.2017
1. Ich befürchte, dass
Herr Stöger seine schweren Herzens gemachte Entscheidung noch bereuen wird. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die Verantwortlichen des FC - wenn es so weitergeht - nicht spätestens Anfang Dezember eine Entscheidung getroffen haben und einen Nachfolger präsentieren. Die zweite Liga würde einen Ausverkauf von Horn, Hector, Bittencourt, Cordoba nach sich ziehen und der Verkaufserlös wäre als Abstiegskandidat sicherlich auch nicht derselbe den man als etablierter Bundesligist mit Aussicht auf die nächste EuroLeague erzielen könnte.
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