Wegen "Gelbwesten"-Demonstrationen Fußballklub Paris Saint-Germain sagt Spitzenspiel ab

Die gewalttätigen Proteste in der französischen Hauptstadt schränken auch den Fußball ein: Paris Saint-Germain muss das Heimspiel gegen Montpellier verschieben.

PSG-Trainer Thomas Tuchel
IAN LANGSDON/EPA-EFE/REX

PSG-Trainer Thomas Tuchel


Am vergangenen Wochenende hatte Thomas Tuchel, seit Saisonbeginn Trainer von Paris Saint-Germain, sein erstes siegloses Ligaspiel erlebt. An diesem Wochenende wird er nicht mal ein Spiel sehen: Wegen der massiven Proteste in Paris wird das Ligaspiel gegen den HSC Montpellier, das für den Samstag angesetzt war, nicht stattfinden.

Zu der Entscheidung habe die Polizei geraten, teilte die französische Fußballliga mit. Seit gut drei Wochen protestieren in Frankreich die "Gelbwesten" gegen steigende Benzinpreise, zeitweise eskalierten die Demonstrationen erheblich. Besonders betroffen davon ist die Hauptstadt Paris, wo sich Demonstranten teilweise Straßenschlachten mit der Polizei lieferten.

"Ich weiß nicht, ob das gut ist oder nicht", sagte Tuchel auf die Frage, ob seine Mannschaft, die unter der Woche zum wichtigen finalen Champions-League-Gruppenspiel in Belgrad antreten muss, von der Absage profitiere. "Für mich ist es absolut klar, dass die Sicherheit an erster Stelle stehen muss." Die Partie wäre zu diesem Zeitpunkt das Spitzenspiel der Ligue 1 gewesen: Paris liegt mit 43 Punkten auf dem ersten Tabellenplatz, Montpellier führt direkt dahinter mit 29 Punkten das Feld der Verfolger an.

Wann das Heimspiel von PSG gegen Montpellier stattfinden wird, ist unklar. Einen Ersatztermin gibt es bisher nicht. Die ebenfalls für Samstag angesetzte Begegnung zwischen dem FC Toulouse und Olympique Lyon wurde ebenfalls abgesagt.

tip/dpa/sid



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