Fußball-Manipulation in Frankreich Nîmes muss in die dritte Liga

Der französische Fußballklub Olympique Nîmes hatte versucht, vier Spiele in der zweiten Liga zu manipulieren. Dafür muss er nun büßen: Der Ligaverband verurteilte Nîmes zum Abstieg in die dritte Liga. Der Verein reagierte schockiert.


Hamburg - Urteil im französischen Fußball-Manipulationsskandal: Zweitligist Olympique Nîmes muss zum Saisonende aufgrund versuchter Absprachen den Gang in die dritte Liga antreten. Das gab die Disziplinarkommission des französischen Ligaverbands LFP bekannt. Nîmes hat die Möglichkeit, die Entscheidung vor dem französischen Fußballverband anzufechten.

Durch abgehörte Telefonate und eine nachträgliche Videoauswertung war die Kommission Nîmes' Ex-Präsident Jean-Marc Conrad auf die Spur gekommen. Die Untersuchungen ergaben, dass Conrad versucht hat, insgesamt vier Spiele zu manipulieren. Dabei handelt es sich laut LFP um die Partien aus der vergangenen Saison gegen Bastia, Dijon, Caen und Créteil.

Zuletzt war bekannt geworden, dass es beim entscheidenden Spiel um den Klassenerhalt zwischen Caen und Nîmes (1:1) eine Absprache gegeben hatte. Ein Geldfluss wurde zwar nicht nachgewiesen, doch Caen erhielt zwei Stunden nach dem Spiel vier Kisten Wein im Warenwert von 45 Euro.

Nîmes' aktueller Vereinsboss Christian Perdrier reagierte entsetzt: "Ich bin schockiert. Der Klub wird für die Taten eines ehemaligen Präsidenten bestraft", sagte er nach dem Urteil.

Aktuell hat Nîmes als Tabellenachter 15 Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze.

mon/rtr



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