Französischer Fußball: Rote-Karten-Flut und Brutalo-Foul

Etienne-Profi Clément: Nach Brutalo-Foul mit der Trage vom Platz Zur Großansicht
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Etienne-Profi Clément: Nach Brutalo-Foul mit der Trage vom Platz

Kartenfestival in der Nachspielzeit: Im Korsika-Derby zwischen dem SC Bastia und AC Ajaccio stellte der Schiedsrichter nach Ablauf der 90 Minuten gleich vier Profis mit Rot vom Platz. In St. Etienne schockierte Nizzas Mittelfeldspieler Valentin Eysseric mit einem Brutalo-Foul.

Hamburg - Beim Korsika-Derby zwischen dem SC Bastia und AC Ajaccio in der französischen Ligue 1 haben sich nach Ablauf der regulären Spielzeit tumultartige Szenen abgespielt. Beim 1:0 (0:0)-Sieg von Bastia zeigte der Schiedsrichter in der Nachspielzeit innerhalb von vier Minuten vier Rote Karten.

Für den Auslöser hatte Dennis Oliech gesorgt: Der Ajaccio-Stürmer grätschte in der zweiten Minute der Nachspielzeit übel in Bastias Torhüter Landreau, völlig zu Recht wurde er dafür vom Unparteiischen vom Platz gestellt. Anschließend kam es auf dem Feld zu Rudelbildungen, die in der sechsten Minute der Nachspielzeit drei weitere Platzverweisen zur Folge hatten.

Ajaccios Benjamin André musste ebenso vorzeitig duschen gehen wie die beiden Bastia-Spieler Florian Thauvin und Jerome Rothen. Während der regulären Spielzeit hatte der Schiedrichter bereits AC-Abwehrspieler Matthieu Chalmé mit der Gelb-Roten Karte vom Feld geschickt (80.). Den Sieg in dem turbulenten Derby sicherte sich Bastia durch einen Treffer von Toifilou Maoulida (47.).

Auch bei der Partie zwischen St. Etienne und OGC Nizza (4:0) kam es zu einer üblen Szene: In der 24. Minute wurde Nizzas Mittelfeldspieler Valentin Eysseric nach einer brutalen Grätsche gegen Jérémy Clément mit Rot vom Platz gestellt. Clément musste kurze Zeit später ausgewechselt und mit Verdacht auf eine Schien- und Wadenbeinfraktur ins Krankenhaus gebracht werden.

mib

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insgesamt 13 Beiträge
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1. falsche Entwicklung -
trevi 03.03.2013
Diese Auswüchse, die mit Fußball nichts mehr zu tun haben, sollten in F ähnlich wie in D härter geahndet werden. Wer Menchen u.Knochen kaputt-treten will sollte die Sportart wechsel (ggf.USA/Rukby). Hoffentlich setzt sich die D - Schiedsrichter-Einstellung zu Fouls europaweit durch und auch bei EU- u.Weltmeisterschaften -
2.
tiedomi 03.03.2013
Zitat von treviDiese Auswüchse, die mit Fußball nichts mehr zu tun haben, sollten in F ähnlich wie in D härter geahndet werden. Wer Menchen u.Knochen kaputt-treten will sollte die Sportart wechsel (ggf.USA/Rukby). Hoffentlich setzt sich die D - Schiedsrichter-Einstellung zu Fouls europaweit durch und auch bei EU- u.Weltmeisterschaften -
Man sollte mal die Kirche im Dorf lassen. Sowas nennt man "slow news day", ansonsten würde man diesen Artikel nicht auf der Hauptseite sehen. Das Foul war böse, aber nichts, was man nicht irgendwo an jedem Wochenende sehen könnte. Und der Vermerk zum Rugby oder American Football ist lächerlich. Gerade im Rugby benehmen sich die Spieler wenigstens wie Erwachsene und akzeptieren Schiedsrichterentscheidungen, schauspielern nicht regelmäßig oder welzen sich nach kleinsten Berührungen am Boden. Das soll nicht heißen, dass diese beiden Sportarten keine Probleme haben, aber fairer geht's im Fußball mit absoluter Sicherheit nicht zu.
3. Wer keine Ahnung hat...
MartinB. 03.03.2013
Zitat von trevisollte die Sportart wechsel (ggf.USA/Rukby).
1) Rugby (sp!) spielt als Sportart in den USA keine Rolle. 2) *Gerade* in der Vollkontakt-Sportart American Football werden Unsportlichkeiten und persönliche Fouls schneller und intensiver geahndet als im Fußball. Im Gegenteil täte dem Fußball die sehr viel strengere Regelauslegung des American Football gut. Alleine das Ansprechen des Schiedsrichters gilt dort als Unsportlichkeit, die direkt geahndet wird. *Das* sollte beim Fußball mal durchgezogen werden...
4. Wo viel Geld eine Rolle spielt,...
sfk15021958 03.03.2013
da zählt die Unversehrtheit von Menschen nichts mehr. Es wird betrogen (Wettskandale) und Menschen werden verletzt (s.o.) und sogar getötet (Schiedsrichter in NL). Wir sind nicht mehr sehr weit von Gladiatorenkämpfen entfernt! Vielmehr nähern wir uns immer mehr dem Zustand: Panem et circenses (für nicht-Lateiner: Brot und Spiele). Und die Politiker sind nicht in der Lage, ein derartiges Verhalten abzustellen ... die sind nämlich auch nie da (im Bundestag, z.B. Freitag 12 h), wenn sie "eigentlich" gefordert wären.
5. @trevi
monsieurkai 03.03.2013
Bitte nicht kommentieren wenn sie den Sport nicht kennen. Weder USA, noch Rukby sind Sportarten und es gibt definitiv keine Auswuchsentwicklung, der. mit besonderer Härteahndung entgegengegangen werden muss. Unterschenkeldurchbrüche kommen in Freundschaftsspielen im Amateurbereich ohne jegliche bösartige Intention vor. Wahrscheinlich haben Sie noch nie mit dem Fuss feste Nacho einem Ball getreten.
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