EM der Frauen Außenseiter Österreich steht im Viertelfinale

Erste EM-Teilnahme und gleich der Gruppensieg: Außenseiter Österreich sorgte bei der Frauen-EM für eine Überraschung. Mitfavorit Frankreich erreichte hingegen nur mit viel Mühe die nächste Runde.

Österreichs Fußballerinnen
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Österreichs Fußballerinnen


Bei ihrer ersten Teilnahme an einem großen Fußballturnier haben die österreichischen Fußballfrauen das Viertelfinale der Frauen-EM in den Niederlanden erreicht. Der Außenseiter gewann das dritte Gruppenspiel gegen Island 3:0 (2:0) und wurde damit sogar Sieger der Gruppe C. Mitfavorit Frankreich mühte sich gegen die Schweiz zu einem glücklichen 1:1 (0:1) und schaffte ebenfalls den Sprung ins Viertelfinale.

Für Österreich sorgten Sarah Zadrazil (36. Minute) von Turbine Potsdam, Nina Burger (44.) vom SC Sand und Stefanie Enzinger (90.) für die Treffer. Insgesamt standen bei Österreich zehn Bundesliga-Spielerinnen in der Startelf. Island hatte bereits vor dem Spiel keine Chance mehr auf das Viertelfinale.

Für Frankreich rettete Camille Abily (76.) spät ein Remis gegen die Schweiz, die durch Ana-Maria Crnogorcevic (19.) in Führung gegangen war. Den Schweizerinnen blieb nur der dritte Gruppenplatz. Im Viertelfinale treffen Österreich und Frankreich am Sonntag jeweils auf Teams aus der Gruppe D, in der die dritten Partien am Donnerstag ausgespielt werden.

ehh/sid/dpa



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Brandolino 27.07.2017
1. Heerst, des is leiwand!
Das mag ich am Frauenfußball. Es gibt mehr Überraschungen als bei den Herren. Glückwunsch an die österreichischen Nachbarn!
Larnaveux 27.07.2017
2.
Zitat von BrandolinoDas mag ich am Frauenfußball. Es gibt mehr Überraschungen als bei den Herren. Glückwunsch an die österreichischen Nachbarn!
Da haben Sie völlig recht. Wer beispielsweise hätte bei der EM der Männer 2016 nicht Island im Viertelfinale und Wales im Halbfinale erwartet? Das war ja schon vorher so von allen Experten und auch den Fans prognostiziert worden. Selbstverständlich gibt es beim Frauenfußball auch viel mehr unterschiedliche Titelträger bei Europa- und bei Weltmeisterschaften als im Männerfußball, und in der Weltrangliste wechseln sich unzählige Nationen bei den Frauen ab, ganz im Gegensatz zu den Männern. *schmunzel* Aber im Ernst: Auch von mir Glückwunsch an Österreich. Ihr habt es Euch verdient!
Multiple Choice 27.07.2017
3. England
Vor der EM hatte sich England das Ziel gesetzt, unbedingt Erster der Gruppe D zu werden, um im Viertelfinale Frankreich aus dem Weg zu gehen. Weil Frankreich Mitfavorit ist. Die Frage ist jetzt: macht FRA jetzt einen auf Deutschland (also typische Turniermannschaft, die sich in der Vorrunde von Turnieren durchwurschtelt, um dann immer besser zu werden)? Oder sind die wirklich im Moment außer Form? Heute abend könnte England auf den zweiten Platz der Gruppe hinarbeiten (wenn es denn geht). Aber ich glaube, denen ist FRA mittlerweile egal, also spielen auf Sieg.
wallaceby 27.07.2017
4. Nicht böse gemeint...
...aber wenn man liest, daß zehn Österreicherinnen bei deutschen Bundesligaclubs spielen, und bestimmt auch einige von den Spielerinnen hier in Deutschland "ausgebildet" wurden, so ergibt sich daraus eben wie auch bei deren Fußballmännern geschehen, irgendwann eine so hohe Anzahl von Spielerinnen, die dann eine Nationalmannschaft entscheidend verstärken oder sogar fast komplett bilden. Die Ösi-Männer waren ja vor einigen Jahren noch komplett im Fußball-Niemandsland versunken. Und mittlerweile hat man sich wieder ein bestimmtes Ansehen erspielt, das über Jahrzehnte verschwunden war. Die vielen österreichischen Profis in der Bundesliga, mit Alaba als bestes Beispiel, sowie immer wieder neuen österreichischen Nachwuchsspielern z.b. beim FC Bayern, haben erst dafür gesorgt, daß man die Ösis wieder ernst nehmen muß. Dort sprach man ja bis vor Kurzem noch immer von Cordoba '78 und Hans Krankl... "i werd' narrisch...!" Die Österreicher sind gewissermaßen der "kleine Trittbrettfahrer" von nebenan, die die Veränderungen im deutschen Fußball seit 2004 auch zu ihren Gunsten genutzt haben.
wallaceby 27.07.2017
5. Die "typische Turniermannschaft"...
Zitat von Multiple ChoiceVor der EM hatte sich England das Ziel gesetzt, unbedingt Erster der Gruppe D zu werden, um im Viertelfinale Frankreich aus dem Weg zu gehen. Weil Frankreich Mitfavorit ist. Die Frage ist jetzt: macht FRA jetzt einen auf Deutschland (also typische Turniermannschaft, die sich in der Vorrunde von Turnieren durchwurschtelt, um dann immer besser zu werden)? Oder sind die wirklich im Moment außer Form? Heute abend könnte England auf den zweiten Platz der Gruppe hinarbeiten (wenn es denn geht). Aber ich glaube, denen ist FRA mittlerweile egal, also spielen auf Sieg.
... wie in ihrem Kommentar, ist die deutsche Mannschaft natürlich immer schon gewesen! Aber daß sich Deutschland dabei immer durch die "Vorrunde gewurschtelt" hätte, ist mir allerdings neu. Wenn Sie sich ein wenig im Fußball auskennen, dann müssten Sie doch wissen, daß deutsche Mannschaften in den letzten 50 Jahren, ausser bei zwei mißratenen Turnieren (1994 und 2004), eigentlich immer als Gruppensieger aus der Vorrunde gekommen sind ... oder nicht?! Also mit "Durchwurschteln" würde ich das eher nicht bezeichnen. Den extrem hohen eigenen Ansprüchen vielleicht in den ersten drei Spielen nicht immer hundertprozentig gerecht werdend vielleicht, aber bestimmt nicht mit grottenschlechten Spielen sich in die nächste Runde rettend... So liest sich ihr Kommentar nämlich!
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