Frauenfußball Deutschland beendet Turnier auf Platz zwei

Die DFB-Frauen haben einen Erfolg beim "SheBelieves Cup" knapp verpasst: Gegen die USA hätte ein Remis zum Turniersieg genügt - ein Torwartfehler verhinderte jedoch den Triumph.

Saskia Bartusiak (r, DFB-Team), Alex Morgan (USA)
AFP

Saskia Bartusiak (r, DFB-Team), Alex Morgan (USA)


Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Frauen hat den hochrangig besetzten "SheBelieves Cup" in den USA auf Platz zwei beendet. Im dritten und entscheidenden Spiel des Vier-Nationen-Turniers unterlag die Mannschaft von Bundestrainerin Silvia Neid in Boca Raton in Florida den Gastgeberinnen 1:2. Durch den dritten Sieg im dritten Match gewann Weltmeister und Olympiasieger USA das Turnier. England sicherte sich durch ein 0:0 gegen Frankreich Platz drei.

Der Cup, für den sich Deutschland durch den dritten Platz beim Algarve-Cup 2015 qualifizierte, gilt als wichtiger Test auf dem Weg zu den Olympischen Sommerspielen im August in Rio.

Nach zuvor zwei Erfolgen (1:0 gegen Frankreich und 2:1 gegen England) hätte Deutschland bereits ein Unentschieden zum Gesamtsieg gereicht. Anja Mittag schoss in der 29. Minute das verdiente 1:0 und sorgte somit für das erste Gegentor der USA in diesem Jahr nach zuvor acht Partien ohne Gegentreffer. US-Sturmstar Alex Morgan glich in der 35. Minute mit einer starken Einzelleistung aus. Vor der Pause ließ Torhüterin Almuth Schult einen harmlosen Schuss von Samantha Mewis passieren (41. Minute).

Damit wartet die deutsche Mannschaft seit 2003 auf einen Sieg gegen die USA. Zuletzt waren sich beide Teams im WM-Halbfinale im vergangenen Sommer begegnet (2:0 für die USA).

mon/dpa/sid



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insgesamt 4 Beiträge
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zaunreiter35 10.03.2016
1. Wer hat denn den Artikel durchgewunken?
Die Quali für die Spiele in Rio hat Deutschland bei der WM im letzten Jahr geschafft, weil sie neben Frankreich und England zu den drei besten europäischen Teams der WM gehörten. Europa hat drei Startplätze in Rio. Und die Engländerinnen dürfen nicht mitmachen aus den bekannten Gründen. Deshalb gab es bis gestern ein Olympia-Quali-Turnier für die europäischen Teams, die im Achtelfinale ausschieden: Die Niederlande, Schweiz, Schweden und Norwegen. Gestern Abend setzte sich Schweden im letzten Spiel mit einem 1:1-Unentschieden gegen die Niederlande durch und darf nach Rio fahren. Zeitgleich fand auch die asiatische Qualifikation statt, wo sich Australien und China durchsetzten. Die Überraschung: Japan, Finalteilnehmer der letzten drei Weltturniere (WM 2011, Olympia 2012 und WM 2015) muss zuhause bleiben. Weil die US-Girls hochkarätig testen wollten, nahmen sie, Deutschland und Frankreich nicht am Algarve-Cup teil. Schweden, Norwegen und Japan fehlten dieses Jahr aus den bekannten Gründen. Den Algarve-Cup 2016 gewann übrigens Kanada im Finale gegen Brasilien. Der 1:1-Ausgleich von Alex Morgan lässt sich übrigens auf dem Twitter-Kanal des USWNT bewundern.
Anno2012 10.03.2016
2. @zaunreiter35
Ich bin kein Kenner des Frauenfußballs, jedoch generell fußballinteressiert. Wenn ihre Erklärungen zutreffend sind - ein, zwei Googlesuchen lassen das vermuten - dann wird auch das Sportressort künftig unter "Praktikantenniveau" abgespeichert. In den Bereichen wo ich selbst mitreden kann, insbesondere der Informatik, ist mir diese hahnebüchene Berichterstattung leider schon zu oft aufgefallen. Wirklich schade, da mir das SPON Layout - gerade im Vergleich mit anderen Onlinenachrichten - immer noch sehr sympathisch ist.
#9vegalta 10.03.2016
3. Schöne Zusammenfassung
Danke schön. SPON berichtet über alle möglichen Dinge im Detail, ignoriert jedoch diesen Bereich fast völlig. Zum Thema Japan: Das Team war bereits seit längerem in der Krise. Japanische Zeitungen berichten von Problemen innerhalb der Mannschaft und mit Norio Sasaki (Trainer - No Rio :) ), die z.T. auch in den sozialen Netzwerken Widerhall finden. Sasaki hat übrigens bereits gekündigt, ein Nachfolger steht noch nicht fest ( Favoritin vieler Beobachter wäre die derzeitige U-20 Trainerin Asako Takakura. Eine Neuformierung des Teams steht bevor wobei wahrscheinlich einige bekannte (?) Namen verschwinden werden. Homare Sawa hatte bereits vor der Olympia-Qualifikation ihren Rücktritt eingereicht und damit das Disadter beschleunigt.
#9vegalta 10.03.2016
4. @Zaunreiter
Übrigens galt mein vorheriger Beitrag ihrer Zusammenfassung, nicht dem SPON-Artikel.
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