Frauenfußball Nationalelf gewinnt letzten EM-Test gegen Japan

Drittes Testspiel, dritter Sieg: Gegen Weltmeister Japan kam die deutsche Frauen-Nationalmannschaft zu einem klaren Erfolg. Der Titelverteidiger kann damit selbstbewusst zur EM nach Schweden reisen - auch wenn das Team große Personalsorgen plagen.

  Deutsche Nationalspielerinnen: Klarer Sieg gegen Japan
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Deutsche Nationalspielerinnen: Klarer Sieg gegen Japan


Hamburg - Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Frauen hat bei ihrem letzten Testspiel vor der Europameisterschaft einen Sieg errungen. Die Auswahl von Bundestrainerin Silvia Neid gewann in München nach einer überzeugenden Vorstellung 4:2 (1:1) gegen Weltmeister Japan.

Leonie Maier (17. Minute), Celia Okoyino da Mbabi (46., Foulelfmeter/87.) und Simone Laudehr (90.+1, Foulelfmeter) trafen vor 46.104 Zuschauern für die deutsche Elf. Shinobu Ohno (40.) und Yuki Ogimi (60.) gelang zweimal der Ausgleich für die Asiatinnen. Die beiden ersten EM-Tests gegen Schottland (3:0) und Kanada (1:0) hatten die DFB-Frauen ebenfalls gewonnen.

"Gerade die jungen Spielerinnen haben das heute sehr gut gemacht. Ich habe sehr viel Spaß mit dieser Mannschaft und freue mich jetzt auf Schweden", sagte Neid nach der letzten Partie vor der Abreise zum Turnier nach Skandinavien (10. bis 28. Juli), wo der siebenmalige Champion Deutschland als Titelverteidiger antritt. Dort stehen zunächst die Gruppenspiele gegen die Niederlande (11. Juli), Island (14. Juli) und Norwegen (17. Juli) an. Allerdings fehlen Neid in Kim Kulig, Viola Odebrecht, Verena Faißt, Babett Peter, Linda Bresonik und Alexandra Popp bei der EM sechs verletzte oder kranke Stammspielerinnen.

Deutschland - Japan 4:2 (1:1)
1:0 Maier (17.)
1:1 Ohno (40.)
2:1 Okoyino da Mbabi (46./Foulelfmeter)
2:2 Ogimi (60.)
3:2 Okoyino da Mbabi (87.)
4:2 Laudehr (90.+1/Foulelfmeter)
Deutschland: Angerer - Maier (89. Huth), Wensing, Bartusiak, Cramer (46. Henning) - Goeßling, Keßler (78. Däbritz) - Lotzen (61. Bajramaj), Marozsan (68. Laudehr), Mittag (61. Leupolz) - Okoyino da Mbabi
Japan: Fukumoto - Ariyoshi, Iwashimizu, Kumagai, Tanaka (74. Utsugi) - Ando (89. Iwabuchi), Miyama, Sakaguchi, Kawasumi - Ohno (72. Maruyama), Ogimi
Schiedsrichterin: Ihringoa (England)
Zuschauer: 46.104

ham/sid/dpa



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insgesamt 9 Beiträge
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Seite 1
#9vegalta 30.06.2013
1. Glueckwunsch dem deutschen Team.
Schoener und verdienter Sieg. Sameshima, Kinga, und Sawa wurden schmerzlich in der japanischen Abwehr und im Mittelfeld (Sawa) vermisst.
#9vegalta 30.06.2013
2. Glueckwunsch
zu diesem schoen erspielten und verdientem Sieg. Klasse Kulisse. Zeitweise sah es so aus als koennte Japan ein Unentschieden halten oder sogar gewinnen. Sie zwei Fouls, die zu den Elfmetern fuehrten waren ueberfluessig, wobei sich Maruyama auf dem nassen Boden verschaetzt und die Gegendpielerin statt den Ball getroffen hat. Die Wevhsel bei Japan kamen zu spaet und Frankfurts Neuzugang A. Tanaka haette nach der 1. Haelfte ausgewechselt werden muessen. Sameshima und Kinga in der Abwehr und Sawa im Mittelfeld wurden auf japanischer Seite schmerzlich vermisst.
#9vegalta 30.06.2013
3. Nachtrag:
Kumagai, Ando, und Ogimi, alle drei mit Bundesligaerfahrung (Frankfurt und Potsdam) waren die Einzigen die mit dem kraftvollen deutschen Spiel mithalten konnten. Mal sehen, ob Iwabuchi ( Hoffenheim) und Tanaka ( Frankfurt) auch soviel lernen koennen.
zaunreiter35 30.06.2013
4. Ich würde den deutschen Sieg
nicht zu hoch hängen! Ich seh das genauso wie du, #9vegalta, bezüglich Kinga, Sameshima und Sawa. Letzere ist ja auch verletzt. Wäre das ein Pflichtspiel gewesen, hätte Deutschland nicht gewonnen. Und von Mrs. Ihringova hätte ich mir mehr regelgerechte Entscheidungen und den Einsatz div. Karten gewünscht. Da wäre z.b. Frau Bartusiak, die das griechisch-römische Ringen ausprobierte, nicht gut weggekommen. Und Japan hätte einen Elfmeter zugesprochen bekommen. Was hat mir gefallen: Ein Tor des Monats von Leonie Maier. Der Einsatz von Jennifer Cramer. Dann hat das Räume engmachen in der ersten Hälfte besser geklappt, als in der zweiten. Ebenso das alle nach hinten mitgearbeitet haben. Was hat mir nicht gefallen: Also ich weiß noch nicht, wie ich Lira einschätzen soll. Die zieht zwar mehrere Spielerinnen auf sich, verheddert sich dann aber in Mätzchen. Anja Mittag war irgendwie müde. Frau Marozsan tauchte zeitweilig unter. Trotz ihrer kurzen Einsatzzeit, wirkte Simon am Ende auch leer. Mich würde mal interessieren, warum eine Melanie Behringer im Kader ist, aber noch keine Einsatzzeiten hat. Da muß noch mehr kommen, wenn es nach der Vorrunde gegen die anderen Favoriten geht.
pefete 30.06.2013
5. optional
es ist schade, dass solche spiele unter "ferner liefen" in der presse versteckt werden. zwar wurde es im 1. programm übertragen, wenn ich aber daran denke welchen zirkus das training bei bayern münchen veranstaltete. erinnert sich noch jemand an den ersten deutschen club, der das triple schaffte? nein? es waren die mädels des vfl wolfsburg. erst danach kamen die bayern...
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