Stuttgart-Manager Bobic: Der nicht mit den Wölfen heult

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Als Manager des VfB Stuttgart wurde Fredi Bobic lange skeptisch beäugt. Dann geriet Trainer Bruno Labbadia in die Kritik - und Bobic hielt zu ihm. Gelassen, wie es seine Art ist, prinzipienfest, wie es ihm viele nicht zugetraut hatten.

VfB-Manager Bobic: "Mit 22 siehst du viele Dinge zu einfach" Zur Großansicht
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VfB-Manager Bobic: "Mit 22 siehst du viele Dinge zu einfach"

Schwere Ledersessel, Pokale, Fotos der jubelnden Meistermannschaften - das "Clubzentrum" des VfB Stuttgart erscheint wie eine Oase im geschäftigen und lauten Osten der Stadt, in dem sich alles um Autos dreht. Auch VfB-Manager Fredi Bobic strahlt eine unerschütterliche Ruhe aus. 2:1 in Mönchengladbach, 5:1 in Bukarest: Es könnte derzeit schlechter laufen für den VfB. Das jüngste 0:3 gegen Freiburg wirkt da eher wie ein Ausrutscher. Am Mittwoch geht es nun gegen Tabellenschlusslicht FC Augsburg (20 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE).

Vier Wochen zuvor hatte es noch anders ausgesehen, die Zeit von Trainer Bruno Labbadia in Stuttgart schien abgelaufen. Doch Bobic blieb hart, am Trainer liege es nicht. Jetzt, wo der Trend wieder nach oben zeigt, glauben auch einstige Bobic-Kritiker, dass da einer auf dem Managerstuhl sitzt, der weiß, was er tut.

"Kein Erfolg ohne Kontinuität", sagt er heute. Der Spieler Bobic sah das oft anders als der Manager Bobic. Der 37fache Nationalspieler war unter 25 Trainern aktiv, und er bestreitet nicht, an manchem Stuhl gesägt zu haben. "Einen Spieler Bobic muss ich heute als Manager nicht unbedingt akzeptieren", sagt er. Der Mann, der in Stuttgart, Dortmund, Hannover und Berlin unter Vertrag stand, der in England und Kroatien spielte und schließlich in Bulgarien als Manager arbeitete, grinst schelmisch. "Mit 22 siehst du viele Dinge zu einfach."

Die Kritik traf Labbadia, nicht Bobic

Heute, sagt Bobic, wisse er, dass es nicht damit getan sei, Spieler X zu verpflichten und Trainer Y zu feuern. In den Jahren nach seinem Karriereende 2005, in denen er Kolumnist während der WM 2006 war, Praktikant bei der Deutschen Fußball Liga und Student, habe er viel dazu gelernt. Er betont das, weil er weiß, dass er skeptisch beäugt worden war, als er im Juli 2010 den Job in Stuttgart angetreten hatte: Ein früherer Fußballer als Manager? Reicht dessen Intellekt und Bildung für so eine Aufgabe überhaupt aus?

Als der VfB dieses Jahr wieder einmal einen seiner typisch verkorksten Saisonstarts hinlegte, blieb Bobic von öffentlichen Angriffen verschont. Umso härter traf es Labbadia. Die Abwehr sei löchrig, hieß es, das Team instabil, der Co-Trainer versuche zu spalten. Mit einigem hatten die Kritiker recht, doch der Grundtenor war zu hart, hatte Labbadia in der vergangenen Saison noch solide Arbeit geleistet.

Bobic ist nach wie vor der Meinung, dass sogar der Hauptvorwurf - Labbadia setze keine jungen Spieler ein - falsch war. Es gebe nichts einfacheres, als Youngster ins kalte Wasser zu werfen, und sie dann wieder auszuwechseln, wenn die pfeifende Menge den Daumen gesenkt habe, sagt Bobic. Dennoch: Hätte er den Trainer im Oktober, auf dem Höhepunkt der Kritik, gefeuert, wäre ihm viel Lob sicher gewesen. Doch Bobic schien sich seiner Sache so sicher, dass sich die Journalisten irgendwann fragten, ob da einer auf Zeit spiele, um erst nach der nächsten Niederlage handeln zu müssen.

"Die Mannschaft hat gearbeitet ohne Ende"

Bobic lacht über diese Mutmaßungen. Die öffentliche Meinung dürfe Personalentscheidungen nicht beeinflussen, sagt er: "Ich heule nicht mit den Wölfen." Er verlasse sich darauf, was er jeden Tag mit eigenen Augen sehe: "Die Mannschaft hat gearbeitet ohne Ende, sie hat gezeigt, dass sie will. Das ist der wichtigste Indikator. Als viele im Umfeld nervös waren, waren wir extrem ruhig." Und daran hätte sich auch nichts geändert, wenn der VfB noch zwei Spiele verloren hätte.

Wer, wie jeder Bundesliga-Manager, gutes Geld verdient, und, wie Wandervogel Bobic, flexibel genug ist, um sich schnell in einem neuen Umfeld zurechtzufinden, kann es sich leisten, prinzipienfest zu sein. Lieber lasse er sich rausschmeißen, als sich untreu zu werden, sagt Bobic. Die Arbeit in Stuttgart mache ihm Spaß, sagt er, und man glaubt es ihm. In absehbarer Zeit wird die Familie nachkommen, die noch in Berlin wohnt. Bobic hat noch viel vor in Stuttgart, mit einem Club, den er auch in der kommenden Saison in einer "Konsolidierungsphase" wähnt. Danach könne man wieder oben angreifen.

Als er mit einer Aussage von VfB-Aufsichtsratchef Dieter Hundt konfrontiert wird, wonach der VfB trotz aller Sparzwänge immer noch den "fünft- oder sechstgrößten Etat der Liga" habe und schon jetzt besser platziert sein müsse, reagiert Bobic dann aber doch unwirsch und wenig entspannt. "Es ist Aufgabe des Aufsichtsrats zu schauen, dass die Zahlen stimmen", sagt er.

Gut möglich, dass Bobic noch in Amt und Würden ist, wenn Aufsichtsrat und Präsidium längst neu besetzt sind.

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1.
DMenakker 27.11.2012
Was für ein Quatsch. Labbadia ist sicherlich eine Nummer in der Branchen undnicht der "schlechteste Trainer der Liga". Stuttgart hat das Problem, dass es regelmässig leergekauft wird. Schauen Sie sich doch mal die grossen Spieler der Vergangenheit an. Nachdem der VfB vor einigen Jahren knapp an der Pleite vorbeigeruscht ist, wurde der Verein zuerst mal saniert. Und zwar dadurch, dass man sowenig wie möglich teure Spieler verpflichtete, sondern eigene Gewächse grosszog, und die natürlich dann irgendwann verkaufte. Das hat regelmässig auch die Manschaft durcheinandergewirbelt, was die regelmässig ( unter allen Trainern ) versauten Saisonstarts auch zeigen. Dennoch sind die auf dem richtigen und nciht dem flaschen WEg. Konsequent wäre jetzt ja der Angriff Projekt CL. Schalke und Dortmund haben das vor Jahren gemacht. Resultat: Bayern ist langfristig immer noch das Mass aller Dinge und Dortmund und Schalke sind gaaaaanz knapp an der Pleite vorbei. Nee nee, lasst mal besser. Die machen das schon richtig die Schwaben.
2.
sobollo 27.11.2012
Zitat von DMenakkerWas für ein Quatsch. Labbadia ist sicherlich eine Nummer in der Branchen undnicht der "schlechteste Trainer der Liga". Stuttgart hat das Problem, dass es regelmässig leergekauft wird. Schauen Sie sich doch mal die grossen Spieler der Vergangenheit an. Nachdem der VfB vor einigen Jahren knapp an der Pleite vorbeigeruscht ist, wurde der Verein zuerst mal saniert. Und zwar dadurch, dass man sowenig wie möglich teure Spieler verpflichtete, sondern eigene Gewächse grosszog, und die natürlich dann irgendwann verkaufte. Das hat regelmässig auch die Manschaft durcheinandergewirbelt, was die regelmässig ( unter allen Trainern ) versauten Saisonstarts auch zeigen. Dennoch sind die auf dem richtigen und nciht dem flaschen WEg. Konsequent wäre jetzt ja der Angriff Projekt CL. Schalke und Dortmund haben das vor Jahren gemacht. Resultat: Bayern ist langfristig immer noch das Mass aller Dinge und Dortmund und Schalke sind gaaaaanz knapp an der Pleite vorbei. Nee nee, lasst mal besser. Die machen das schon richtig die Schwaben.
[QUOTE=DMenakker;11442332]Was für ein Quatsch. Labbadia ist sicherlich eine Nummer in der Branchen undnicht der "schlechteste Trainer der Liga". Stuttgart hat das Problem, dass es regelmässig leergekauft wird. Schauen Sie sich doch mal die grossen Spieler der Vergangenheit an. leergekauft? was macht stuttgart mit dem ganzen geld? 30 mio alleine für gomez!
3. Da ist es aber ....
erkaem 27.11.2012
ziemlich mit Ihnen durchgegangen. Also bspw. Zitat:"Typen wie Mäuser, Labbadia und Gomez sind allenfalls deshalb überhaupt nach am Werke, "Zitatende. Vermutlich meinen Sie Herrn Bobic (und können vermutlich Herrn Gomez auch nicht leiden). Ich weiss jetzt nicht, wo Sie den VfB im Mittelmaß sehen. Letzte Woche gab es noch ein Euro-Ligue-Spiel in Bukarest mit VfB-Beteiligung. Ich habe da so einen Verdacht. Sind Sie es, Herr Meyer-Vorfelder ?
4. Oh..
explorer666 27.11.2012
...doch wieder so viel Experten hier! Der Bobic´macht des scho recht .....
5. Oje...
crunchy_frog 27.11.2012
Die Meisterschaft war 2007. Bobic ist seit 2010 im Amt, Mäuser seit 2011.
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