Spitzenspiel Freiburg vs. Schalke: Spielverderber im Breisgau

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Der Traum ist aus - der SC Freiburg darf nicht in der Champions League spielen, Schalke dagegen schafft die Qualifikation. Im Millionen-Endspiel trifft ein 19-Jähriger, die Gastgeber sorgen für ein kurioses Eigentor. Und Joachim Löw hat eine lässige Sonnenbrille. Alles Wichtige im Spielfilm.

Schalke-Profi Draxler: Torschütze in Freiburg Zur Großansicht
Getty Images

Schalke-Profi Draxler: Torschütze in Freiburg

Die Ausgangslage: Champions League oder Europa League? Im Duell um Platz vier konnte Freiburg (Tabellenfünfter) Schalke (Tabllenvierter) mit einem Sieg so richtig die Saison vermiesen.

Das Ergebnis: 1:2 (0:1). Torschützen: Julian Draxler (18. Minute), Jonathan Schmid (54.), Julian Schuster (Eigentor, 58.).

Die erste Halbzeit: Freiburg bemüht, Schalke macht hinten dicht. Und trifft. Draxlers Weitschuss landet im langen Eck.

Die zweite Halbzeit: Freiburg bemüht, Schalke macht hinten dicht. Dann trifft Schmid (54.), Schalke kontert - und gewinnt dank eines Eigentors.

Motto des Spiels: "Alles kann, nichts muss", so stand es auf einem Plakat im Fanblock der Gastgeber. Vielleicht ist es am Ende ganz richtig, dass der Sportclub Freiburg angesichts all der feststehenden Abgänge in der kommenden Saison "nur" in der Europa League antritt. Denn auch damit dürfte das Team bereits genug Mühe haben. Die ein oder andere Überraschung aber scheint möglich.

Freiburger Abwehrspieler: Fassungslosigkeit nach Eigentor Zur Großansicht
AFP

Freiburger Abwehrspieler: Fassungslosigkeit nach Eigentor

Mann des Spiels: Julian Draxler. Immer gefährlich, trickreich, effizient im Abschluss. Spieler dieser Klasse hat der SC Freiburg nicht.

Gast des Spiels: Bundestrainer Joachim Löw. Machte mal wieder einen Hausbesuch in seinem Lieblingsstadion und schaute sich hinter der schicken Pilotenbrille entspannt die beiden Schalker Teilnehmer der anstehenden USA-Reise der Nationalmannschaft an. Stellte fest, dass neben Draxler auch Benedikt Höwedes zu Recht dabei sein wird.

Aufreger des Spiels: Als in der Halbzeitpause der Reporter vom übertragenden Pay-TV-Sender von den Freiburger Einwechselspielern mit dem Ball getroffen wurde. Genug gesagt?

Duell des Spiels: Sead Kolasinac gegen Jonathan Schmid. Der junge Schalker Linksverteidiger hatte den jungen Freiburger Offensivspieler die meiste Zeit im Griff. Dann köpfte Kolasinac dem Freiburger in der 54. Minute den Ball vor die Füße - und der leitete prompt den Ausgleich ein.

Eigentor des Spiels: Ins eigene Tor zu treffen ist blöd, aber kann passieren. Doch die Vorlage dazu auch noch vom Mitspieler? Freiburgs Schuster ist es passiert. Der aufgerückte Schalker Jermaine Jones schoss, von Immanuel Höhn prallte der Ball an Schusters Bein - drin. Dabei hatten die Freiburger Fans doch gar nicht für Slapstick bezahlt.

Statistik des Spiels: 12:10 Torschüsse, 61 Prozent Ballbesitz, 88 Prozent Passquote - Freiburg war überall vorne. Nur beim wichtigsten Wert nicht.

Die Lektion des Spiels: Schalke kann Endspiele. Wie haltbar diese These ist, bekommt der geneigte Fußballfan schon bald in der Qualifikation zur Champions League zu sehen. Dann stehen für die Mannschaft von Trainer Jens Keller gleich zwei davon an.

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insgesamt 3 Beiträge
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1. Löw......
beckenbebauer 18.05.2013
Nein- Danke! Schaumschläger sind nicht erwünscht!!!
2. Sehr bedauerlich
LapOfGods 18.05.2013
Übrigens ist der geneigte Fußballfan garantiert kein ***04-Fan.
3. Abwehr sicher
schalker04 20.05.2013
Keller scheint es im letzten Spiel endlich hinbekommen zu haben, dass die Schalker Abwehr stabil und sicher spielte. Man hatte aus Schalke Sicht jedenfalls bei dem Spiel nie das Gefühl, dass dieses Spiel verloren gehen könnte. Das war bei anderen Spielen bisher anders. Keine andere Mannschaft in der Bundesliga hatt in der Saison auch nur annähernd mit einem derartigen Verletzungspech zu kämpfen gehabt wie Schalke. Man muss als Schalkefan schon deshalb mehr als zufrieden sein mit dem vieren Platz.
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