Bundesliga Köln trennt sich von Manager Schmadtke

Tabellenletzter in der Bundesliga - nun gab es beim 1. FC Köln personelle Konsequenzen: Jörg Schmadtke ist nicht länger Manager des Klubs. Das hat der Verein bestätigt.

Köln-Manager Jörg Schmadtke
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Köln-Manager Jörg Schmadtke


Der 1. FC Köln hat sich von seinem Geschäftsführer Jörg Schmadtke getrennt. Wie der Tabellenletzte der Fußball-Bundesliga mitteilte, wurde der bis 2023 laufende Vertrag in "beiderseitigem Einvernehmen" aufgelöst. "Nach intensiver Analyse" seien "unterschiedliche Auffassungen im Hinblick auf die zukünftige sportliche Ausrichtung des Klubs" ausschlaggebend für diesen Schritt gewesen.

Köln hat nach neun Spieltagen erst zwei Punkte gesammelt. Im Vorjahr wurde der FC Fünfter und qualifizierte sich damit erstmals seit 25 Jahren wieder für den Europapokal. In der Erklärung des Klubs wird Schmadtke mit den Worten zitiert: "Mit diesem Schritt möchte ich den Weg frei machen für einen neuen Impuls."

Schmadtke kam im Sommer 2013 zum FC und stieg mit dem Verein 2014 in die Bundesliga auf. In der darauffolgenden Spielzeit erreichte der Klub Platz zwölf, platzierte sich 2016 auf Platz neun und qualifizierte sich in der vergangenen Saison für die Teilnahme an der Europa League. In dieser Saison konnte Köln noch keine Partie gewinnen. Am vergangenen Spieltag holte der FC seinen zweiten Punkt beim 0:0 gegen Werder Bremen.

Eines der großen Probleme der Kölner in diesem Jahr: Die fehlende Torgefahr (bisher drei Treffer), die auch mit dem Abgang von Torjäger Anthony Modeste nach China zusammenhängt. Der in der Bundesliga noch torlose und aktuell verletzte Nachfolger Jhon Córdoba konnte den Franzosen bisher nicht ersetzen. Zuletzt hatte Schmadtke angekündigt, im Winter erneut auf dem Transfermarkt tätig werden zu wollen.

Vor dem Bremen-Spiel hatte Schmadtke bei Eurosport gesagt: "Wenn mal eine schlechte Transferperiode dabei ist, hat man eigentlich das Recht, diese Dinge zu korrigieren, ohne sofort ans Kreuz genagelt zu werden." Nun wird Schmadtkes Nachfolger die weitere Kaderplanung übernehmen. Wer die Nachfolge übernimmt, ist noch nicht bekannt.

jan



insgesamt 31 Beiträge
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derfranzderkanns 23.10.2017
1. FC ohne Schmadtke
Neue Impulse? Alt statt Kölsch? Helau statt Alaaf? Byte Bye FC ... Jeder blamiert sich so gut wie er kann. In dieser Disziplin stellt der Effzeh die Tabelle auf den Kopf. Dröger wird vermutlich der Nächste sein.. Und Daum ist gerade frei ....Um Gottes Willen. Tschöööö FC!
frank_w._abagnale 23.10.2017
2. Täglich grüßt das Murmeltier....
Immer das gleiche Schema. Gleich ob Aachen, Hannover oder Köln. Einen Verein auf dem Boden übernehmen, aufbauen, in den UEFA Cup führen und dann mit Kawumms hinwerfen.
dreiimweckla 23.10.2017
3.
Damit ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass der FC Kölle innerhalb kürzester Zeit wieder zu dem wird, was er in der Vor-Schmadtke Ära war: für den Aussenstehenden ein steter Quell des Amusements und der Belustigung, für die Anhängerschaft ein Verein zum Haare raufen und ein Hort der Verzweiflung! Der Werdegang von H 96 nach Schmadtke sowie der traditionelle "Kölsche Klüngel" bekräftigt diese Annahme ...
aurichter 23.10.2017
4. Schon überraschend
diese Trennung! Hatte nach der Ruhe im Verein nicht gedacht, dass gerade Schmadtke da gefeuert wird. Was kommt jetzt? Man erinnere sich bspw an den Abgang bei H96, als dann der Verein auch arg in Bredouille geritt. Fakt ist, A.Modeste hat fast im Alleingang den FC dahin gebracht, um dann EL spielen zu können. Da fragt man sich, was ist dran an der Aussage von Modeste, dass er doch eigentlich beim FC bleiben wollte? Alles wieder sehr merkwürdig! Beim SVW wird ständig über Abgänge spekuliert und hinter den Kulissen gesprochen und in Köln platzt die Bombe! Dann schauen wir mal, was PS jetzt widerfährt ;-(
go-west 23.10.2017
5. Es bräuchte vor allem auch
einen finanziell wirklich potenten Sponsor. Es wird im Fußball doch immer deutlicher, dass Erfolg direkt mit den finanziellen Möglichkeiten des Vereins korreliert. Spitzenleute haben nun mal ihren Preis.
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