Fußball-Bundesliga Leverkusen verliert bei Bosz-Debüt

Eigentlich wollte Leverkusen mit seinem neuen Trainer in der Bundesliga angreifen. Gegen Mönchengladbach ging das schief. Frankfurts Sturmtrio fertigte Freiburg ab. Und Stuttgarts Aufholjagd kam zu spät.

Peter Bosz
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Peter Bosz


Bayer Leverkusen - Borussia Mönchengladbach 0:1 (0:1)

Sein Debüt als Trainer von Bayer Leverkusen hatte sich Peter Bosz vermutlich anders vorgestellt. Die Werkself hat vor heimischem Publikum gegen Mönchengladbach verloren. Dabei zeigten die Leverkusener eine solide Leistung und erspielten sich eine Reihe von Abschlüssen. Doch das Tor des Tages erzielte Gladbachs Alassane Pléa nach Vorarbeit von Lars Stindl und Jonas Hofmann (37. Minute).

Durch den Auswärtssieg festigte die Borussia den dritten Tabellenplatz und verkürzte den Rückstand auf den bereits am Freitag siegreichen FC Bayern wieder auf drei Punkte. Bayer rutscht auf Rang elf ab, hat aber nach wie vor zehn Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

VfB Stuttgart - Mainz 05 2:3 (0:2)

Der VfB hat trotz starker Aufholjagd gegen den FSV verloren. Nach 0:3-Rückstand verkürzte das Team von Markus Weinzierl in der Schlussphase auf 2:3. Zum Ausgleich reichte es aber nicht mehr.

Jean-Paul Boëtius (22.), Jean-Philippe Mateta (28.) und Alexander Hack (72.) erzielten die Tore für Mainz, Nicolás González (83.) und Marc-Oliver Kempf (85.) trafen für den VfB. Die Mainzer springen durch den Auswärtssieg auf den zehnten Tabellenplatz, Stuttgart hat es verpasst, den Relegationsrang zu verlassen.

Hannover 96 - Werder Bremen 0:1 (0:1)

"Ich denke schon, dass wir die Liga halten können", sagte 96-Manager Horst Heldt vor dem Spiel bei Sky. Was Hannover dann gegen Bremen bot, stützte die Hoffnung nicht unbedingt. Vom Start weg war Werder das gefährlichere Team, dass die Partie nur 0:1 endete, lag an der Bremer Chancenauswertung. Der Treffer war umso schöner: Nach sehenswerter Kombination scheiterte Martin Harnik per Hacke an 96-Torwart Michael Esser, den Nachschuss verwandelte Milot Rashica (33.).

Wirklich gefährlich wurde Hannover erst in der Schlussphase, etwa als Bremens Torwart Jiri Pavlenka im letzten Moment vor Iver Fossum klären konnte (75.). 96 bleibt Vorletzter, der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt drei Punkte. Bremen verbessert sich auf Rang acht.

Eintracht Frankfurt - SC Freiburg 3:1 (3:0)

Das beste Sturmtrio der Bundesliga hat Frankfurt zu einem souveränen Heimsieg gegen den SC Freiburg geschossen. Sébastien Haller (36.), Ante Rebic (40.) und Luka Jovic (45.) trafen schon vor der Pause, zusammengenommen haben die drei Angreifer nun 29 Tore erzielt. Sie profitierten bei ihren Treffern von der phasenweise desolaten Verteidigung der Gäste. Haller traf aus vier Metern unbedrängt per Kopf. Rebic ließ vor seinem Distanzschuss zum 2:0 die halbe Freiburger Hintermannschaft mit einer Körpertäuschung aussteigen. Und Jovic bekam den Ball kurz vor dem Pausenpfiff von SC-Verteidiger Robin Koch aufgelegt.

Für den Sportclub reichte es in der zweiten Hälfte nur noch zum Ehrentreffer durch den eingewechselten Nils Petersen (69.). In der Schlussphase wurde der Eintracht ein Tor von Jetro Willems nach Videobeweis aberkannt (79.). Zumindest für eine Nacht springt die Eintracht auf den fünften Tabellenplatz. Allerdings kann der VfL Wolfsburg die Frankfurter am Sonntag mit einem Auswärtssieg auf Schalke wieder überholen (18 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE).

FC Augsburg - Fortuna Düsseldorf 1:2 (0:1)

Aufsteiger Düsseldorf ist in der Bundesliga das heimliche Team der Stunde. In Augsburg hat die Fortuna den vierten Sieg in Folge eingefahren. Marvin Ducksch brachte die Gäste in Führung (45.). Jonathan Schmid gelang per Freistoß der Ausgleich (64.), wobei der Treffer dank Einsatz der Torlinientechnologie gewertet wurde; Düsseldorfs Keeper Michael Rensing hatte den Ball hinter der Linie abgewehrt. In der 90. Minute erzielte der eingewechselte Benito Raman den Siegtreffer. Durch den Erfolg hat Düsseldorf seinen Vorsprung auf Augsburg auf sechs Punkte ausgebaut, der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt bereits sieben Punkte.

mon/mmm



insgesamt 9 Beiträge
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gammoncrack 19.01.2019
1. Für mich ist ebenfalls Düsseldorf die Mannschaft der Zeit.
4 Siege und auch noch einmal ein Unentschieden bei den Bayern. Als BVB-Fan sehe ich die Niederlage in Düsseldorf inzwischen ziemlich locker. War sowieso verdient und kein zufällig gutes Spiel von ihnen.
Sal.Paradies 19.01.2019
2. War so zu erwarten
weil der SPON erst heute in einem Artikel behauptete, mit Bosz+B04 würde es besser als mit dem BVB laufen. Nach dieser Expertise hätten bei allen B04-Fans die Alarmglocken schrillen sollen. Da kann man nur hoffen, dass es bald besser wird, weil ich Bosz als Mensch wirklich schätze. Immerhin habe auch ich mich mit meinen B04Tip kräftig verhauen, was jetzt auch nicht für mich spricht. Von wegen neuer Trainer neues Glück... ;-)
bcpt8 19.01.2019
3.
Leverkusen behält seine hektische Fiebrigkeit seit Trainer Schmidt bei, was dem Erfolg nicht immer zuträglich ist. In Hälfte 1 allerdings auf beiden Seiten ein teils vogelwild anmutender Mix aus Pingpong-Geflipppere, ungenauen Kombinationen und Langholzgebolze ohne nennenswerte Torchancen nach knapp einer halben Stunde. Die Gladbacher zeigten dann kurz darauf wie aus dem Nichts mit ihrer ersten Großchance wenigstens ein Mal jenes Maß an nötiger Kaltschnäuzigkeit und Präzision durch Plea, welches Leverkusen vor allem im 2. Durchgang bei einer Vielzahl bester Chancen durch Volland, Bellarabi oder Havertz vermissen ließ. Sicherlich wäre auch der prächtig aufgelegte Sommer zweimal geschlagen gewesen, zunächst beim Pfostentreffer Bellarabis sowie dessen knapp am langen Pfosten vorbeizischendem Distanz"strahl" 10 Min. später. Erfreulich, dass Gladbach mit diesem erst dritten Auswärtssieg in der Saison den Anschluss an der Tabellenspitze hält. Dort könnte auch Leverkusen mitmischen, würde ein Trainer das vorhandene Potential dieses talentierten Kaders endlich in eine besser ausbalancierte Spur bekommen.
experte1305 19.01.2019
4. Herzlichen Glückwunsch, Herr Völler!
Wann verschwinden Sie endlich? Der Herr Bosz ist Ihre letzte Patrone!
gammoncrack 19.01.2019
5. Bestimmt nicht.
Zitat von experte1305Wann verschwinden Sie endlich? Der Herr Bosz ist Ihre letzte Patrone!
Bayer Leverkusen hat Völler mit einem extrem langen Patronengürtel ausgestattet, den die sogar während des Schießens immer wieder nachladen....
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