Lockerer Bremer Sieg gegen Hoffenheim
Vor 32.000 Zuschauern im ausverkauften Bremer Weserstadion begannen Werder und die Gäste aus Hoffenheim die Partie äußerst defensiv. Nach 14 Minuten vergab die TSG die große Chance zur frühen Führung. Nach einer Attacke des Bremer Schlussmanns Tim Wiese an Stürmer Maicosuel entschied Schiedsrichter Knut Kircher auf Strafstoß für die Gäste. Carlos Eduardo scheiterte an Werders Keeper und brachte auch den Nachschuss nicht im Tor unter.
In der Folgezeit nahm die Partie Fahrt auf und die Bremer reagierten entschlossen. Claudio Pizarro kam nach einer Ecke zum Kopfball und traf mit seinem sechsten Saisontor zum 1:0 (18.). Nur vier Minuten später sorgte eine Freistoß-Hereingabe von Mesut Özil für Unordnung in Hoffenheims Hintermannschaft. Per Mertesacker nutzte dies und stocherte den Ball aus kurzer Distanz ins Netz.
Mit dem Wiederanpfiff kam bei Hoffenheim Stürmer Vedad Ibisevic. Gegen die starke Bremer Abwehr blieb aber auch der Torjäger bei den über weite Strecken wenig durchschlagskräftigen Offensivbemühungen der TSG wirkungslos. Auch Bremen beschränkte sich in Durchgang zwei auf das Nötigste und verteidigte die Führung bis zum Schlusspfiff.
Berlin verliert das Kellerduell
Die Talfahrt von Ligaschlusslicht Hertha BSC Berlin geht weiter. Gegen den 1. FC Nürnberg, bei dem Abwehrspieler Dennis Diekmeier nach seinem Zusammenbruch im Training fehlte, lagen die verunsicherten Berliner bereits nach 26 Minuten 0:2 hinten. Daniel Gygax in der 18. und Albert Bunjaku (26.) hatten die frühen Tore für den Club erzielt. Die in allen Belangen überlegenen Nürnberger hätten bis zur Pause schon wesentlich deutlicher führen müssen, die Gäste leisteten keine Gegenwehr.
Bis zur 46. Minute hatte Hertha-Trainer Friedhelm Funkel schon Abwehrspieler Gojko Kacar und Stürmer Raffael ausgewechselt. Besser wurde das Spiel der Hauptstädter dadurch nicht, stattdessen fiel das 0:3 (60.). Erneut traf der Schweizer Bunjaku nach Vorbarbeit von Eigler. Erst nach 73 Minuten gab es durch Ebert den ersten gefährlichen Schuss aufs Nürnberger Tor, an dem Sieg der Franken konnte das nichts mehr ändern. "Die Enttäuschung ist riesengroß. Die Mannschaft hat fast nichts davon umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Jetzt hilft nur noch Arbeit, Arbeit, Arbeit", sagte Funkel.
Frankfurt gewinnt zu Hause gegen Hannover
Eintracht Frankfurt hat den ersten Heimsieg seit sechs Monaten eingefahren. Die erste Chance des Spiels hatten jedoch die ersatzgeschwächten Gäste. Einen Freistoß von Arnold Bruggink (9.) konnte Eintracht-Keeper Oka Nikolov nur mit Mühe parieren. Erst nach dieser Chance fanden die Frankfurter besser ins Spiel. Zunächst schoss Alexander Meier, der wegen der angespannten Personalsituation vom Sturm ins Mittelfeld rückte, nach einer Hereingabe von Caio über das Tor (14.).
Zwei Minuten später scheiterte der Brasilianer mit einem Schuss an Florian Fromlowitz. Der 96-Schlussmann sah beim Führungstreffer der Gastgeber schlecht aus, als er nach einer Ecke von Markus Steinhöfer nicht klären konnte und Angreifer Nikos Liberopoulos zum 1:0 einköpfte (24.). Nach einer halben Stunde stand Nikolov im Blickpunkt und zeigte zweimal sein Können. Zunächst parierte der Routinier einen Kopfball von Hanno Balitsch, kurz danach scheiterte Jiri Stajner an ihm (30.).
Nach dem Seitenwechsel konnte der Tscheche dann doch jubeln. Mittelfeldspieler Jan Rosenthal legte den Ball im Fünfmeterraum quer vors Tor, Stajner brauchte nur noch einschieben (68.). Der Ausgleich hatte aber nur kurz Bestand, Alexander Meier staubte aus kurzer Distanz ab (74.) Zuvor hatte Fromlowitz einen Kopfball von Liberopoulos gehalten, gegen den Nachschuss war er jedoch machtlos.
Köln zittert sich zum Sieg gegen Mainz
Der 1. FC Köln hatte beim knappen Erfolg gegen Mainz 05 einige Mühe. Die Gastgeber begannen engagiert mit viel Drang nach vorne, fanden in der entscheidenden Zone aber meist kein Durchkommen gegen die gut stehende Mainzer Abwehr.
Die beste Gelegenheit der Anfangsphase vergab der wiedergenesene FC-Kapitän Milivoje Novakovic, dessen Linksschuss aus spitzem Winkel FSV-Keeper Heinz Müller sicher parierte (12.). Eine scharf aufs Tor gezogene Ecke von Lukas Podolski lenkte Müller mit den Fingerspitzen noch um den Pfosten (28.). Die Gäste erwiesen sich als das kombinationsstärkere Team, spielten ihre Gegenangriffe aber ebenfalls nicht konzentriert genug aus. Novakovic brachte die Kölner kurz vor der Pause in Führung (42.).
Podolski hatte zuvor Ehret bedient, der sich wuchtig gegen zwei Gegenspieler durchsetzte und in die Mitte auf den Slowenen passte. Mainz war in der Offensive ideenlos und hatte im ersten Durchgang keine richtige Torchance. Auch nach dem Wechsel taten die Gäste zu wenig für den Angriff, der FC gewann zudem immer mehr an Sicherheit. 05-Stürmer Aristide Bancé musste sogar im eigenen Strafraum das mögliche 2:0 durch Podolski (59.) verhindern.
jok/bka/dpa/sid
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