6:0-Erfolg im Spitzenspiel FC Bayern schießt BVB aus dem Stadion

Der FC Bayern hat Borussia Dortmund im Top-Duell der Bundesliga vorgeführt. Bereits zur Pause stand es 5:0 - der erste Bayern-Treffer kam jedoch glücklich zustande.

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Die Bayern konnten machen, was sie wollen - der ärgste Rivale der vergangenen Jahre war chancenlos: Borussia Dortmund hat beim FC Bayern 0:6 (0:5) verloren. Die 28. Deutsche Meisterschaft kann der FC Bayern - nach Schalkes Erfolg am Nachmittag - erst mit einem Sieg in Augsburg am kommenden Bundesliga-Spieltag perfekt machen.

"Wir waren immer zu langsam. Die Bayern haben mit uns Katz und Maus gespielt", sagte Marcel Schmelzer nach Abpfiff. BVB-Trainer Peter Stöger sprach von einer großen "Enttäuschung" und einem Team mit "wenig Gegenwehr".

Die Partie gegen den BVB war nie spannend, dafür unterhaltsam: Bayern ging bereits nach fünf Minuten in Führung. Thomas Müller hatte Robert Lewandowski per Steilpass bedient und der traf freistehend - 1:0. Allerdings stand der Pole bei seinem Treffer mit einem Schritt im Abseits, Videoschiedsrichter Harm Osmers griff nicht ein. Das tat Osmers dann wenige Minuten später, als er ein Tor von Franck Ribéry aus Abseitsposition durch Referee Bastian Dankert zurücknehmen ließ. Die Bayern-Fans mussten auf das 2:0 allerdings nur kurz warten: In der 13. Minute passte David Alaba in den Rückraum des Sechzehners und von dort traf James Rodríguez.

Der BVB zeigte keine Gegenwehr und wurde in der 23. Minute erneut bestraft. James spielte den Ball zu Müller und der lupfte ihn über Roman Bürki zum 3:0 ins Netz. München hatte im Spitzenduell der vergangenen Jahre leichtes Spiel und stellte seine Dominanz in der Bundesliga eindrucksvoll zur Schau. Der dritte Bayern-Sieg gegen den überforderten BVB in Serie war früh perfekt, auch, weil James auf für ihn ungewohnter Position vor der Abwehr eine brillante Leistung bot.

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Bayern mit Kantersieg gegen BVB: Party ohne Schale

James als Spielgestalter - für Trainer Jupp Heynckes könnte diese Variante auch in den kommenden Wochen eine Option sein. Am Dienstag tritt der Klub beim FC Sevilla im Viertelfinale der Champions League an (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE). Das Rückspiel findet eine Woche später statt und am 17. April wartet das Pokal-Halbfinale in Leverkusen. Diese Aufgaben dürften für den FC Bayern eine größere Herausforderung sein.

Wie weit der BVB von solchen Saison-Highlights und vom FC Bayern mittlerweile entfernt ist (lesen Sie hier eine BVB-Analyse von Freitag), wurde kurz vor der Pause deutlich. Lewandowski und Ribéry legten die Treffer zum 4:0 und 5:0 nach. Der erst in der 29. Minute eingewechselte Julian Weigl konnte den BVB nicht stabilisieren und half beim fünften Gegentreffer mit einem katastrophalen Fehlpass nach. Es war der Tiefpunkt einer miserablen ersten Hälfte.

Nach dem Seitenwechsel sparten die Bayern ihre Kräfte und so verlief die zweite Hälfte bis auf Lewandowskis drittem Treffer zum 6:0 (87.) fast ereignislos. Trotz des Debakels in München steht die Borussia weiter auf dem dritten Platz der Bundesliga. Vier Punkte vor dem BVB befindet sich Erzrivale Schalke 04, am 15. April kommt es zum Ruhrpott-Derby.

Bayern München - Borussia Dortmund 6:0 (5:0)
1:0 Lewandowski (5.)
2:0 James (13.)
3:0 Müller (23.)
4:0 Lewandowski (44.)
5:0 Ribéry (45.+1)
6:0 Lewandowski (87.)
Bayern München: Ulreich - Rafinha, Jérôme Boateng, Hummels, Alaba (46. Kimmich) - Martínez - Robben (69. Rudy), Müller, James (65. Thiago), Ribéry - Lewandowski
Borussia Dortmund: Bürki - Piszczek, Sokratis, Akanji, Schmelzer - Dahoud, Castro (29. Weigl) - Pulisic (75. Philipp), Götze (78. Sahin), Schürrle - Batshuayi
Schiedsrichter: Bastian Dankert (Rostock)
Gelbe Karten: Ribéry / Weigl
Zuschauer: 75.000 (ausverkauft)

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jan



insgesamt 89 Beiträge
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Seite 1
mr-mucki 31.03.2018
1. Bitte nicht mehr abstreiten
Liebe BvB Fans, bitte streitet einfach nicht mehr ab, dass der Tuchel Rauswurf ein riesen Fehler war. Das ist vielleicht schwer, weil so viele von euch an Watzke und Zorc glauben, aber es war die schlechteste Entscheidung ihrer Laufbahn.
sam242 31.03.2018
2. mit Tuchel hat der BVB nicht mit 6:0 bei den Bayern verloren
Der BVB sollte sich dringend um eine neue sportliche Führung bemühen. Statt dessen wird mit Zorn unnötig verlängert, mit Sammer ein externer Berater geholt, Vatzke versucht sich mit diesen Manövern über die Zeit zu retten und von seinem Versagen in der Causa "Anschlag, Spielansetzung, Tuchel" abzulenken. Lächerlich.
danubius 31.03.2018
3. Motivationsschub
Das 6:0 war für meine Buam ein verdientes Ergebnis, das leicht hätte höher ausfallen können. Es war für meine Buam trotzdem ein gutes, lockeres Spiel mit hohem Motivationsfaktor (MiaSanMia-Teamgedanke) im Hinblick auf das Match gegen den FC Sevilla in der nächsten Woche.
enivid 31.03.2018
4. verdient
verdienter Sieg und ein trauriges Spiel für die Bundesliga, was soll man sich denn da noch anschauen... für die cl wird es aber nicht reichen. das BL Training für den fcb ist auf einem zu niedrigen Niveau, dass Losglück hat auch mal ein Ende.
gnarze 31.03.2018
5. Nettes Trainingsspiel
Keiner verletzt, 45 Minuten Kräfte schonen. Passt schon. Und die Bayernfans sollten sich freuen, wird das letzte Mal, bevor der BVB gnadenlos auch sportlich vorbeizieht. Zumal Ribbery vielleicht nächstes Jahr nicht mehr spielt und den Jungspund Piszeck dann nicht mehr narren kann.
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