Hamburg - Sieben Spiele, sieben Siege: Der FC Bayern München hat mit einem ungefährdeten 2:0 (1:0) gegen 1899 Hoffenheim den Bundesliga-Startrekord eingestellt. Franck Ribéry erzielte in der 19. und 47. Minute beide Tore für die Gastgeber. Bereits 1995 war der FCB mit sieben Erfolgen gestartet. Das gleiche Kunststück gelang dem 1. FC Kaiserslautern 2001 und vor zwei Jahren Mainz 05. Meister wurde in allen drei Fällen allerdings Borussia Dortmund.
Ohne Arjen Robben, der wegen muskulärer Probleme weiter geschont wurde, waren die Bayern gegen die TSG klar überlegen. Nachdem Ribéry die Führung erzielt hatte, hätten der Franzose selbst, Toni Kroos und Mario Mandzukic diese schon zur Pause ausbauen können. Das tat Ribéry dann unmittelbar nach dem Seitenwechsel, als er eine Kroos-Vorlage verwertete.
Hoffenheim wehrte sich zwar nach Kräften, hatte der spielerischen Klasse der Bayern aber nichts entgegenzusetzen. Den Münchnern, die mit 21 Punkten die Tabelle anführen, könnte man höchstens die mangelnde Chancenverwertung vorwerfen - aber diese Kritik verkniff sich nach Spielschluss sogar Matthias Sammer. Der Sportchef klatschte nach den Toren artig mit Trainer Jupp Heynckes ab. Beide demonstrierten damit den nach außen verkauften Burgfrieden zwischen ihnen.
FC Schalke 04 - VfL Wolfsburg 3:0 (1:0)
Auf Schalke kassierte der VfL Wolfsburg die dritte Niederlage in Folge - und die dritte ohne eigenes Tor. 3:0 (1:0) hieß es am Ende für S04, für das Jefferson Farfán (33.), Ibrahim Afellay (46.) und Roman Neustädter (58.) trafen. Damit gelang den Gelsenkirchenern vorübergehend der Sprung auf Platz drei, der VfL rutschte mit weiterhin fünf Punkten auf den 17. und damit vorletzten Platz ab.
VfL-Trainer Felix Magath wartete nach fünf Spielen ohne Sieg mit einer neuen Variante auf. Seine 4-3-2-1-Formation stellte die Schalker zunächst zwar vor Probleme, allerdings blieb Wolfsburg in der Offensive harmlos. Spätestens mit dem Führungstreffer hatten die Gastgeber die Partie im Griff.
Nach dem dritten Tor durch Neustädter hätte Schalke sogar noch erhöhen können. Doch Klaas-Jan Huntelaar traf nur den Pfosten (64.), Atsuto Uchida (65.) das Außennetz (68.), und gegen Farfán (77.) rettete VfL-Torwart Diego Benaglio. Die einzigen beiden Torchancen der Gäste im zweiten Durchgang parierte Schalkes Keeper Lars Unnerstall (83./88.).
Greuther Fürth - Hamburger SV 0:1 (0:1)
Den besseren Start erwischte Fürth, den Treffer erzielten aber die Gäste vom HSV. Nach einer feinen Einzelleistung traf Heung-Min Son mit einem Schuss von der Strafraumgrenze zum 1:0 für die Hamburger (17.), Fürths Torhüter Max Grün hatte keine Abwehrchance. In der Folgezeit waren die Gastgeber agiler, hatten auch einige Chancen, vergaben diese aber. Der HSV verteidigte seinen Vorsprung geschickt und hat aus den vergangenen vier Spielen zehn Punkte geholt - Platz acht in der Tabelle. Fürth dagegen rutschte durch den Sieg des FC Augsburg gegen Werder Bremen ans Tabellenende.
SC Freiburg - 1. FC Nürnberg 3:0 (1:0)
Nach sieben Punkten aus drei Spielen war Nürnberg die große Überraschung zum Saisonstart. Doch mittlerweile wird der Club durchgereicht. Das 0:3 (0:1) beim SC Freiburg bedeutete die vierte Pleite in Folge. Cedrick Makiadi (36.), Daniel Caligiuri (90.+2, Foulelfmeter) und Marco Terrazzino (90.+3) erzielten die Treffer für die Freiburger, die den zweiten Saisonsieg feiern und auf Tabellenplatz zehn klettern konnten. Nürnberg rutschte auf Platz 13, zwei Punkte vor einem Abstiegsrang.
Mainz 05 - Fortuna Düsseldorf 1:0 (0:0)
Die imposante Serie ohne Niederlage von Fortuna Düsseldorf ist beendet. Bei Mainz 05 verlor der Aufsteiger erstmals in dieser Saison, FSV-Kapitän Nikolce Noveski köpfte das Tor des Spiels (85.). Dabei stand die Düsseldorfer Defensive um Torwart Fabian Giefer, die zuvor erst zwei Tore in sechs Spielen kassiert hatte, wieder einmal gut. Eine Standardsituation sorgte schließlich für die Pleite der Fortuna, die auch noch Oliver Fink mit einer Gelb-Roten Karte verlor (78.).
Bitter allerdings für Mainz: Niko Bungert verletzte sich schwer. Eine Untersuchung in der Mainzer Uni-Klinik ergab, dass sich der Innenverteidiger eine Schädigung des vorderen Kreuzbandes im linken Knie zugezogen hat. "Bungert muss wohl operiert werden", teilte Medien-Geschäftsführer Tobias Sparwasser mit. Der Innenverteidiger musste nach 40 Minuten verletzt vom Platz geführt werden. Bei einem Kopfball auf das gegnerische Tor war Bungert unglücklich auf sein linkes Knie gefallen.
ham/dpa
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