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Fußball-Bundesliga: Bayerns B-Elf fertigt Nürnberg ab, Dortmund zerlegt Fürth

Neun Wechsel, null Formverlust: Gegen Nürnberg wirbelte Bayern-Coach Jupp Heynckes seine Startelf durcheinander. Der Club war dennoch bemitleidenswert chancenlos. Der HSV beendete seine Krise, Dortmund siegte mühelos bei Schlusslicht Fürth - vor den Augen von Real Madrids Trainer José Mourinho.

Bundesliga: Ligaspitze im Torrausch Fotos
DPA

Hamburg - Gerade erst Deutscher Meister geworden, Juventus Turin in der Champions League rausgeworfen, dazu in der kommenden Woche das Halbfinale im DFB-Pokal gegen den VfL Wolfsburg - da kann man als Bayern-Trainer schon mal kräftig durchmischen.

Genau das tat Jupp Heynckes gegen den 1. FC Nürnberg auch - und ließ eine Startelf auf den Platz, die es in dieser Konstellation nicht mehr so schnell geben dürfte: Starke, Rafinha, van Buyten, Boateng, Contento, Tymoschtschuk, Can, Shaqiri, Pizarro, Ribery, Gomez. Reichte gegen Nürnberg, vor dem Spiel immerhin die fünftbeste Rückrundenmannschaft, trotzdem. Und wie. Das 4:0 (3:0) drückte die Kräfteverhältnisse nur unzureichend aus.

Abwehrspieler Jérôme Boateng (!) traf schon in der fünften Minute per Seitfallzieher (!!) zum 1:0. Danach entwickelte sich ein typisches Heimspiel der Bayern in dieser Rekordsaison mit jeder Menge Ballbesitz und Chancen. Der zuletzt etwas unglücklich wirkende Mario Gomez erhöhte (17. Minute) nach Vorlage von Boateng. Dann durfte sich sogar Rechtsverteidiger Rafinha in die Torschützenliste eintragen (24.).

Nürnberg war bemitleidenswert chancenlos. Selbst der so sichere Elfmeterschütze Timmy Simons, der bisher alle Strafstöße in der Bundesliga hatte verwandeln können, schwächelte. Er scheiterte in der 47. Minute mit seinem Schuss vom Punkt, weil Torwart Tom Starke den Ball an den Kopf bekam. Auf der anderen Seite klappte das besser: Als Xherdan Shaqiri zum 4:0 getroffen hatte (56.), stellten die Gastgeber ihre Bemühungen ein. Ganz entspannt fuhren die Bayern so den zwölften Sieg im zwölften Rückrundenspiel ein.

Greuther Fürth - Borussia Dortmund 1:6 (0:5)

So wirklich interessiert die Bundesliga bei Borussia Dortmund nicht mehr. In der Tabelle liegen sie recht komfortabel auf Rang zwei, der ihnen unter normalen Umständen auch nicht mehr zu nehmen sein dürfte. Nach dem spektakulären Last-Minute-Sieg in der Champions League gegen den FC Málaga und dem bevorstehenden Duell mit Real Madrid zählt nur noch die "Königsklasse".

Ähnlich geht es José Mourinho, dem Coach der "Königlichen", der extra ins beschauliche Fürth kam, um die Dortmunder zu begutachten. Der portugiesische Starcoach sah einen 6:1 (5:0)-Sieg des BVB, ein wirklicher Maßstab war das aber nicht. Die Gastgeber, die zwar schon regelmäßig Bundesligaqualität vermissen ließen, sich aber stets wehrten, luden die Borussia zum Toreschießen ein.

Mario Götze (12./45.), Ilkay Gündogan (15./33.) und Jakub Blaszczykowski (28.) durften schon in der ersten Hälfte nahezu unbedrängt abschließen. In der zweiten Halbzeit nahmen die Gäste Tempo raus, Fürth kam so zum Ehrentreffer durch Edgar Prib (71). Borussia-Stürmer Robert Lewandowski durfte schließlich in der 80. Minute im elften Spiel in Folge treffen. BVB-Coach Jürgen Klopp wird nun hoffen, dass das Duell mit Mainz am kommenden Samstag ein echter Härtetest vor dem Halbfinal-Duell mit Real am 24. April (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE, TV: ZDF und Sky) wird.

VfL Wolfsburg - 1899 Hoffenheim 2:2 (1:1)

Hoffenheim hat in Wolfsburg die große Chance auf den siebten Saisonsieg verpasst. Dabei hielt 1899 nur zwölf Minuten lang das 0:0, dann traf der 18-jährige Maximilian Arnold zum 1:0 für die Gastgeber. Ricardo Rodriguez schenkte Hoffenheim einen Elfmeter, als er im Duell mit Sven Schipplock zu sehr drückte und zerrte. Sejad Salihovic verwandelte sicher: 1:1 (35.). Nach dem Wiederanpfiff gelang Andreas Beck mit einem sehenswerten Weitschuss sogar die 2:1-Führung (63.), ehe Naldo nach einer Ecke den 2:2 Endstand herstellte (85.). Und während 1899 zumindest bis Sonntag auf Rang 16 vorrückt, wartet Wolfsburg weiter auf den ersten Heimsieg seit Januar.

Fortuna Düsseldorf - Werder Bremen 2:2 (1:1)

In Düsseldorf trafen mit der Fortuna und Werder Bremen zwei kriselnde Teams aufeinander. Die Gastgeber waren seit sechs Spielen ohne Sieg, Werder wartete bereits seit sieben Partien auf einen Erfolg. Beide Serien wurden ausgebaut: Werder glich zweimal eine Düsseldorfer Führung aus, am Ende stand ein 2:2 (1:1). In der Tabelle änderte sich dadurch nichts, Bremen bleibt mit nun 32 Punkten auf Rang 14, die Fortuna liegt einen Platz dahinter (30 Punkte).

Die Düsseldorfer schienen zunächst gewillter, den freien Fall zu stoppen. Den ersten Angriff schloss Stefan Reisinger nach einem schönen Zuspiel von Robbie Kruse zur Führung ab (2.). Werder glich zügig wieder aus: Kevin de Bruyne behielt nach einem Solo über den halben Platz die Übersicht und bediente Zlatko Junuzovic (16.). Drei Minuten nach Wiederanpfiff sorgte erneut Reisinger für das 2:1. Erneut sah Bremens Defensive schlecht aus, der Treffer glich in seiner Entstehung dem ersten Fortuna-Tor. Ein Düsseldorfer war es auch, der den erneuten Ausgleich erzielte. Martin Latka traf in der 70. Minute ins eigene Tor.

Mainz 05 - Hamburger SV 1:2 (0:0)

Heung-Min Son hat den Hamburger SV nach zuletzt drei Niederlagen erlöst und zum Sieg geschossen. Der Südkoreaner erzielte beide Treffer beim 2:1 (0:0)-Erfolg des HSV in Mainz. Damit warten die 05er nun schon seit vier Partien auf einen Sieg, von den vergangenen zehn Begegnungen gewann der FSV nur eine. Die Hamburger stellten dank des Erfolgs den Anschluss an die Europapokalplätze wieder her. Das Team von Trainer Thorsten Fink liegt nur noch einen Zähler hinter dem Tabellensechsten Eintracht Frankfurt. Mainz ist mit 39 Punkten Neunter.

In der ersten Halbzeit war es ein schwaches Bundesliga-Spiel, beiden Teams gelang wenig. Dennoch gab es jeweils eine große Chance: Für Mainz traf Andreas Ivanschitz nur die Latte (34.), HSV-Außenverteidiger Marcell Jansen köpfte frei am leeren Tor vorbei (40.). Nach der Pause steigerten sich beide Mannschaften und erhöhten das Tempo. Die Gäste waren dabei effektiver: Milan Badelj eroberte den Ball nah am Mainzer Strafraum, Rafael van der Vaart setzte nach und passte auf Son, der den Ball unter die Latte jagte (61.). 20 Minuten später schloss Son einen Konter souverän zum zweiten Treffer ab. In der Schlussphase ließ Shawn Parker die Gastgeber hoffen, sein Tor kam jedoch zu spät (86.).

max/chp

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insgesamt 13 Beiträge
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1. bemerkenswert. .
rumsi 13.04.2013
die Bayern mit einer B-Elf und immer noch alles Nationalspieler.Die Armen!
2.
BlakesWort 13.04.2013
Eigentlich nett von den anderen Bundesligisten, die beiden Top-Mannschaften der Liga so zu schonen. Immerhin profitieren alle indirekt durch steigende Einnahmen aus den internationalen Rechtehandel usw. Wäre nur blöd, wenn Bayern und Dortmund bei all den Trainingsspielen plötzlich derbe auf die Nase fallen, weil sich Barca und Madrid sicher wehren werden.
3. Tom Starke
sir.prise 14.04.2013
Der Bayern Torhüter hielt den Elfmeter des Nürnberger Spielers nicht, weil er noch mit seiner Hand an den Ball kam (wie im Artikel geschrieben), sondern mit seinem Kopf.
4. Tom Starke
sir.prise 14.04.2013
Der Bayern Torhüter hielt den Elfmeter des Nürnberger Spielers nicht, weil er noch mit seiner Hand an den Ball kam (wie im Artikel geschrieben), sondern mit seinem Kopf. Allgemein ein weiterer souveräner Auftritt der Münchener.
5.
MarkusW77 14.04.2013
Also so chancenlos wie dieses Jahr fast ausnahmslos alle Bayern Gegner sind.... Erschreckend. Gerade Nürnberg hat doch sonst wenigstens immer gekämpft . Aber diese Saison? Keiner. Alle zeigen gegen die Bayern jeweils ihre schlechteste saisonleistung. Hoffen wir das es nächstes Jahr wieder etwas besser wird.
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