Bundesliga Hollerbach wird neuer Trainer beim HSV

Der Hamburger SV hat laut übereinstimmenden Medienberichten einen Nachfolger für Markus Gisdol gefunden: Bernd Hollerbach übernimmt das Team. Der Ex-Profi des HSV war zuletzt Trainer bei den Würzburger Kickers.

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Der langjährige HSV-Profi Bernd Hollerbach wird laut Medienberichten neuer Chefcoach beim abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten Hamburger SV. Damit folgt er auf den entlassenen Markus Gisdol. Eine offizielle Bestätigung des Vereins steht noch aus.

Laut übereinstimmenden Berichten von "Bild" und "Sky Sport News HD" soll Hollerbach einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019 erhalten. Der 48-Jährige war zuletzt Trainer bei den Würzburger Kickers. Am Montag soll der neue Coach erstmals das HSV-Training leiten.

Am Samstag hatten die Hanseaten gegen den 1. FC Köln (0:2) die vierte Niederlage in Serie kassiert. Das Team ist Vorletzter und hat fünf Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. "Wir glauben, dass neue Impulse zwingend notwendig sind, um das nach wie vor angestrebte Ziel Klassenerhalt zu erreichen", sagte Vorstandsboss Heribert Bruchhagen. "Ich hätte gerne weitergemacht", sagte Gisdol im Sky-Interview beim Verlassen des HSV-Geländes am Sonntagvormittag.

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Bernd Hollerbach: Ein Hauch von Magath im Volkspark

In der Bundesliga muss der HSV am kommenden Samstag nach Leipzig (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE). Danach warten Spiele gegen Hannover 96, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen.

Hollerbach war von 1996 bis 2004 Spieler beim Hamburger SV. Nach seiner aktiven Profilaufbahn begann er seine Karriere als Trainer beim VfL 93 Hamburg im Jahr 2005. Später wurde er Co-Trainer von Felix Magath beim VfL Wolfsburg. Am Ende der Saison 2008/2009 wurde Hollerbach als Magath-Assistent Deutscher Meister. Das Erfolgsduo hatte danach auch Schalke 04 gemeinsam trainiert.

jan/sid



insgesamt 15 Beiträge
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jean-baptiste-perrier 21.01.2018
1.
Ich dachte Bernd Hollerbach wäre Fußballtrainer. Jetzt scheint er auf Sterbe-Begleiter umzusatteln. Naja, bei irgendeinem muss ja in den Lebenslauf geschrieben werden, dass er der erste war, mit dem der HSV abgestiegen ist. Ich wünschte es wäre nicht so, aber nüchtern betrachtet (ohne Schönsauferei) läuft das in die Richtung. Armes Hamburg.
marjebrun 21.01.2018
2.
ZU Kommentator #1: Dann hätte der Hamburger SV neben Herrn Hollerbach ja auch noch Herrn Nico Patschinski als Co Trainer installieren können. Dieser ist von Hauptberuf Bestatter. Im Ernst. Es gilt, Herrn Hollerbach für seine Aufgabe alles erdenklich Gute zu wünschen. Unsterblich (wie passend) im Sinne von "Man wird sich sportlich an ihn erinnern" wird er nach dem -hoffentlich- erlebten letzten Spieltag sowieso. Entweder als Retter oder als der erste Trainer, der mit dem HSV absteigt.
strpop 21.01.2018
3. Respekt!
Zehnter der 3. Liga, schon einmal als Co-Trainer erfolgreich gewesen... – nix mehr mit "niemals 2. Liga"... – Abstieg nun nicht zu verhindern. Schade HSV!
geschädigter5 21.01.2018
4. Ein Unding,
Beim HSV Verträge über 6 Monate hinaus abzuschließen. Dann kann man sie entlassen, ohne dass eine Abfindung gezahlt werden muss.
mullertomas989 21.01.2018
5. So, jetzt alle Unterstützung für Hollerbach! Hamburg hält zusammen!!
Hollerbach ist jetzt die letzte Karte, die gespielt werden kann! Der muss jetzt alle Unterstützung bekommen - von allen Seiten!! (Fast) die ganze Stadt und (fast) der ganze Norden steht sowieso hinter dem HSV! Wenn alle zusammen stehen dann kann es auch was werden!! Hollerbachs Stärken sind m. E. zwei Dinge: 1. Sein starker Charakter als Spieler (kompromisslos in der Verteidigung; es darf der Ball oder der Gegner an ihm vorbei, aber nie beide!), den er auf das Team übertragen wird und 2. dass er HSVer ist und sich deshalb noch mehr mit der Aufgabe identifiziert. Wenn er es schafft den Spielern endlich mal Beine zu machen, sieht es gut aus. So einen brauchen die Spieler!!
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