Remis gegen Hannover Dortmunds Offensiv-Flaute verhindert historischen Rekord

Von dem Dortmunder Angriffsspektakel gegen Leipzig war in Hannover wenig zu sehen. Durch das torlose Remis verpasste der BVB einen historischen Rekord.

Marco Reus
FRIEDEMANN VOGEL/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Marco Reus


Borussia Dortmund ist in der ersten Partie des zweiten Bundesliga-Spieltages gegen Hannover 96 nicht über ein torloses Unentschieden hinausgekommen, bleibt aber zunächst Tabellenführer mit vier Punkten. Am ersten Spieltag hatte der BVB noch einen 4:1-Sieg gegen RB Leipzig gefeiert.

In der ersten Hälfte machten die Gastgeber sogar das Spiel: Nach 25 Minuten hatte das Team von André Breitenreiter rund zwei Drittel Ballbesitz und ließ die Dortmunder Offensive lange nicht zur Geltung kommen. Für die zwei größten Chancen sorgte kurz vor Halbzeitpfiff dann aber doch der BVB: Innerhalb von 95 Sekunden scheiterte Marco Reus jedoch zunächst an Hannovers Keeper Michael Esser (40.) und schoss den Ball nach Vorlage von Mahmoud Dahoud anschließend an die Latte (42.).

Auch für die nächste Chance in der zweiten Hälfte sorgte Reus, der mit einem Pass auf Maximilian Phillip den Angriff einleitete. Über Phillip und Dahoud gelangte der Ball zu Marius Wolf, dessen ungenaue Hereingabe der mitgelaufene Reus aber nicht erreichte (68.). Hannover verteidigte das Remis, konnte mit Ausnahme eines Abschlusses von Waldemar Anton (78.) aber keinen gefährlichen Schuss auf das Dortmunder Tor bringen. Der vom FC Barcelona ausgeliehene Borussia-Zugang Paco Alcácer war gegen Hannover noch nicht im Kader.

"Das 0:0 ist okay für uns"

Breitenreiter zeigte sich nach der Partie zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: "Wir sind mutig aufgetreten und haben uns dieses Unentschieden verdient. Es ist ein Resultat, mit dem wir sehr gut leben können. Die erste halbe Stunde war herausragend, aber auch danach waren wir immer präsent und haben es den Dortmundern schwer gemacht", sagte Hannovers Coach.

Dortmund verpasste durch das Ergebnis einen historischen Rekord: In 23 aufeinanderfolgenden Gastspielen hat der BVB in Hannover mindestens ein Tor erzielt. Hätten die Borussen heute getroffen, wären sie alleiniger Rekordhalter in der Bundesliga. So teilt sich das Team von Lucien Favre den Titel weiterhin mit Bayer Leverkusen. Dem Klub gelang zwischen 1991 und 2012 in Bremen ebenfalls 23-mal in Serie immer ein Tor.

"Das 0:0 ist okay für uns und geht in Ordnung. Unser Gegner war sehr gut organisiert und hat uns vor viele Probleme gestellt. Was die Balleroberung angeht, haben wir im Training noch viel zu tun. In solchen Situationen sind wir noch zu überhastet", sagte BVB-Coach Favre.

Hannover 96 - Borussia Dortmund 0:0
Hannover: Esser - Sorg, Anton, Wimmer, Albornoz (86. Ostrzolek) - Fossum, Walace - Bebou (89. Bakalorz), Maina - Asano (46. Wood), Füllkrug
Dortmund: Bürki - Piszczek, Akanji, Diallo, Schmelzer - Dahoud (86. Guerreiro), Witsel - Delaney - Wolf, Philipp (79. Sancho), Reus
Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)
Zuschauer: 49.000 (ausverkauft)

ngo/sid



insgesamt 14 Beiträge
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Seite 1
payblack 31.08.2018
1. Bitte aufhören mit unsinnigen Rekorden und Statistiken, danke.
Es gibt vielleicht 10-15 relevante Rekorde, aber dann ist auch mal gut. Hier in der Headline auf einen historischen Rekord zu verweisen ist absurd, weil der “Rekord“ an sich überhaupt keinen Belang hat.
gammoncrack 31.08.2018
2. Das geht besser, BVB.
Aber vielleicht werden noch viele dem BVB dankbar sein, dass er mit dem 4:1-Sieg am ersten Spieltag einen Durchmarsch der Bayern verhindert hat.
genaumeinding 31.08.2018
3. Geplante Meisterfeier schon am zweiten Spieltag abgesagt
So schnell kann’s gehen. Statt Kreativitaet nur körperbetonte Spielweise. Es ist ja auch ungerecht, dass Mannschaften nicht einfach die Punkte abgeben wollen. Vielleicht hilft ja der Alka Seltzer, der verpflichtet wurde.
Lassehoffe 31.08.2018
4.
Jetzt Schwächeln die vermeintlichen Konkurrenten schon am zweiten Spieltag. Das wird eine ganz langweilige Saison.
jack14 31.08.2018
5. Supertrainer Favre
Ein in der zweiten Hälfte ängstlicher BVB. Ein Witzel, körperlich zum Schluss völlig platt, der durchspielen dürfte, ein Wolf mit wenig Kreativität und noch weniger Chancen als Spitze. Werden ältere Trainer langweilig und vorsichtig? War Hannover so stark, oder der BVB so schwach? Ich glaube letzteres. Die Einkaufspolitik erschließt sind mir auch nicht. Wolf, Delenay?
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