Hamburg - Nach zwei Niederlagen in Serie hat Bremen gegen Borussia Mönchengladbach ihr Tief überwunden. Beim 4:0 (2:0) trafen Nils Petersen (37. Minute), Marko Arnautovic (45.), Niclas Füllkrug (76.) und Zlatko Junuzovic (86.) für die Gastgeber, die zwei Wochen nach dem blamablen 1:3 bei Abstiegskandidat Augsburg und drei Wochen nach dem 0:2 gegen Bayern München phasenweise sehenswerten Offensivfußball zeigten.
Bis dahin dauerte es allerdings. Eine verunglückte Flanke von Lukas Schmitz nach 70 Sekunden, die Gästetorhüter Marc-André ter Stegen beinahe überrascht hätte, war die beste Torgelegenheit der Gastgeber in der Anfangsphase.
Die erste ernsthafte Attacke der Gladbacher hätte beinahe zur Führung gereicht. Granit Xhaka schlenzte den Ball in der 18. Minute aus 20 Metern Entfernung nur knapp am linken Torpfosten vorbei. Elf Minuten später traf Havard Nordtveit aus kurzer Distanz nur die Latte.
Doppelschlag vor der Pause
Die Großchance zeigte Wirkung - allerdings beim Gegner. Werder wurde stärker. Eine Ecke von Kevin de Bruyne landete bei Petersen, der am langen Pfosten den Ball über die Linie drückte (37.). Für den 23-Jährigen war es das zweite Saisontor. Acht Minuten später tauchte Arnautovic nach einem schönen Pass von Aaron Hunt frei vor ter Stegen auf und überwand den Torwart mit einem Heber.
Gladbach versuchte sich nach dem Wiederanpfiff an einer Reaktion. Aber wie schon in den Wochen zuvor fehlten der Borussia vor allem im Spiel nach vorne die Ideen, das Tempo und die Durchschlagskraft der Vorsaison. Juan Arangos Schuss war kein Problem für Bremens Torwart Sebastian Mielitz (56.). Stürmer Luuk de Jong agierte erneut mit hohem Aufwand, der Ertrag hielt sich in Grenzen.
Anders Bremen. Arnautovic durfte von der linken Seite flanken, in der Mitte stand Füllkrug völlig frei: 3:0 (76.). Wie schon bei der 0:5-Niederlage in Dortmund fielen die Gäste nun völlig auseinander - und Junuzovic durfte von der Strafraumkante auch noch zum 4:0 einschießen (86.). Werder war am Samstagabend in allen Bereichen konsequenter. "Wir waren sehr, sehr aktiv, wir haben nicht nur reagiert, sondern nonstop den Gegner bedrängt", sagte Trainer Thomas Schaaf.
Sein Gladbacher Kollege Lucien Favre dagegen war bedient nach der Pleite: "Es war dumm, das 2:0 eine Minute vor der Halbzeit zu kriegen." Der Schweizer erkannte einmal mehr: "Wir sehen, wir haben viel zu tun." In der Tabelle bleiben beide Mannschaften eng zusammen. Mit zehn Punkten ist Werder nun genau einen besser als die Borussia.
Werder Bremen - Borussia Mönchengladbach 4:0 (2:0)
1:0 Petersen (37.)
2:0 Arnautovic (45.)
3:0 Füllkrug (76.)
4:0 Junuzovic (86.)
Bremen: Mielitz - Gebre Selassie, Lukimya, Sokratis, Schmitz - Junuzovic - De Bruyne, Hunt (82. Bargfrede) - Arnautovic (84. Ekici), Elia (74. Füllkrug) - Petersen
Mönchengladbach: ter Stegen - Jantschke, Stranzl, Dominguez, Daems - Nordtveit, Marx - Rupp (46. Herrmann), Arango (74. Hanke) - de Jong, Xhaka (63. Hrgota)
Schiedsrichter: Günter Perl (Pullach)
Zuschauer: 42.100 (ausverkauft)
Gelbe Karten: De Bruyne - Nordtveit (2), Herrmann
chp/sid
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