Fußball-Bundesliga: Bremen verlängert mit Schaaf und Allofs

Werder Bremen behält seine sportliche Führung. Die im Sommer auslaufenden Verträge von Trainer Thomas Schaaf und Geschäftsführer Klaus Allofs wurden verlängert. Schaafs neuer Kontrakt läuft bis 2014, der von Allofs bis 2015 plus Option auf eine weitere Saison.

Werder-Geschäftsführer Allofs (l.), Trainer Schaaf: Erfolgsduo seit 1999 Zur Großansicht
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Werder-Geschäftsführer Allofs (l.), Trainer Schaaf: Erfolgsduo seit 1999

Hamburg - Das Bremer Erfolgsduo Thomas Schaaf und Klaus Allofs hat seine Verträge bei Werder vorzeitig verlängert. Trainer Schaaf unterschrieb einen bis 2014, der Kontrakt von Allofs läuft noch ein Jahr länger. Werder hat zudem die Option, mit dem Geschäftsführer bis 2016 zu verlängern. Das teilte der Club auf seiner Internetseite mit. Die Verträge der beiden, die seit 1999 für den Bundesligisten tätig sind, wären im kommenden Sommer ausgelaufen.

Lange hatte der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Willi Lemke, mit der sportlichen Führung verhandelt. Zunächst hatte der 65-Jährige dem Geschäftsführer nur einen erfolgsabhängigen Vertrag angeboten. Im Juli hatte der Aufsichtsrat zudem einen Transferstopp verhängt. Wochenlang hatten sich Lemke und Allofs daraufhin einen öffentlichen Streit geliefert. Der frühere Bremer Vorstandschef Jürgen L. Born hatte angedeutet, dass Lemke den Abschied von Allofs provozieren wolle. "Es ist ein sehr schöner Tag für Werder", sagte Lemke am Montag, "die Verhandlungen waren nicht ganz einfach, aber immer konstruktiv."

Es sei ein langer Weg, auf dem es einige Dinge zu klären gegeben habe, sagte Allofs über die Verhandlungen, "aber es ging um Sachfragen und nicht um persönliche Dinge". Sein neuer Vertrag sei "enorm leistungsbezogen". Dann hatte er die sportliche Situation im Blick: "Wir haben einen langen, erfolgreichen Weg beschritten. Jetzt ist es eine sehr reizvolle Aufgabe, diesen fortzusetzen."

Der im Winterurlaub weilende Schaaf ließ mitteilen: "Wir haben uns viel vorgenommen und wollen weiter versuchen, der Mannschaft ein unverwechselbares Gesicht zu geben." In der Schaaf-Allofs-Ära hat Werder 2004 das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal gewonnen sowie zwei weitere Pokalsiege geholt (1999 und 2009). In der aktuellen Saison liegen die Bremer in der Tabelle auf Rang fünf. Im Pokal ist das Team bereits in der ersten Runde gegen den 1. FC Heidenheim (1:2) ausgeschieden.

Eine vorzeitige Vertragsverlängerung mit Stürmerstar Claudio Pizarro im Winter schloss Allofs aus. Der Vertrag des Peruaners läuft noch bis 2013, ist aber im kommenden Sommer kündbar. Was aber im Sommer passiere, könne er noch nicht beantworten, so der 55-Jährige.

Schaaf ist bereits seit 1972 Werder-Mitglied und spielte von 1978 bis 1995 für den Club. Als Spieler bestritt er 262 Bundesliga- und 19 Zweitliga-Partien für Bremen. Nach seinem Karriereende war er bis 1999 Trainer der zweiten Mannschaft. Am 10. Mai dieses Jahres wurde er Nachfolger von Felix Magath als Coach des Bundesliga-Teams.

Auch Allofs ist ehemaliger Werder-Profi. Von 1990 bis 1993 absolvierte der Stürmer 78 Bundesliga-Spiele (18 Tore) für den Verein und beendete in Bremen seine aktive Karriere. Nach einem kurzen Zwischenstopp als Trainer von Fortuna Düsseldorf in der Saison 1998/1999 ist er seit 1999 Werder-Vorstandsmitglied und Geschäftsführer Profifußball.

max/sid

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insgesamt 9 Beiträge
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1. suboptimal
walu 19.12.2011
Oder anders gesagt: bis 2014/15 weiter ohne Abwehr
2. njuk
hattrick73 19.12.2011
Zitat von waluOder anders gesagt: bis 2014/15 weiter ohne Abwehr
wenn es weiterhin nahezu jedes Jahr zum europäischen wettbewerb führt - na und ?
3. Bei den Fakten bleiben
Ostwestfale 19.12.2011
Zitat von waluOder anders gesagt: bis 2014/15 weiter ohne Abwehr
Ich freue mich über die Vertragsverlängerungen der Beiden.Schön, dass das Bremer Erfolgsduo weiter arbeiten darf. Die Legende von der nicht vorhandenen Werder-Abwehr unter Schaaf. Ich kann sie nicht mehr hören.Werder war jahrelang das offensivstärkste Team der Liga, da ist es nicht verwunderlich, dass die Zahl der Gegentore für ein TopTeam relativ hoch war.Aber die genauen Zahlen sehen trotzdem anders aus: Es gab seit der Meisterschaft ganze zwei Ausreißer (2009 und 2011), was die Zahl der Gegentore angeht, ansonsten war Werder immer unter den Top6 bei den Gegentoren: 2004: zweitbeste Abwehr 2005: vierbeste Abwehr 2006: viertbeste Abwehr 2007: fünftbeste Abwehr 2008: sechstbeste Abwehr 2010: vierbeste Abwehr Ich würde mal sagen 1:0 für die Fakten gegen die Polemik ^^
4.
gonkox 19.12.2011
Zitat von Ostwestfale2004: zweitbeste Abwehr 2005: vierbeste Abwehr 2006: viertbeste Abwehr 2007: fünftbeste Abwehr 2008: sechstbeste Abwehr 2010: vierbeste Abwehr
Dank an Ostwestfale! Endlich einer der rechnen kann. Die Verächtlichmachung von Werder/Schaaf/Allofs im Spiegel-Forum und anderen Medien muss ganz einfach mit diversen Kantersiegen zu tun haben, die Werder anderen Mannschaften in den vergangenen Jahren zugefügt hat. Nach gefühlten 6 bis 8 Jahren schaffen es nun endlich auch andere deutsche Mannschaften einen ähnlichen Offensiv-Zauber hinzulegen (zb. BVB, M'Gladbach); wofür eigentlich Werder steht. Jedenfalls bin ich mir ziemlich sicher, dass es mit Werder allmählig wieder aufwärts geht. Grünweiss!
5.
BlakesWort 19.12.2011
Ich muss sagen, mir ist eine Mannschaft wie Werder, die in jedem zweiten Spiel drei oder vier Tore schiesst aber dafür auch zwei oder drei bekommt wesentlich lieber, als es die Mauerfußballer sind. Mir fällt bei den Mannschaften immer Homer Simpson ein, der zum Fußball sagte: "Ich habe mir stundenlang Fußballspiele angesehen und sogar fast ein Tor gesehen." Außerdem finde ich es sehr souverän, wie Schaaf und Allofs all die Jahre durch dick und dünn gehen. Werder war schon ganz oben aber auch ganz unten, aber trotz aller Kritik, sie haben es zusammen immer wieder gepackt.
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