Bundesliga-Transfers: Hoffnungsträger für 245 Millionen Euro

Rafael van der Vaart, Javi Martínez, Ibrahim Afellay: Einige Bundesligisten haben kurz vor dem Ende der Transferperiode kräftig aufgerüstet. Insgesamt gaben die Clubs für über 200 neue Spieler 245 Millionen Euro aus - so viel wie nie zuvor. Alle wichtigen Wechsel im Überblick.

Fußball-Bundesliga: Das sind die Wechsel zur Saison 2012/2013 Fotos
Getty Images/Bongarts

Hamburg - Hamburgs Sportdirektor Frank Arnesen strahlte Begeisterung aus. "Gestern war ich mit unseren Sommertransfers zufrieden, heute finde ich sie phantastisch", sagte er bei der Vorstellung von Rafael van der Vaart, den der Club kurz zuvor für 13 Millionen Euro verpflichtet hatte. Was Arnesen nicht sagte: Der HSV ist mit der Verpflichtung des Niederländers von seinem Sparkurs abgerückt - und ein gewaltiges finanzielles Risiko eingegangen.

Für van der Vaart, die Mittelfeldspieler Milan Badelj und Petr Jiracek (je 4 Millionen Euro) sowie Stürmer Artjoms Rudnevs (3,5) gab der Club 24,5 Millionen Euro aus, 15 Millionen mehr als man durch die Verkäufe von Gökhan Töre und Paolo Guerrero einnahm.

Die Hamburger gehören damit zu den Top-Einkäufern der Liga, eine größere Differenz zwischen Ausgaben und Einnahmen gab es nur beim FC Bayern. Die Münchner leisteten sich mit 40-Millionen-Mann Javi Martínez den bisher teuersten Transfer der Bundesliga-Geschichte. Zusammen mit Mario Mandzukic (13 Millionen Euro), Xherdan Shaqiri (11,8), Dante (4,7) und Mitchell Weiser (0,8) gab der Club über 70 Millionen Euro aus, Einnahmen aus Spielerverkäufen gab es nicht.

Van der Vaart und Martínez kamen erst unmittelbar vor dem Ende der Wechselfrist, genau wie Ibrahim Afellay. Der offensive Mittelfeldspieler verstärkt Schalke 04, ist allerdings vom FC Barcelona nur ausgeliehen. "Es spricht für die Qualität der Bundesliga, wenn solch ein Spieler aus Spanien nach Deutschland wechselt", sagte Schalke-Manager Horst Heldt, für den Afellay der einzige namhafte Zugang war.

Mit teuren Zugängen haben sich auch Dortmund und Mönchengladbach verstärkt. Im Gegensatz zu Hamburg und München gaben die Borussias aber auch Top-Spieler ab - und kommen daher auf nahezu ausgeglichene Transferbilanzen. Insgesamt 245,73 Millionen ließen sich die Clubs ihre Zugänge diesen Sommer kosten - neuer Bundesliga-Rekord.

Welche Spieler haben die 18 Bundesligisten verpflichtet? Hier gibt es alle wichtigen Transfers im Überblick.

fri/fls/leh

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