Bundesliga Drei Tore von Gladbachs Pléa, erster VfB-Sieg für Weinzierl

Saisontreffer Nummer sechs, sieben und acht: Gladbachs Angreifer Alassane Pléa hat im Bremer Weserstadion fast im Alleingang für den Sieg der Borussia gesorgt. Markus Weinzierl feierte den ersten Erfolg mit dem VfB Stuttgart.

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Werder Bremen - Borussia Mönchengladbach 1:3 (0:1)

2:6 hatten die Bremer in ihrem letzten Heimspiel gegen Bayer Leverkusen verloren - und auch gegen Borussia Mönchengladbach musste Werder eine deutliche Niederlage hinnehmen. Vor allem wegen Alassane Pléa: Nach einem abgeblockten Torschuss setzte sich der Gladbacher Angreifer rechts im Strafraum elegant gegen zwei Bremer durch und traf ins linke Eck - 1:0 für die Borussia (39.).

Kurz nach der Halbzeit legte der Franzose einen zweiten Treffer nach: Einen flachen Eckball nahm er direkt - der Ball sprang noch gegen ein Werder-Bein und ging von dort durch die Beine von Bremens Keeper Jiri Pavlenka ins Tor (48.). Es kam sogar noch besser für Pléa und Gladbach: Aus kurzer Distanz schob er in der 52. Minute zum 3:0 ein.

Doch wie schon bei der Partie gegen Leverkusen, als Werder zwischenzeitlich auf 2:3 verkürzen konnte, gab sich Bremen auch gegen Gladbach nicht auf: Nuri Sahin gelang das 1:3 (59.), Kruse verpasste kurz darauf denkbar knapp den Anschlusstreffer. Claudio Pizarro köpfte an die Latte, Theodor Gebre Selassie scheiterte an Keeper Yann Sommer.

1. FC Nürnberg - VfB Stuttgart 0:2 (0:0)

Viertes Spiel als VfB-Coach, die ersten Punkte: Stuttgarts neuer Trainer Markus Weinzierl konnte nach drei deutlichen Niederlagen zum Debüt nun erstmals jubeln. Timo Baumgartl (68.) und Erik Thommy (82.) sorgten für den zweiten Saisonerfolg des VfB, der durch den Sieg bis auf einen Punkt an den Tabellensechzehnten Hannover 96 heranrückt.

Baumgartls Treffer war der erste Schuss des VfB aufs Tor der Gastgeber. Für Nürnberg war es die vierte Niederlage in den vergangenen fünf Partien. Das Team von Trainer Michael Köllner agierte in einem ereignisarmen Spiel offensiv viel zu harmlos und kam erst in der 55. Minute zum ersten Schuss aufs Tor von Ron-Robert-Zieler.

Fortuna Düsseldorf - Hertha BSC 4:1 (0:0)

Tore fielen in der ersten Hälfte noch keine, dafür gab es einen Platzverweis, der das Spiel maßgeblich beeinflusste: Herthas Maximilian Mittelstädt hielt zunächst Lukebakio an der Hüfte fest und nutzte bei einem späteren Zweikampf gegen Zimmer den Arm regelwidrig - Gelb-Rot (41.).

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Gladbach zerlegt Werder: Pléa zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten

In Überzahl gelang der Fortuna dann nach dem Seitenwechsel der siebte Saisontreffer des Aufsteigers durch Takashi Usami (50.). Rouwen Hennings konnte 13 Minuten nach der Führung auf 2:0 für Düsseldorf erhöhen. Benito Raman entschied die Parte (84. 90.+3), Davie Selke gelang nur noch der Ehrentreffer (88.).

SC Freiburg - Mainz 05 1:3 (0:2)

Gerade einmal sieben Tore hatten die Mainzer Offensivminimalisten in den ersten zehn Saisonpartien erzielt. Gegen Bundesliga-Lieblingsgegner SC Freiburg legten sie bereits nach einer guten Viertelstunde zwei nach: Jean-Philippe Gbamin (6. Minute) und Jean-Philippe Mateta (18.) trafen für die Gäste, die den SC mit 7:0 Torschüssen in den ersten 22 Minuten komplett überrumpelten.

In der 72. Minute verkürzte Roland Sallai, bevor Karim Onisiwo drei Minuten später den Endstand markierte. Durch den zweiten Sieg in Folge überholt die Mannschaft von Trainer Sandro Schwarz die Gastgeber in der Tabelle.

TSG Hoffenheim - FC Augsburg 2:1 (0:0)

Hoffenheim-Trainer Julian Nagelsmann konnte sich am Ende doch noch freuen: Nachdem Augsburgs Alfred Finnbogason (69.) nur kurz nach der ersten Hoffenheimer Führung durch Andrej Kramaric (65.) für den Ausgleich gesorgt hatte, gelang Nagelsmanns Mannschaft doch noch der Siegtreffer: Der eingewechselte Reiss Nelson wurde zum umjubelten Matchwinner auf Seiten der TSG (83.).

bka/mfu



insgesamt 2 Beiträge
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spon1899 10.11.2018
1.
Die internationalen Pläne kann Werder begraben. Freier Fall nach unten.
charlybird 10.11.2018
2. Bei Werder war das Problem
der letzten Spiele ziemlich eindeutig zu erkennen, selbst für einen schlicht konsumierenden Laien. Werder hat sich nicht am Spiel beteiligt, sondern den Gegner solange machen lassen, bis die ersten Dinger im Kasten waren. Das anschließende Dagegenstemmen ist dann sicherlich aller Ehren wert, aber deutlich schwieriger, als ob man mal von Beginn an mitmacht. Leverkusen hat zu hoch gewonnen, gegen Mainz war es wohl die schlechteste Vorstellung von Fußball überhaupt und heute hat man gegen Gladbach die Hosen ziemlich voll gehabt und ist leider auf einen ziemlich gut vorbereiteten Gegner gestoßen. Es wird auch wieder bessere Tage geben, keine Frage. Angriff ist eigentlich immer die beste Verteidigung, aber wenn man dann beides nicht macht, weil es vielleicht auch gerade nicht langt und das Glück woanders tanzt, wird’s irgendwann enger. Andererseits kann man sich bei Werder jetzt wieder Ziele setzen, die dem Stand der Dinge entsprechen, denn es ist nie gut von ungefangenen Fischen zu träumen, wenn das Netz noch nicht eingeholt ist.
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