Erfolg in Fürth: Frankfurt beendet Sieglos-Serie

Fürth gegen Frankfurt: Ersatz im Tor, Flanken aus dem Halbfeld Fotos
Getty Images

Eintracht Frankfurt hat nach sechs Spielen ohne Sieg wieder einen dreifachen Punktgewinn feiern können. Im Aufsteiger-Duell in Fürth schossen Inui, Aigner und Meier eine vermeintlich beruhigende Führung für die Gäste heraus - doch dann musste das Veh-Team doch noch kräftig zittern.

Hamburg - Ab jetzt kann er vom Europapokal sprechen. Armin Veh, Trainer von Eintracht Frankfurt, verwies ja immer auf diese magische 40-Punkte-Marke, wenn von der starken Saison des Aufsteigers und etwaige neue Zielsetzungen die Rede war. Mit 40 Punkten steigt man nicht ab, eine Bundesliga-Regel, und die Eintracht wollte ja zu allererst: nicht absteigen. Nach dem 3:2 (1:1) bei Greuther Fürth hat Frankfurt nun 42 Punkte und steht auf Platz fünf - Europa League.

Damit hat die Eintracht nicht nur drei Zähler Vorsprung auf den Siebten SC Freiburg, sondern ist auch punktgleich mit dem FC Schalke auf Platz vier, der zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt. Fürth bleibt mit 15 Punkten Schlusslicht und ist bei neun Zählern Rückstand auf Relegationsrang 16 und 14 Zähler auf den rettenden 15. Platz so gut wie abgestiegen.

Dabei präsentierte sich Fürth gegen Frankfurt nicht unbedingt wie ein Absteiger, und die Eintracht wiederum zeigte nicht gerade eine Form, mit der man international bestehen kann. Dem Veh-Team gelang in der Offensive kaum etwas. Zwei Tore in den sechs Spielen zuvor zeigen deutlich, wo das Problem der Eintracht in der Rückrunde liegt. Als wollte er das belegen, köpfte Frankfurts Stürmer Srdjan Lakic in der 39. Minute völlig freistehend neben das Tor.

Aigner und Meier treffen für Frankfurt nach der Pause

Zu diesem Zeitpunkt war Fürth das kämpferisch etwas bessere Team gewesen und bereits in der zweiten Minute durch Nikola Djurdjic in Führung gegangen. Elf Minuten später traf Takashi Inui nach Vorlage von Alexander Meier zum 1:1. Ein insgesamt gerechter Pausenstand in einer spielerisch schwachen Partie.

Das änderte sich auch im zweiten Durchgang zunächst nicht. Erst als Frankfurts Sebastian Rode einen Distanzschuss knapp über das Tor setzte (58.), wachten beide Teams auf. Stefan Aigner traf nach einer Flanke von Bastian Oczipka zum 2:1 für die Gäste (58.). Daraufhin erhöhte Fürth merklich den Druck, Frankfurts Defensive schien zeitweise überfordert, der Ausgleich nur eine Frage der Zeit - doch der Treffer fiel auf der anderen Seite. Meier erzielte von der Strafraumgrenze das dritte Tor der Frankfurter (68.).

Die Entscheidung? Von wegen! Nur vier Minuten nach dem 3:1 für Frankfurt verkürzte Sercan Sararer auf 2:3. Und wiederum zwei Minuten später traf Djurdjic aus spitzem Winkel nur den Außenpfosten. Plötzlich war die Partie das, was nach den ersten 45 Minuten kaum ein Zuschauer für möglich gehalten hätte: ein richtig gutes Bundesliga-Spiel. Fürth drängte auf den Ausgleich, Frankfurt wollte nur noch den Sieg über die Zeit retten - das gelang.

Und was sagt Veh nun? "Mit 42 Punkten haben wir unser Saisonziel erreicht. Jetzt wollen wir den internationalen Platz behalten."

SpVgg Greuther Fürth - Eintracht Frankfurt 2:3 (1:1)
1:0 Djurdic (2.)
1:1 Inui (12.)
1:2 Aigner (58.)
1:3 Meier (68.)
2:3 Sararer (72.)
Fürth: Grün - Zimmermann, Sobiech, Mavraj, Baba - Pekovic (80. Klaus), Fürstner - Nehrig (62. Schmidtgal), Petsos, Sararer - Djurdic
Frankfurt: Nikolov - Jung, Zambrano, Anderson, Oczipka - Schwegler (83. Lanig), Rode - Aigner (87. Russ), Meier, Inui - Lakic (76. Celozzi)
Schiedsrichter: Drees
Zuschauer: 18.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Djurdic (2) / -

ham

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insgesamt 7 Beiträge
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1. Schade, der Sky-Reporter war aus Frankfurt!
beyelec 31.03.2013
Das war heute eine Kommentierung speziell für Den Großraum Frankfurt!
2. Nicht reif
schlau-meier 31.03.2013
ist Greuther Fürth für die 1. Bundesliga. Und wenn ein Verein nach 6 sieglosen Spielen als Aufsteiger immer noch an der CL-Quali klopft, dann liegt das Problem in der Qualität der Liga. Aber es wäre gut,wenn mal Vereine wie Freiburg oder Frankfurt internatiomal spielen könnten.Die Schere zwischen dem BVB und dem FCB zum Rest wird zu groß.Und das ist irgendwann langweilig.
3. Dafür war der Liga Total Kommentator aus Fürth
kahba 31.03.2013
War einfach nur schrecklich das ganze Spiel lang dem zuzuhören...
4. Gratulation
white_knight 31.03.2013
Was veh da aus der eintracht rausgeholt hat, Respekt. Jetzt, wo er verlängert hat, wird die Eintracht wieder spritziger aufspielen. Lakic ist ein ganz großer, der Trainer besorgt noch ein paar mehr Spieler von Format und dann ist auch die CL machbar. Keine Denkverbote! Eintracht!
5. Kommentator
bolbi95 31.03.2013
der Kommentator bei sky war sicherlich nicht aus ffm! der laberte nur mist!
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