Millionen-Deal Evonik kauft neun Prozent der BVB-Anteile

Großer Coup für Borussia Dortmund: Der Hauptsponsor Evonik wird neuer Anteilseigner der BVB Gesellschaft. Insgesamt kauft das Unternehmen neun Prozent der Anteile - und verlängert den Sponsorenvertrag.

BVB Geschäftsführer Watzke: "Ein guter Tag für Borussia Dortmund"
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BVB Geschäftsführer Watzke: "Ein guter Tag für Borussia Dortmund"


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Hamburg - Der langjährige Hauptsponsor von Borussia Dortmund, das Unternehmen Evonik, hat sich zu insgesamt 9,06 Prozent an der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA beteiligt. Grundlage für diesen Deal ist eine Kapitalerhöhung der Gesellschaft um 6,12 Millionen Aktien, die Evonik übernimmt und die dem BVB rund 26 Millionen Euro einbringt. Damit ist Evonik zweitgrößter Aktionär der Gesellschaft.

Außerdem verlängerten beide Seiten den Sponsorenvertrag bis 2025. "Das ist ein guter Tag für Borussia Dortmund. Der Aufsichtsrat hat der Kapitalerhöhung zugestimmt", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke: "Borussia Dortmund freut sich auf eine neue Ära der Partnerschaft mit Evonik."

Gleichzeitig hat der BVB die Basis für den möglichen Einstieg eines zweiten externen Investors geschaffen. Dieses genehmigte Kapital in Höhe von etwa 24,6 Millionen Aktien könnte zu einem späteren Zeitpunkt von Evonik oder einem weiteren strategischen Partner erworben werden. Zunächst wurde noch die Deutsche Bank als neuer Partner bei Borussia Dortmund gehandelt, doch das Unternehmen erteilte dem Bundesligisten eine Absage.

Das Essener Unternehmen der Spezialchemie ist bereits seit der Saison 2007/2008 Sponsor der Borussia. Evonik erzielte 2013 mit rund 33.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 12,7 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis von 2,0 Milliarden Euro. Allein aus dem nun noch elf Jahre laufenden Hauptsponsoring von Evonik generiert Dortmund rund 200 Millionen Euro.

asi/sid



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Bruzzel 27.06.2014
1. RB L + hoffenheim = BVB
Zitat von sysopDPAGroßer Coup für Borussia Dortmund: Der Hauptsponsor Evonik wird neuer Anteilseigner der BVB AG. Insgesamt kauft das Unternehmen neun Prozent der Anteile - und verlängert den Sponsorenvertrag. http://www.spiegel.de/sport/fussball/fussball-bundesliga-evonik-kauft-anteile-von-borussia-dortmund-a-977835.html
Toll. Die nächste "Werkself". Gut, daß es noch Clubs gibt, die als eingetragene Vereine Ihren Beitrag für die Region und nicht nur für Aktionäre liefern. In diesem Sinne: Blau und Weiß ein Leben lang :P
spon-forist2 27.06.2014
2. Also wirklich...
... und ich dachte immer, bei der Borussia regiert einzig und allein die Liebe zum Sport. Und an alle ungläubigen BVB-Fans: Wacht auf! Der Fußball hat schon lange nichts mehr mit Tradition am Hut, der BTSV hat die Kommerzialisierung mit Jägermeister angefangen, der BVB sie mit der Gründung einer AG fortgesetzt und solche traditionsreichen Gründungsmitglieder der Bundesliga wie Preußen Münster und der FC Saarbrücken ziehen nunmal nicht genügend Leute an, sodass es um die Attraktivität einiger "Traditionsvereine" auch eher schlecht aussieht. Und um Mannschaften wie dem BVB und dem FC Schalke Konkurrenz zu bieten, müssen solche Clubs, die noch nicht seit 40 Jahren erstklassig spielen, etwas tiefer in die Tasche greifen (und bei der Misswirtschaft wie sie in Wolfsburg teilweise herrschte, eben noch etwas tiefer). Ich weiß nicht, was passiert wäre, wenn der FC Bayern den Dortmundern damals nicht ausgeholfen hätte, aber was bei chronischer Geldknappheit passieren kann, sieht man ja an Alemannia Aachen. Ohne Geld geht im heutigen Profifußball nunmal nichts, und deswegen sehe ich den Verkauf der Aktien auch als richtigen Schritt, um seine Konkurrenzfähigkeit in diesem Geschäft zu erhalten. Der romantischen Vorstellung von Fußball, die einige noch haben mögen, entspricht es natürlich nicht - diese sollten dann aber nicht nur auf den VfL Wolfsburg oder die TSG Hoffenheim raufhauen, sondern die Verhältnisse bei anderen Vereinen auch berücksichtigen.
labbimen 27.06.2014
3. Hoffentlich
verwendet der BVB die zusätzlichen Mittel, um Marco Reus die Ausstiegsklausel abzukaufen und Gündogan langfristig an den Verein zu binden.
cmann 27.06.2014
4. Nun lieber Herr Watzke,
Zitat von sysopDPAGroßer Coup für Borussia Dortmund: Der Hauptsponsor Evonik wird neuer Anteilseigner der BVB AG. Insgesamt kauft das Unternehmen neun Prozent der Anteile - und verlängert den Sponsorenvertrag. http://www.spiegel.de/sport/fussball/fussball-bundesliga-evonik-kauft-anteile-von-borussia-dortmund-a-977835.html
ist aber Schluss mit dem Gerede vom "armen, armen Arbeiterverein" und dem ganzen hohlen Geschwätz über Finanzen und den ständigen Attacken gegen andere Vereine die ja nur wegen der finanziellen Unterstützung von "Konzernen" in der BL sind. Wie man sieht ist der BvB keinen Deut besser als die seinerzeit von Watzke so heftig kritisierten. Irgendwann fliegt auch der "Scheinheiligste" auf.
kibo01 27.06.2014
5. Haha
Na blau- Weiß hängt doch am Tropf vom Schlachter und Putins Gas .Auch in D sind die Vereine von der Wirtschaft abhängig . Da ist Bayern ( Adidas und Audi ) , Wolfsburg mit der Hausmarke usw.
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