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Bundesliga-Schiedsrichter: "Insgesamt unzufrieden"

Ex-Schiedsrichter Merk: "Durchaus ein kleiner Machtkampf" Zur Großansicht
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Ex-Schiedsrichter Merk: "Durchaus ein kleiner Machtkampf"

Der ehemalige Weltklasse-Referee Markus Merk erhebt Vorwürfe gegen das deutsche Schiedsrichterwesen. Vor allem an der Spitze herrsche ein "kleiner Machtkampf" zwischen Herbert Fandel und Hellmut Krug.

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Der frühere Spitzenschiedsrichter Markus Merk sieht die Bundesliga-Referees in der Krise. "Es stimmt nicht mehr in diesem Umfeld. Die Schiedsrichter sind insgesamt unzufrieden, da ist Handlungsbedarf da", sagte der 53-Jährige als Sky-Kommentator zum Rücktritt von Schiedsrichter-Chef Herbert Fandel. Merk sieht auch Differenzen zwischen DFB-Mann Fandel und Hellmut Krug, dem Schiedsrichter-Boss bei der Deutschen Fußball Liga: "Auch wenn beide es dementieren, das ist durchaus ein kleiner Machtkampf."

Fandel hatte ein Zerwürfnis bestritten. "Mit Hellmut Krug habe ich in den zurückliegenden sechs Jahren sehr gut und vertrauensvoll zusammengearbeitet", wurde der 51-Jährige in einer Mitteilung des Deutschen Fußball-Bunds am Freitag zitiert. Auch Krug betonte, zwischen ihm und Fandel habe es keinen Machtkampf innerhalb des Schiedsrichter-Ausschusses gegeben: "Das ist dummes Zeug. Wir sind nicht immer einer Meinung. Aber wir hatten sechs Jahre ein komplett vertrauensvolles Verhältnis."

"Die Schiedsrichter haben keinen Ansprechpartner"

Aus Merks Sicht ist eine Auflösung der Doppelspitze für eine Verbesserung der Lage dennoch unverzichtbar. "Das ist keine einfache Situation mit DFB/Fandel auf der einen und DFL/Krug auf der anderen Seite. Beide streben auch nach Macht, deswegen sollten DFB und DFL im Sinne der Schiedsrichter nach einer gemeinsamen Lösung suchen", sagte Merk.

Krug werden einseitige Bewertungen vorgehalten, Merk sagt: "Er wird bei den Schiedsrichtern sehr kritisiert. Er hat eine exklusive Meinung und lässt nicht mit sich diskutieren und bewertet uneinheitlich." Allerdings warf der frühere Weltschiedsrichter auch Fandel, der am vergangenen Donnerstag seinen Rücktritt zum Sommer "aus persönlichen Gründen" angekündigt hatte, Versäumnisse vor: "Die Schiedsrichter haben keinen Ansprechpartner. In den letzten Jahren wurde auch nicht geschafft, mehr Nachwuchs schneller an die Spitze zu bringen."

Derweil hat Ex-Bundesliga-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer mehr Rückendeckung für die Referees gefordert. "Wir brauchen neue Strukturen und mir fehlt auch jemand, der die Schiris in der Öffentlichkeit vertritt", sagte er der "Bild am Sonntag". "Wenn ein Bayern-Star unter Beschuss gerät, dann stellt sich zum Beispiel Matthias Sammer sofort vor ihn. Wer macht das bei den Referees? Da kommt gar nichts."

Zusammengefasst: Herbert Fandel und Hellmut Krug sind für die deutschen Schiedsrichter zuständig, Fandel von DFB-Seite, Krug bei der DFL. Diese Situation führt laut dem Ex-Schiedsrichter Markus Merk zu einem Machtkampf zwischen Verbänden sowie Fandel und Krug. Darunter leiden vor allem die Bundesliga-Referees.

luk/sid/dpa

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insgesamt 18 Beiträge
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1.
rewerb 24.01.2016
Ich will Herrn Merk (nicht Merkel wie im Text) ja nix unterstellen, aber für mich klingt das so, als würde sich da jemand ziemlich plump für einen (sicher gutbezahlten) Posten selbst anbieten.
2.
TheBlind 24.01.2016
Was soll dieser Quatsch, Herr Merk ist doch auch nur ein Teil des Problemes. Fakt ist, die deutsche Schiedsrichterguilde ist nicht mal mehr Amateurliga, Thekenliga wohl eher. Und wenn jetzt sich einige ehemalige Schiedsrichter, in der Hoffnung ihr Ego, welches sie schon damals auf dem Platz in den Vordergrund geschoben haben, aufzuhübschen indem sie sich all die Macht des Verbandes aneignen wollen, ist dann auch nur folgerichtig und konsequent. Das Ganze ist nur noch dekadent.
3. Schwache Schiris
axelmueller1976 24.01.2016
Dieses Schiri-Problem zeigt sich doch schon länger in fast allen BL-Spielen. Da gibt es keine einheitliche Linie bei klaren vergehen, die Schiris entscheiden nach Lust und Laune. Da werden Schiris für Spiele eingeteilt für welche sie keine Eignung haben. Es fehlt an einer sehr guten Schulung.Denn die Vereine und Spieler müssen die Fehler ausbaden.
4.
quertreiber-30er_baujahr 24.01.2016
Niemand sollte die Referees in öffentlich vertreten und deren Fehler abwiegeln, solange solche Fehler wie beim HSV passieren.
5. Der Merk schon wieder
Mierz 24.01.2016
In Ermangelung eines Postens beim DFB hat sich Herr Merk Sky angedient. Seine Echtzeit-Beurteilung von Schiedsrichtern anhand von Zeitlupe und Superzeitlupe während des laufenden Spiel ist für mich höchst fragwürdig. Sieht er sich jetzt als Retter der Schiedsrichter?
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