Bundesliga Augsburgs Finnbogason überragt gegen Mainz

Zwei umstrittene Handelfmeter und ein schöner Spielzug: Augsburgs Stürmer Alfred Finnbogason war mit drei Toren der Held gegen Mainz 05.

Finnbogason jubelt mit Hahn und Gregoritsch
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Finnbogason jubelt mit Hahn und Gregoritsch


Der FC Augsburg hat die Punkte 16, 17 und 18 gesammelt - dank Alfred Finnbogason. Der Stürmer schoss alle drei Tore beim 3:0 (2:0) gegen Mainz 05. Augsburg ist zum Abschluss des 20. Spieltags Tabellen-15., Mainz liegt mit weiter 27 Punkten auf Platz elf.

Im Schneetreiben von Augsburg bestimmte neben Finnbogason noch Schiedsrichter Sören Storks das Geschehen. Zweimal entschied Storks auf Handspiel von Mainz, zweimal verwandelte Finnbogason den Elfmeter.

Daniel Brosinski war nach Storks Ansicht Schuld am ersten Pfiff gewesen. Der Mainzer Kapitän hatte eine Flanke von Augsburgs Dong-Won Ji an den Arm bekommen. Nachdem die Mainzer Proteste abgeklungen waren, verwandelte Finnbogason den Strafstoß (8. Minute).

Müller bewahrt Mainz vor Schlimmerem

In der 32. Minute war Moussa Niakhaté der unglückliche Mainzer. Der Abwehrspieler hatte einen Kopfball mit dem Arm touchiert, Storks wurde per Signal darauf aufmerksam gemacht und entschied nach Zeitlupenstudium erneut auf Elfmeter. Finnbogason ließ Florian Müller im Mainzer Tor erneut keine Chance (33.).

Müller hatten die 05er es zu verdanken, dass sie nicht schon zur Halbzeit deutlicher zurücklagen. Der Torhüter parierte stark gegen Michael Gregoritsch (32.) und in der Nachspielzeit nochmal gegen Finnbogason (45.+3). Der Isländer musste bis zur 54. Minute warten, dann durfte er zum dritten Mal jubeln. Nach schönem Zusammenspiel mit Jan Moravek traf Finnbogason zum 3:0-Endstand.

Danach erspielte sich Augsburg noch eine Reihe guter Chancen, doch entweder die Spieler scheiterten an sich selbst, wie der eingewechselte Sergio Córdova, der neben das Tor schoss (78.). Oder Müller parierte, wie gegen Jonathan Schmid (66.) und Gregoritsch (81.).

FC Augsburg - FSV Mainz 05 3:0 (2:0)
1:0 Finnbogason (8., Handelfmeter)
2:0 Finnbogason (34., Handelfmeter nach Videobeweis)
3:0 Finnbogason (54.)
Augsburg: Kobel - Schmid, Khedira, Danso, Stafylidis - Moravek (87. Oxford), Baier - Hahn, Ji (67. Koo) - Gregoritsch, Finnbogason (76. Cordova)
Mainz: Florian Müller - Brosinski, Alexander Hack, Niakhate, Martin - Gbamin - Baku (73. Onisiwo), Latza (44. Maxim) - Boetius - Mateta (58. Ujah), Quaison
Schiedsrichter: Sören Storks
Zuschauer: 25.733
Gelbe Karte: - Maxim (2)

luk



insgesamt 3 Beiträge
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skeptikerjörg 03.02.2019
1. Heiteres Elfmeterraten
Den ersten Elfmeter für Augsburg kann man geben, keine Frage. Wenn aber das Handspiel von Brosinski strafbar und daher elfmeterwürdig war, dann war es das Handspiel von Hummels gestern in Leverkusen auch. Sorry Leute, aber was die Schiedsrichter in dieser Saison mit ihren Entscheidungen für oder gegen Elfmeter mit Spielern und Zuschauern treiben, ist reine Willkür, ja ist Verarscherei. Und wenn nicht Regelkommission und Schiedsrichterschulung ganz schnell zu einer eindeutigen und einheitlichen Regel kommen, werden sie zu den Totengräbern des Fußballs. Ball springt vom Knie an den ausgestreckten Arm, Torschuss aufgehalten = kein Elfmeter. Ball springt von der Brust an den ausgestreckten Arm, Flanke verhindert = Elfmeter. Ok, einmal Bayern und einmal nur Mainz. Ist halt ein Unterschied. Soll aber alles nicht in Frage stellen, dass Augsburgs Sieg verdient war.
norobato 03.02.2019
2. eindeutige Regel?
Wie kann man denn z.B. bei der Frage "absichtliches Handspiel" zu einer eindeutigen Regel kommen? Da wird es immer einen Ermessensspielraum geben müssen. Mich nervt schon das Millimeter-Gezerre beim Abseits in der Video-Überprüfung, aber das ist ein anderes (unlösbares?) Thema. Hat der Stürmer wirklich einen entscheidenden Vorteil, wenn sein großer Zeh 3 Millimeter im Abseits ist?
skeptikerjörg 04.02.2019
3.
Zitat von norobatoWie kann man denn z.B. bei der Frage "absichtliches Handspiel" zu einer eindeutigen Regel kommen? Da wird es immer einen Ermessensspielraum geben müssen. Mich nervt schon das Millimeter-Gezerre beim Abseits in der Video-Überprüfung, aber das ist ein anderes (unlösbares?) Thema. Hat der Stürmer wirklich einen entscheidenden Vorteil, wenn sein großer Zeh 3 Millimeter im Abseits ist?
Sind zwei Paar verschiedene Schuh. Abseits ist Abseits, ob 10 cm oder 2 Meter speilt keine Rolle. Strafbares Handspiel ist zur Zeit eine Lotterie, pure Willkür. Und es geht nicht um "absichtliches" Handspiel, sondern um strafbares Handspiele. Der fallende Spieler, der sich mit dem Arm abstützen will und dabei den Ball aufhält, tut das auch nicht absichtlich. Eindeutige Regel unmöglich? Siehe Fuß bei Hockey. Jede Fußberührung im Schusskreis durch einen Abwehrspieler führt zum Penalty, egal, ob angeschossen, ob der Spieler steht oder sich bewegt. Jeder Spieler weiß das und versucht, es zu vermeiden. Analog wäre jede Hand im Strafraum Strafstoß. Aber selbst angelegter Arm = straffrei und ausgestreckter Arm = Strafstoß wäre eindeutig.
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