Fußball-Bundesliga Augsburg stellt Caiuby frei

Der Brasilianer Caiuby fehlte wiederholt zum Vorbereitungsstart, fuhr dazu auch noch ohne Ticket Bahn - und darf sich jetzt einen neuen Klub suchen.

Caiuby
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Der FC Augsburg hat seinen Spieler Caiuby mit sofortiger Wirkung freigestellt. Der Brasilianer hatte zuvor aus privaten Gründen die gesamte Wintervorbereitung verpasst - und war erst in den vergangenen Tagen nach Augsburg zurückgekehrt.

"Grundsätzlich bringen wir Verständnis für private Probleme auf, können aber das Gesamtverhalten von Caiuby nicht nachvollziehen und tolerieren", wird Augsburgs Geschäftsführer Stefan Reuter auf der Klubwebsite zitiert. "Mit seiner Handlungsweise schadet er dem FC Augsburg und vor allem der Mannschaft, die ihn trotz einiger Verfehlungen immer unterstützt hat."

In einem Interview in Brasilien hatte Caiuby bereits von einem Wechsel zurück in sein Heimatland gesprochen. Dieser Wunsch könnte sich jetzt erfüllen. Er könne sich einen neuen Verein suchen, heißt es in der Mitteilung weiter. Auch könne er individuell im Klub trainieren.

Der 30-Jährige war 2014 vom FC Ingolstadt nach Augsburg gewechselt und hatte sich in der Mannschaft als Leistungsträger etabliert. In der Hinrunde kam er in 14 Spielen auf nur ein Tor - und sorgte vor allem neben dem Platz für Schlagzeilen.

Bereits zur Sommervorbereitung war der Brasilianer zu spät nach Augsburg zurückgekehrt und wurde daraufhin mit einer Geldstrafe belegt. Im Oktober wurde er zu einer fünfstelligen Geldstrafe verurteilt, weil er beim Bahnfahren ohne Ticket erwischt worden war.

Zuvor hatte der FC Augsburg bereits mitgeteilt, dass der ehemalige Nationalspieler Jens Lehmann als Co-Trainer verpflichtet wurde. Er soll den abstiegsbedrohten Augsburgern im Abstiegskampf helfen.

hba/sid/dpa

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insgesamt 6 Beiträge
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Seite 1
ekel-alfred 29.01.2019
1. Es wird Zeit
das die Fifa, Uefa, DFB neue Regeln aufstellen. Es kann doch nicht sein, das Vereine Millionen an Transfersummen ausgeben und der Spieler sich dann wegstreiken kann. Hier muss eine mehrjährige Sperre erfolgen, sonst machen diese Beispiele Schule, Caiuby ist ja nicht der Erste.
mantrid 29.01.2019
2. Untragbarer Profi
In einer solchen Situation für den Verein sich solche Extravaganzen herauszunehmen, offenbart charakterliche Defizite. Auf solche Typen ist in der Not kein Verlass. Augsburg macht es daher genau richtig. Jeder Verein muss wissen, ob er sich mit solchen Söldner-Typen einlässt. Ein positives Beispiel ist Lewandowski. Trotz Wechselgelüsten sowohl beim BVB, als auch jüngst bei den Bayern liefert er ab. Ein echter Profi eben.
sh.stefan.heitmann 29.01.2019
3.
Zitat von ekel-alfreddas die Fifa, Uefa, DFB neue Regeln aufstellen. Es kann doch nicht sein, das Vereine Millionen an Transfersummen ausgeben und der Spieler sich dann wegstreiken kann. Hier muss eine mehrjährige Sperre erfolgen, sonst machen diese Beispiele Schule, Caiuby ist ja nicht der Erste.
1. Der Spieler kann nichts für die Transfersumme also hat er damit auch null komma nix am Hut 2. Der Spieler ist ein angestellter wenn er will kann er jederzeit kündigen Die Spieler sind kein Eigentum des Vereins sondern Angestellte.
cs01 29.01.2019
4.
Zitat von sh.stefan.heitmann1. Der Spieler kann nichts für die Transfersumme also hat er damit auch null komma nix am Hut 2. Der Spieler ist ein angestellter wenn er will kann er jederzeit kündigen Die Spieler sind kein Eigentum des Vereins sondern Angestellte.
Nein, das ist so nicht richtig. Ein Spieler unterschreibt einen befristeten Vertrag, dieser kann eben nicht jederzeit gekündigt werden, sondern beide Seiten sind bis Fristende an ihn gebunden. Nur wenn man sich einigt, kann er vorher aufgelöst werden. Und daher kann sehr wohl der Spieler etwas für seine Ablösesumme, da dies die Entschädigung dafür ist, dass der Verein den Vertrag vorzeitig auflöst, auf Wunsch des Spielers der wechseln möchte. Nur ihr letzter Satz ist richtig, daraus folgt allerdings, dass auch der Spieler Pflichten hat.
jens109 29.01.2019
5. Freistellen = Kündigen?
Also hat der Verein ihm ohne weitere Bezüge gekündigt oder bekommt er weiterhin Gehalt fürs nixtun? Letzteres wäre ja ein voller Erfolg für ihn.
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