Teuerster Bundesliga-Transfer: FC Bayern holt Martínez für 40 Millionen Euro

Lange zogen sich die Verhandlungen hin, nun ist der Wechsel perfekt: Der FC Bayern hat seinen Wunschspieler Javier Martínez von Athletic Bilbao für fünf Jahre verpflichtet. Mit 40 Millionen Euro ist es der teuerste Transfer der Bundesliga-Geschichte.

DPA

Hamburg - Der teuerste Transfer in der Bundesliga-Geschichte ist perfekt: Javier Martínez wechselt für 40 Millionen Euro von Athletic Bilbao zu Bayern München. Das bestätigte der Rekordmeister am Mittwochabend auf seiner Internetseite.

Die Ablöse war in Martínez' Vertrag festgeschrieben. "Natürlich ist das eine hohe Summe", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, "aber der Spieler beteiligt sich indirekt daran. Er hat auf hohe Summen bei seinem Gehalt verzichtet." Laut Medienberichten sollen das zehn Millionen Euro sein.

Der 23-Jährige unterschrieb einen Fünfjahresvertrag bis zum 30. Juni 2017. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch war er in München eingetroffen und hatte in der Praxis von Vereinsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt den obligatorischen Medizincheck absolviert - ohne dafür von Bilbao die Freigabe erhalten zu haben.

"Habe sehr lange warten müssen"

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Javier Martínez: Bayerns teurer Spanier
Am Mittwochnachmittag ging dann alles ganz schnell. Nachdem Martínez seinen Vertrag bei Bilbao gekündigt hatte, kaufte sich der Spanier in Begleitung von Michael Gerlinger, Direktor Recht des FC Bayern, durch die Hinterlegung der festgeschriebenen Ablösesumme aus dem Vertrag. Der spanische Fußballverband RFEF und der spanische Ligaverband LFP "haben daraufhin die Freigabe von Javi Martínez für den FC Bayern München erteilt", gaben die Münchner bekannt.

"Ich bin sehr glücklich und freue mich darauf, bei einem Club mit einer derartigen Historie zu spielen", sagte Martínez, der die Trikotnummer acht bekommt: "Ich habe sehr lange darauf warten müssen. Endlich ist die Wartezeit vorbei."

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Millionen für Spieler: Die teuersten Bundesliga-Transfers
Der Transfer hatte sich in den vergangenen Wochen immer wieder verzögert. Fast täglich gab es neue Wasserstandsmeldungen: Mal verkündete Bayern-Präsident Uli Hoeneß, dass der Aufsichtsrat "grünes Licht" gegeben habe; dann war aus München zu vernehmen, dass es schlecht aussehe, weil Bilbao nicht zu Verhandlungen bereit sei. Nun hat es doch noch geklappt - zwei Tage vor dem Ende der Wechselperiode. "Dies war ohne Frage ein komplizierter Transfer," sagte Rummenigge: "Umso glücklicher sind wir, dass er nun endlich bei uns ist."

Seine Verpflichtung ist der vorläufige Höhepunkt der bayerischen Einkaufstour in diesem Sommer. Nach zwei Spielzeiten ohne Titel wollen die Münchner in dieser Saison mit neuem Personal zurück an die Spitze. Nach Dante (Borussia Mönchengladbach/fünf Millionen Euro), Torhüter Tom Starke (1899 Hoffenheim/ablösefrei), Mario Mandzukic (VfL Wolfsburg/13 Millionen Euro), Xherdan Shaqiri (FC Basel/zwölf Millionen Euro), Claudio Pizarro (Werder Bremen/ablösefrei) und Mitchell Weiser (1. FC Köln/0,5 Millionen Euro) ist Martínez der siebte Zugang beim Champions-League-Finalisten.

Insgesamt haben die Bayern damit rund 70 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben - nur 2009 investierten sie noch mehr. Damals kamen Mario Gomez, Arjen Robben, Anatoli Timoschtschuk, Danijel Pranjic und Edson Braafheid für insgesamt 75 Millionen Euro. Dem standen damals aber immerhin Einnahmen von mehr als 25 Millionen Euro für Lukas Podolski, Mats Hummels, Lúcio und Tim Borowski gegenüber. Bislang war Gomez, der für 30 Millionen Euro vom VfB Stuttgart kam, der teuerste Zugang der Münchner und wurde in dieser Kategorie nun von Martínez abgelöst.

Bilbao hatte den damals 17-Jährigen im Sommer 2006 für sechs Millionen Euro von CA Osasuna verpflichtet. Dort wurde er auf Anhieb zum Stammspieler. Ab der U17 hat er sämtliche Jugendnationalteams seines Landes durchlaufen. Im Mai 2010 absolvierte er sein erstes A-Länderspiel für Spanien. Seither lief er achtmal für die Nationalelf auf. Bei der WM 2010 und der EM 2012 wurde er jeweils einmal in Vorrundenspielen eingewechselt. Martínez kann sowohl im defensiven Mittelfeld als auch in der Innenverteidigung eingesetzt werden.

syd/ham/bka

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1. Müssen wir sowas verstehen?
fatalismo44 29.08.2012
Mal ehrlich - Leistung muss sich doch lohnen! Da kauft ein Fußballclub einfach mal so für 40 Millionen Euro einen neuen Trainer - vermutlich schmeißt der gleich Club just denselben Trainer vor's Stadiontor, bringt der nicht die erwarteten Punkte. Mit 40 Millionen kann man 160 erstklassige Ärzte alimentieren. In welcher Welt lebe ich eigentlich?
2. Buyearn München
HeinrichMatten 29.08.2012
Zitat von sysopLange zogen sich die Verhandlungen hin, nun ist der Wechsel perfekt: Der FC Bayern hat seinen Wunschspieler Javier Martínez von Athletic Bilbao verpflichtet. Mit 40 Millionen Euro ist es der teuerste Transfer der Bundesliga-Geschichte. Fußball-Bundesliga: FC Bayern holt Javi Martinez von Athletic Bilbao - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,850330,00.html)
Vielleicht sind sie verrückt geworden...
3.
bobflag 29.08.2012
Zitat von fatalismo44Mal ehrlich - Leistung muss sich doch lohnen! Da kauft ein Fußballclub einfach mal so für 40 Millionen Euro einen neuen Trainer - vermutlich schmeißt der gleich Club just denselben Trainer vor's Stadiontor, bringt der nicht die erwarteten Punkte. Mit 40 Millionen kann man 160 erstklassige Ärzte alimentieren. In welcher Welt lebe ich eigentlich?
Der FC Bayern zahlt knapp 120 Millionen Euro Steuern per Anno, damit kann man dann sogar 480 ......., JEDES Jahr. !!!
4.
fiutare 29.08.2012
Sind wir von den Bayern doch gewöhnt. Ich sag nur: Koan Titel!!
5. Alte Unke
joschitura 29.08.2012
Man mag mich als alte Unke abtun, aber ich hab kein gutes Gefühl... Für Gomez 30 Millionen - und wir wissen ja, wie das ausging. Für einen unbekannten Spanier (jaja, ich weiß, die "Fussballkenner" kennen ihn, seit er aus den Windeln raus ist!) 40 Millionen - das kann sich einfach nicht auszahlen. Da müßte der Typ schon drei Lungen und hinten Augen haben...Aber wir ham ja alle schon mal Geld ausgegeben und uns hinterher geärgert.
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