Fußball-Bundesliga Schalke punktet zu zehnt, Stuttgart verliert bei Hitzlsperger-Debüt

Handelfmeter - ja oder nein? Das war in der Bundesliga mal wieder das Thema des Tages. Auf Schalke wurden zwei vermeintliche Strafstöße nicht gegeben. Dafür gab es zwei Platzverweise.

FRIEDEMANN VOGEL/EPA-EFE/REX

FC Schalke 04 - SC Freiburg 0:0 (0:0)

Am 22. Bundesliga-Spieltag hat der FC Schalke trotz mehr als 50-minütiger Unterzahl gegen den SC Freiburg zumindest einen Punkt geholt. Im Duell zweier Tabellennachbarn (14. gegen 13.) sah Suat Serdar kurz vor der Pause nach einem brutalen Foul an Mike Frantz die Rote Karte (42.). In der Nachspielzeit flog auch der Freiburger Christian Günter mit Gelb-Rot vom Platz (90.+2).

Beide Teams hätten je einen Handelfmeter zugesprochen bekommen können, nach Videostudium entschied sich Schiedsrichter Frank Willenborg aber jeweils dagegen, den Strafstoß zu geben. In der ersten Hälfte hatte Lukas Kübler den Ball aus kurzer Distanz an die Hand bekommen (33. Minute), in der Schlussphase war Omar Mascarell bei einer Hereingabe angeschossen worden (83.). Bei der Szene mit Mascarell hatte Willenborg schon auf den Punkt gezeigt, nahm den Elfmeter nach Rücksprache mit dem Videoassistenten und nach Ansicht der Zeitlupen wieder zurück.

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Fußball-Bundesliga: Sonne, Tore, Rote Karten

VfB Stuttgart - RB Leipzig 1:3 (1:1)

Auch unter dem neuen Sportvorstand Thomas Hitzlsperger bleibt sich der VfB Stuttgart treu: Gegen RB Leipzig haben die Schwaben zum siebten Mal in Folge nicht gewonnen, sondern die 14. Saison-Niederlage eingefahren. Nur Hannover hat genauso oft verloren und bleibt deswegen noch hinter dem VfB, der nach wie vor auf dem Relegationsrang steht. Leipzig ist Tabellenvierter.

Das Spiel begann aus Stuttgarter Sicht denkbar schlecht. Nach Vorarbeit von Emil Forsberg brachte Yussuf Poulsen die Gäste früh in Führung (6.). Für den Ausgleich sorgte Steven Zuber per sicher verwandeltem Elfmeter (16.). Zuvor hatte Mario Gomez den Ball aus kurzer Distanz an den ausgestreckten Arm von Willi Orban geköpft. In der zweiten Hälfte entschied RB die Partie durch einen direkt verwandelten Freistoß von Marcel Sabitzer (68.) und Poulsens zweiten Treffer des Tages (74.). Der vermeintliche Anschlusstreffer durch Gomez wurde zu Recht wegen Abseits nicht anerkannt (84.).

TSG Hoffenheim - Hannover 96 3:0 (2:0)

Die TSG Hoffenheim hat ihre Ambitionen auf die Teilnahme am europäischen Wettbewerb mit einem Pflichtsieg gegen den Tabellenvorletzten Hannover 96 untermauert. Das 1:0 fiel im Anschluss an eine Ecke der Hannoveraner. Nach einem langen Ball köpfte 96-Verteidiger Julian Korb den Ball direkt in den Lauf von Joelinton, der im Anschluss Torwart Michael Esser tunnelte (4.). Zehn Minuten später erhöhte Ishak Belfodil, indem er eine Freistoßflanke von Kerem Demirbay mit der Schulter über Esser ins lange Eck beförderte (14.).

In der zweiten Hälfte hätte Hoffenheim noch weitere Tore erzielen müssen, doch Esser parierte gut gegen Belfodil (49. und 54.) sowie Nico Schulz (57.). Zudem traf Schulz die Latte (55.), Joelinton verfehlte das leere Tor (57.). Hannover erspielte sich kaum eigene Gelegenheiten. Für den Endstand sorgte Kerem Demirbay in der 80. Minute. Am Ende standen 27 Abschlüssen der TSG nur sechs Schüssen der Gäste gegenüber. 96 hat jetzt zwei von drei Spielen unter Trainer Thomas Doll verloren.

VfL Wolfsburg - FSV Mainz 05 3:0 (1:0)

Der VfL Wolfsburg hat Mainz 05 die dritte Niederlage in Folge beigebracht. Die Tore für die Gastgeber erzielten Maximilian Arnold mit einem platzierten Distanzschuss (4.), Wout Weghorst per Handelfmeter (69.) und Robin Knoche im Anschluss an eine Freistoßflanke (76.). Durch den Sieg springt Wolfsburg zumindest für eine Nacht auf Platz fünf, kann aber am Sonntag wieder von Frankfurt und Leverkusen überholt werden. Mainz bleibt Elfter.

mmm



insgesamt 9 Beiträge
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kepplerd 16.02.2019
1. Bitte absteigen Hannover!
selten eine derart unterirdische Leistung eines Bundesligisten gesehen. Absolut wehr- und hilflos. Wenn Hoffenheim nicht gefühlt 20 100% Chancen liegen gelassen hätte, wäre das Spiel zweistellig verloren gegangen.
smajl11 16.02.2019
2. Arme Freiburger
Immer wieder wird gegen Freiburg gepfiffen. In Stuttgart beim 1zu 0 für Freiburf hätten Sie Elfemeter bekommen müssen und Pavard die Rote karte, dann hätten Sie 2 Punkte mehr. Heute Penalty annuliert - wieder zwei Punkte verloren. Usw. Vor ein paar Jahren auch solche krasse Fehlentscheidungen und am Ende musste Freiburg in die zweite Liga. TRAURIG. Hummels darf sich so breit machen wie er will, es wird für die Bayern gepfiffwn und genetell gegen Freiburg. Schade. Ist DFB neutrall?
didohaun 16.02.2019
3. VfB muss gegen andere Punkte holen
obwohl gegen die spielerisch besseren Leipziger heute ein Punkt möglich war. Trotz verbesserter Einstellung war man wieder mal deutlich weniger unterwegs als der Gegner. Das man über die gesamte Saison weg zu den laufschwächsten BL Teams gehört, das sollte doch zu Denken geben. Da hat man in der kurzen Winterpause wohl nichts verbessert, was dem Trainerteam anzulasten ist.
twominus 16.02.2019
4. .....nicht zu vergessen....
.....das aberkannte 4 zu 3 von Freiburg gegen Wolfsburg......
derhey 16.02.2019
5. Verlieren
ist an und für sich keine Schande - es kommt darauf an, auf welche Art man verliert (VfB). Laufen, Kämpfen ist bei VfB nicht gerade die Stärke der Mannschaft.
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