Pleite in Düsseldorf Zehnte Niederlage für Stuttgart unter Weinzierl

Auch gegen Fortuna Düsseldorf konnte der VfB Stuttgart nicht gewinnen - mal wieder. Der Aufsteiger siegte unter anderem durch ein Traumtor - und verabschiedet sich vorerst aus dem Abstiegskampf.

Oliver Fink (l.)
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Oliver Fink (l.)


Der Stuttgarter Negativlauf geht weiter: Der VfB hat auch im sechsten Spiel in Folge nicht gewonnen - und unterlag Fortuna Düsseldorf 0:3 (0:1). Dabei zeigten die Stuttgarter gegen den Aufsteiger eine erschreckend schwache Offensivleistung. Die Tore für die Fortuna erzielten Kenan Karaman (34. Minute), Oliver Fink, der den Ball aus 20 Metern in den rechten Winkel schlenzte (49.), und Benito Raman (85.). Stuttgarts Nicólas González sah nach einer Tätlichkeit die Rote Karte (90.+3).

Stuttgart steht weiter auf dem Relegationsplatz, hat nach zehn Niederlagen aus 14 Spielen unter Trainer Markus Weinzierl aber nur noch einen Punkt Vorsprung auf den Vorletzten Hannover 96. Düsseldorf hat durch den Sieg nun zehn Punkte Vorsprung auf den VfB - und rückt auf den zwölften Tabellenrang vor.

In der ersten Hälfte bestimmten die Gastgeber die Partie - und kamen vor allem durch den schnellen Dodi Lukebakio zu aussichtsreichen Abschlussmöglichkeiten. Seine Flanke köpfte Karaman an Stuttgarts Torhüter Ron-Robert Zieler vorbei ins Tor.

Weinzierl wechselte offensiv und brachte in Anastasios Donis einen weiteren Mittelstürmer - Mario Gomez fehlte wegen einer Rotsperre. Gefährlich wurde Stuttgart dadurch aber nicht. Zwar flogen regelmäßig gefährliche Freistöße in den Düsseldorfer Fünfmeterraum, den Ausgleichstreffer schaffte Stuttgart aber nicht.

Oliver Fink (r.)
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Oliver Fink (r.)

Fink legte kurz nach der Pause mit einem Traumtor für die Fortuna nach (49.). Nach einem Pass von Kevin Stöger erzielte Raman das 3:0 - es war das 47. Stuttgarter Gegentor in dieser Saison. Der VfB stellt damit die schlechteste Defensive der Bundesliga. Der unrühmliche Abschluss: Stuttgarts González sah nach einer Tätlichkeit gegen Düsseldorfs Innenverteidiger Kaan Ayhan die Rote Karte.

Fortuna Düsseldorf - VfB Stuttgart 3:0 (1:0)
1:0 Karaman (34.)
2:0 Fink (49.)
3:0 Raman (85.)
Düsseldorf: Rensing - Matthias Zimmermann, Ayhan, Kaminski, Gießelmann - Bodzek - Stöger, Fink (65. Morales) - Zimmer (76. Raman), Lukebakio - Karaman (82. Hennings)
Stuttgart: Zieler - Pavard, Kabak, Kempf, Emiliano Insua - Ascacibar, Gentner (64. Thommy) - Esswein (82. Akolo), Didavi, Zuber (46. Donis) - González
Zuschauer: 40.211
Schiedsrichter: Christian Dingert
Gelbe Karten: Kaminski, Stöger, Ayhan - Pavard, Esswein, Ascacibar, Kabak
Rote Karte: González

hba



insgesamt 31 Beiträge
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oskarlafrontal 10.02.2019
1. Da wird noch Fussball mit Herz gespielt
und die vorab als sicherer Abstiegskandidat Nummer 1 gehandelte Fortuns steht auf Platz 12, trotz der Vorstandsattacke gegen den alten Trainerfuchs Funkel, der alles, aber auch wirklich alles richtig macht. Lektion gelernt, Herr Pfannenstiel?
sapiens-1 10.02.2019
2. Morbus Cannstatt
Ein Verein ohne Plan, ohne Personal, gesichtslos und sich selbst überschätzend. Das ist der VfB nun schon seit Jahren. Was hat solch ein Verein in der Bundesliga zu suchen? Nichts. Konnte man früher wenigstens noch auf die Jugend zählen, hat man diese seit Jahren vernachlässigt. Die guten Jugendtrainer sind wo? Richtig, bei Rangnick in Leipzig. Stattdessen versucht man, wie diese Woche zu lesen war, Jugendarbeit ala Kasernenhof einzuführen, das sagt doch alles. Scouting? Negativ, man kauft für ein Viertel der Summe, die der Börsengang gebracht hat einen Spieler, dem der Trainer Unlust und schlechte Eigeninitiative bescheinigt...symptomatisch für den VfB 2018/19. Vielleicht schaute man sich mal in der Region um, führe mal eher auf die Alb als in die Anden, aber da sind die Reisen nicht so schön...ich hoffe sie verlieren die Barrage gegen Heidenheim!
peterw 10.02.2019
3. Nicht der Trainer
Reschke sollte gehen, nicht der Trainer. Mehr verbocken kann man doch kaum. Keine Spur mehr von frischem Neuaufbau, stattdessen konzeptlose Transfers und falsche Entscheidungen.
derhey 10.02.2019
4. Teamgeist?
Fehlanzeige und nicht erst seit gestern. Wie hat der Weinzierl die Düsseldorfer eingechätzt? Die würden brennen und laufen. Und seine Mannschaft? Tja, wo halt keiner in der Mannschaft ist, der brennen will und laufen kann der Trainer auch viel über den Gegner sagen. Die tuns dann und nicht die eigenen Mannen, weil die sich zu schade sind zu kämpfen und i.R. 5 Minuten vor Spielende schon vom Feierabend träumen. So sieht es in der Mannschaft aus. Da kann der Trainer nichts dafür wenn er nicht das richtige Personal bekommt - ja von wem wohl? Dazu noch - wo spielt denn die 2. Mannschaft vomn VfB? Das alles spiegelt den Geist des VfB wider, derzeit bzw. seit Jahren.
brandmauerwest77 10.02.2019
5. Beim
VFB wäre wohl sogar Uli Hoeneß gescheitert. Es muss wohl an der schwäbischen Mentalität liegen, dass dieser einstmal so stolze Verein nicht mehr auf die Beine kommt. Oder ist es vielleicht ein böser Fluch aus Baden, die Rache des KSC ? Selbstüberschätzung und Engstirnigkeit können es nicht sein, doch nicht im Land der Tüftler und Erfinder unter dem Wahrzeichen des Mercedessterns. Es muss der Reschke sein, dieser rheinländische Luftikus und Schaumschläger, ein Phrasendrescher, wie er im Buche steht. Da kann nur noch Magath helfen, der mit den Medizinbällen.
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