Fußball-Bundesliga Freiburg verschärft HSV-Krise

Wiedergutmachung misslungen: Der Hamburger SV hat nach der peinlichen Klatsche gegen den FC Bayern auch gegen den SC Freiburg verloren. Die Elf von Trainer Thorsten Fink präsentierte sich über weite Strecken ideenlos - die Chance auf den europäischen Wettbewerb ist in weite Ferne gerückt.

HSV-Spieler Jansen (l.): Duell gegen Freiburg Jonathan Schmid
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HSV-Spieler Jansen (l.): Duell gegen Freiburg Jonathan Schmid


Hamburg - Der Hamburger SV rutscht tiefer in die Krise. Nach der hohen Pleite gegen Bayern München vom vergangenen Spieltag unterlag der HSV im eigenen Stadion gegen den SC Freiburg 0:1 (0:0). Durch den Erfolg klettert Freiburg mit 42 Zählern auf den fünften Tabellenplatz und wahrt die Chance auf die Europacup-Plätze. Der HSV droht dagegen mit nun 38 Punkten auf dem neunten Platz den internationalen Wettbewerb zu verpassen.

Nach der 2:9-Pleite gegen den neuen Deutschen Meister Bayern München waren die Hamburger um Wiedergutmachung bemüht. Die 52.000 Zuschauer begrüßten die Heimmannschaft in der Hamburger Arena mit verhaltenem Applaus - Pfiffe waren nur vereinzelt zu hören. Allerdings war es dann der SC Freiburg, der in der siebten Minute die erste Chance in der Partie hatte. Zunächst konnte HSV-Keeper Rene Adler einen Kopfball von Jan Rosenthal aus knapp 16 Metern an die Latte lenken. Direkt im Anschluss traf Freiburgs Matthias Ginter nur den Pfosten.

In der Folge reagierten die Hamburger verunsichert und konnten das Spiel nicht unter Kontrolle bringen. HSV-Verteidiger Michael Mancienne verschätzte sich in der 16. Minute im Strafraum bei einem langen Kopfball - Rosenthal kam zum Torschuss, Adler konnte klären.

Son vergibt die einzige HSV-Chance der ersten Hälfte

Erst nach knapp 26 Minuten fand der Gastgeber besser ins Spiel. Heung Min Son stand nach einem Steilpass auf der linken Seite plötzlich frei vor SC-Torwart Oliver Baumann. Den Querpass des Stürmers auf Artjoms Rudnevs kann Freiburgs Verteidiger Pavel Krmas aber abfangen.

Beiden Mannschaften mangelte es im weiteren Verlauf an Tempo und Ideen. Freiburgs Toptorjäger Max Kruse hatte noch die größte Möglichkeit, als sein Flachschuss aus knapp 16 Metern knapp neben dem Tor landete.

Der zweite Durchgang brachte zunächst wenig Neues: HSV-Star Rafael van der Vaart schoss einen Freistoß in 47. Minute aus rund 20 Metern nur in die Arme von Baumann. Zwei Minuten später setzte Rosenthal auf der Gegenseite eine Schuss aus halbrechts ans Hamburger Außennetz.

HSV spielt ohne Ideen in der Offensive

Die beste HSV-Chance bis zu diesem Zeitpunkt hatte dann erneut Son. Nach Pass von Per Ciljan Skjelbred legte der Südkoreaner den Ball aber einen knappen Meter am Tor vorbei.

Auf der Gegenseite machten es die Freiburger besser: In der 69. Minute traf Jonathan Schmid nach Hereingabe von Max Kruse aus knapp fünf Metern zur 1:0-Führung. Die Vorentscheidung auf dem Fuß hatte dann Freiburgs Rosenthal bei einem Konter in der 73. Minute. Sein Heber über Adler landete aber knapp neben dem Tor. Die ausgelassene Chance blieb aber ohne Konsequenz, Freiburg konnte den knappen Sieg über die Zeit retten.

Hamburger SV - SC Freiburg 0:1 (0:0)
0:1 Schmid (68.)
Freiburg: Baumann - Mujdza, Krmas, Diagne, Sorg - Ginter, Schuster - Schmid (Guedé 93.), Caligiuri - Rosenthal (Makiadi 79.), Kruse (Santini 90.)
Hamburg: Adler - Diekmeier, Mancienne, Westermann, Jansen - Arslan (Badelj 70.) - Skjelbred (Kacar 68. ), van der Vaart, Aogo (Rajkovic 89. )- Son, Rudnevs. -
Gelbe Karten: Arslan (21.) Son (53.)
Schiedsrichter: Brych
Zuschauer: 52.000 (ausverkauft)

roe

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insgesamt 8 Beiträge
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Seite 1
seppiverseckelt 06.04.2013
1. Sc-friiiburg ...
IHR mached UNS Schdolz ! ;-)))))
nifl 06.04.2013
2. Europa League?
Irgendwie wäre es auch gut, wenn der HSV die Europa-League nicht erreicht. Da würden sie noch schlimmer demontiert werden, als es in der Liga von Zeit zu Zeit schon passiert. Auch wenn sie das Geld sicher gut gebrauchen könnten.
Stäffelesrutscher 06.04.2013
3.
Man muss das positiv sehen: der HSV hat acht Tore weniger kassiert als im Spiel zuvor. Der FC Bayern hat heute acht weniger geschossen. Also ist doch klar, wer heute besser war. P.S.: Das sollte jetzt keine Bewerbung für den bald zu vergebenden Posten eines Sportdirektors sein ...
hfftl 06.04.2013
4.
Zitat von StäffelesrutscherMan muss das positiv sehen: der HSV hat acht Tore weniger kassiert als im Spiel zuvor. Der FC Bayern hat heute acht weniger geschossen. Also ist doch klar, wer heute besser war. P.S.: Das sollte jetzt keine Bewerbung für den bald zu vergebenden Posten eines Sportdirektors sein ...
Eben. Außerdem hat der HSV jetzt schon 2 Punkte mehr als in der gesamten letzten Saison - genau das Gleiche gilt für den hochgelobten FC Bayern. Also, wo ist der Unterschied? Und wo ist das Problem?
kone 06.04.2013
5. Für einen ...
Zitat von niflIrgendwie wäre es auch gut, wenn der HSV die Europa-League nicht erreicht. Da würden sie noch schlimmer demontiert werden, als es in der Liga von Zeit zu Zeit schon passiert. Auch wenn sie das Geld sicher gut gebrauchen könnten.
... etwas instabilen Verein mit vielen internen Baustellen, wie dem HSV, ist die Euro-League eine Knochenmühle, und eine physische, wie mentale Zusatzbelastung, die die Mannschaft nur vom Wesentlichen, der Bundesliga, ablenkt. Da die Einnahmen zw. CL und EL viel zu einseitig verteilt sind, ist es besser auf eine EL-Plazierung zu verzichten, und die Kräfte eher in einen systematischen Neuaufbau zu investieren. Es gibt einige böse Beispiele, als BuLi-Vereine zwar die EL erreicht hatten, aber in der Bundesliga durchgereicht wurden. Das Risiko ist gemessen am mickrigen Gewinn, einfach zu groß ...!
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