Bundesliga-Gedicht Willst du oben Spannung sehen, musst du die Tabelle drehen

Krampf statt Meisterkampf, Schneckenrennen um Europa: Was hilft nur gegen die Bundesliga-Langeweile? Autor Thomas Gsella hat eine alte Bauernregel angewandt - mit Erfolg.

HSV-Fans feuern ihre Mannschaft an
DPA

HSV-Fans feuern ihre Mannschaft an


Wer Meister wird, ist sonnenklar
Seit hunderttausend Wochen.
Doch bringt die Liga wunderbar
Das kalte Blut zum Kochen.

Denn alles hat aus gutem Grund
So wie die Wurst zwei Enden!
Und, ei, am zweiten geht es rund
Und wackelt's in den Wänden:

Wer schafft den Abstieg? Und wer muss
Noch zittern und drum beten?
Wer darf noch weit nach Notenschluss
Zur Nachprüfung antreten?

Wer also darf das Einerlei
Der ersten Liga fliehen?
Und in die bunte Liga zwei
Mit ihrer Spannung ziehen?

Aus "Oben hui und unten pfui",
Dem Leitspruch aller Spießer,
Wurd "Oben pfui und unten hui"
Für Kenner, ja Genießer.

Doch willst du Spannung oben sehn
Und unten Langeweile,
Dann musst du die Tabelle drehn:
Hier wär die erste Zeile.



insgesamt 13 Beiträge
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Seite 1
Papazaca 23.04.2018
1. Stimmt! Fast!
Es gibt neben Meisterschaft und Abstieg noch die Quali für die CL und Europa. Aber ok, das Gedicht trifft im Großen und Ganzen den Punkt. Wie wäre es mit einem Gedicht über das viele Bier? Denn man braucht schon einiges Bier, um sich die Langeweile von der Seele zu trinken.
gammoncrack 23.04.2018
2. Genau!
Wenn wir die Tabelle drehen, und uns das im Mai ansehen, können sich fast alle freuen: Endlich wieder einen Neuen. Denn die Regeln legen fest, da der Beste uns verlässt, jedes Jahr 'nen anderen Ersten, Spannung pur bis zum Zerbersten. Ob die Bayern reagieren, ihren Kader reduzieren, um die Schale zu bekommen, ist in Träumen noch verschwommen. Manchmal denke ich in Klarheit, und ich sage dann die Wahrheit. Gebt dem Zweiten den Pokal, wenigstens beim nächstes Mal. Doch dieses Jahr muss es nicht sein, es passt wohl kaum für den Verein, dem ich hier die Daumen drücke damit er mich ganz "echt" entzücke. denn ich will ganz sicher sein,
diewildedreizehn 23.04.2018
3. Dünner, dünner, Gedicht
Statt sich einmal ein paar Wochen zum recherchieren zurückzuziehen kommen beim spon leider nur noch populistisch anmutende Beiträge zum Thema "Lage der Liga". Solche Gedichte mit dem mich sprachlich an Grundschulniveau erinnernden Reimen bringen nicht nur niemanden weiter, sie bedienen und bestätigen auch noch die in der Sache falschen Jammereien. Ich halte es für fast schon peinlich, wenn man sich den Antifussball am Tabellenende schönredet, nur weil dort einige gleich miserabel spielen und deshalb noch keiner abgestiegen ist. Komisch, in den Jahren als ab Weihnachten klar war wer sicher absteigt, da hat niemand "Laaaaaangweilig" geschrien.
Papazaca 23.04.2018
4. Mein Vorschlag: Ein gemeinsames Bier
Schade, das Sie das Gedicht unterfordert hat. Aber was haben Sie gegen die Grundschule. Das ist meine Schule. Später habe ich dann den Rest "nachgemacht". Aber die Grundschule war der Anfang. Also bitte .... Und wir jammern doch nicht. SIE reden doch von Antifußball am Tabellenende, die meisten anderen sehen es als ein Minimum an Spannung, das uns noch geblieben ist. Aber ich kann Sie ja verstehen: Von vielen ungeliebt und jetzt auch noch der Langeweile bezichtigt: Das Leben des engagierten Bayern-Fans macht in solchen Zeiten keinen Spass. Statt Anerkennung für die gefühlten 100 Punkte Vorsprung nur Hohn und Spott. Wir sollten mal ein Bier trinken und zusammen gegen das Elend der Welt kämpfen. Ich sag dann auch nicht einmal "Langeweile", Versprochen!
wolleb 23.04.2018
5.
Papazaca, und wer ist Schuld an der Langeweile? Jetzt sagen sie nicht die Bayern. Wenn man mit Schalker Antifußball zweiter werden kann, ist über die Bundesliga alles gesagt.
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