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Weltmeister Christoph Kramer: "Wie moderner Menschenhandel"

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Getty Images

Weltmeister Kramer: "Am Ende entscheide immer noch ich"

Rudi Völler will Christoph Kramer von Gladbach nach Leverkusen zurückholen. Doch der Nationalspieler macht da nicht mit. "Wenn ich irgendwo nicht spielen möchte, spiele ich da nicht", sagt der Weltmeister im SPIEGEL-Interview.

Hamburg - Fußballweltmeister Christoph Kramer lässt seine sportliche Zukunft offen. Der Bundesligaprofi, der von Bayer Leverkusen an Borussia Mönchengladbach ausgeliehen ist, widerspricht im Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL Darstellungen, wonach er 2015 auf jeden Fall vereinbarungsgemäß wieder für Leverkusen spielen werde: "Wenn ich irgendwo nicht spielen möchte, spiele ich da nicht. Da kann ein Vertrag aussehen, wie er will."

Zu Äußerungen des Leverkusener Sportchefs Rudi Völler, der ankündigte, Kramer in einem Jahr zu Bayer zurückzuholen, meinte der Nationalspieler: "Ganz generell" fühle er sich im Fußballgeschäft "manchmal wie in einem modernen Menschenhandel. Doch am Ende entscheide immer noch ich".

Im SPIEGEL spricht der Nationalspieler auch über seine im WM-Finale gegen Argentinien erlittene Gehirnerschütterung. Er könne weder Trainern noch Ärzten einen Vorwurf machen, dass sie ihn noch eine Weile weiterspielen ließen, sagt Kramer. Allerdings glaube er, dass er ohnmächtig gewesen sei, bevor die Betreuer bei ihm auf dem Platz angekommen sind. "Direkt nach dem Zusammenprall sieht man, dass meine Hände in den Gelenken schlaff nach unten klappen. Da war ich wohl 15 bis 20 Sekunden weg."

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insgesamt 123 Beiträge
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1.
Boesor 17.08.2014
Große Worte, aber warum glaubt er, er müsse sich nicht an selbst unterzeichnete Verträge halten?
2. Weltfremd
schmusel 17.08.2014
Offenbar muss er noch lernen, dass seine per Unterschrift gegebene Einwilligung bindend ist. Er scheint das mit Spielerverkäufen zu verwechseln. Da kann der Spieler nein sagen. Nicht aber wenn er Angestellter bei Leverkusen ist, statt auf der Bank zu versauern mit seinem Einverständnis verliehen wird und später zu seinem Gehalt zahlenden Verein zurück soll.
3. Verharmlosung.
Mitreder 17.08.2014
Das Thema Menschenhandel so zu verharmlosen ist nicht ok. Er lebt ja mehr als gut davon, was man bei den Opfern echten Menschenhandels wohl nicht behaupten kann.
4. Ja,
j.anus 17.08.2014
schlimmer Menschenhandel. Man macht sein Hobby zum Beruf, verdient (erhält) im besten Falle einige Millionen Euro pro Jahr und erhält anschließend, sofern man sich nicht komplett dämlich anstellt, noch ein warmes Plätzchen in einem Verein. Ein ganz üble Sache. Da hilft nur: Eine Ausbildung machen, sich mit 2.000 Euro brutto zu begnügen und zu hoffen, dass man nicht irgendwann wegrationalisiert wird.
5.
taubenvergifter 17.08.2014
Herr Jungmillionär, geht´s auch eine Nummer kleiner?
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