Hamburg - Bayer Leverkusen ist zum Abschluss des 23. Spieltags bei Greuther Fürth nicht über ein torloses Remis hinausgekommen. Gegen das Tabellenschlusslicht enttäuschte die Elf des Trainer-Duos Sascha Lewandowski und Sami Hyypyä über weite Strecken. Besonders in der Offensive fehlte es Bayer an der nötigen Durchschlagskraft.
Durch das Remis verpasste Leverkusen den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz, nachdem Dortmund am Nachmittag in Gladbach (1:1) gepatzt hatte. Fürth kann ob der eigenen Leistung wieder etwas Hoffnung im Abstiegskampf schöpfen. Der Abstand zu Relegationsplatz 16 beträgt allerdings weiter fünf Punkte.
Nach der Trennung von Mike Büskens unter der Woche hatte Ludwig Preis als Interimstrainer gegen Bayer auf der Fürther Bank Platz genommen. Preis war zuletzt als Coach bei der U23 der Franken tätig, davor hatte er den FC Eltersdorf in die Regionalliga geführt.
Der neue Coach sorgte bei seinem Debüt gleich für eine große Überraschung, indem er Gerald Asamoah und Sercan Sararer aus dem Kader strich. Dafür kamen die zuletzt in der U23 unter Preis eingesetzten Thomas Pledl (18 Jahre alt) und Johannes Geis (19) zu ihren ersten Bundesliga-Einsätzen von Beginn an. Auf der Gegenseite setzten Bayers Trainer auf die gleiche Startelf wie beim Aus in der Europa League unter der Woche in Lissabon.
Castro klärt auf der Linie
Bayer erwischte den besseren Start in die Partie, ohne sich zunächst klare Torchancen zu erspielen. Fürth hielt mit hohem läuferischen Aufwand dagegen und konnte das Spiel immer offener gestalten. In der Offensive offenbarte der Gastgeber aber auch, warum er in 22 Bundesliga-Spielen zuvor unter Büskens nur 13 Treffer erzielt hatte. Hinzu kam Pech für die Fürther, als Bayers Gonzalo Castro nach einem Eckball den Kopfball von Mergim Mavraj auf der Torlinie klärte (30.).
Die beste Leverkusener Chance in der ersten Hälfte vergab Stefan Kießling, als er in der 41. Minute gleich zweimal am glänzend reagierenden SpVgg-Torhüter Wolfgang Hesl scheiterte, beim dritten Versuch von André Schürrle rettete schließlich Geis auf der Linie. Nach dem Seitenwechsel tat sich Bayer weiter schwer mit den in der Defenisve kompakt stehenden Fürthern. Die Gastgeber versuchten mit Kontern für Gefahr zu sorgen, klare Torchancen blieben in der zweiten Halbzeit aber auf beiden Seiten aus.
Am Rande der Partie bestätigte Fürths Präsident Helmut Hack, dass der Club bei der Suche nach einem neuen Trainer Kontakt zu Ralph Hasenhüttl aufgenommen habe. Der Österreicher ist allerdings noch als Coach beim Zweitlisten VfR Aalen gebunden und hat dort einen Vertrag bis 2014.
SpVgg Greuther Fürth - Bayer Leverkusen 0:0
Fürth: Hesl - Matthias Zimmermann, Sobiech, Mavraj, Baba - Geis - Fürstner (67. Trinks), Prib (61. Pekovic) - Klaus, Pledl - Djurdjic (46. Azemi)
Leverkusen: Leno - Carvajal, Wollscheid, Toprak, Boenisch - Reinartz (89. Milik) - Lars Bender (69. Sam), Rolfes (71. Hegeler) - Castro, Schürrle - Kießling
Schiedsrichter: Drees (Münster-Sarmsheim)
Zuschauer: 14.635
Gelbe Karten: Pekovic (6), Pledl - Toprak (6)
mib/sid
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