Fußball-Bundesliga So steigt der HSV am 33. Spieltag ab

Die Endspiele gegen Freiburg und Wolfsburg hat der Hamburger SV gewonnen. Nun wartet das nächste Finale in Frankfurt. Verliert der HSV, könnte der Abstieg feststehen - es gibt aber auch Hoffnung.

Bobby Wood
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Freiburg besiegt, Wolfsburg geschlagen - der Hamburger SV hat in den vergangenen zwei Wochen wichtige Siege gegen zwei direkte Konkurrenten im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga gefeiert. Trotz der sechs Punkte und deutlich besseren Stimmung in Hamburg droht aber weiter der Abstieg. Am Samstag könnte es dazu kommen und der Klub würde nach dem 1. FC Köln als zweiter direkter Absteiger in die Zweite Bundesliga feststehen. Für den HSV wäre es der erste Abstieg der Historie.

Der HSV bekommt es am 33. Spieltag (alle Spiele um 15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) im Auswärtsspiel mit Eintracht Frankfurt zu tun (15.30 Uhr). Der Gegner kämpft als Siebter noch um Europa, aber hat seit Mitte März kein Bundesliga-Spiel mehr gewonnen. Zudem gab es zuletzt Ärger um Trainer Niko Kovac, der den Verein nach Saisonende in Richtung Bayern München verlassen wird. Für den HSV scheint der angeschlagene Gegner zum richtigen Zeitpunkt zu kommen.

Welches Szenario eintreffen muss, damit der HSV einen Spieltag vor Saisonende absteigt? In welchem Fall darf der Klub weiter hoffen? Der Überblick.

Bundesliga-Tabelle am 32. Spieltag

Platz Klub Spiele Torvdifferenz Punkte
14 Mainz 05 32 -14 33
15 SC Freiburg 32 -24 33
16 VfL Wolfsburg 32 -12 30
17 Hamburger SV 32 -22 28
18 FC Köln 32 -30 22

So steigt der Hamburger SV (28 Punkte) am 33. Spieltag ab:

  • Verliert der HSV in Frankfurt oder spielt unentschieden, steht der direkte Abstieg fest, wenn Wolfsburg gegen RB Leipzig gewinnt. Selbst bei einem Remis des VfL wäre der Abstieg der Hamburger im Falle einer Niederlage praktisch perfekt, da Wolfsburg das deutlich bessere Torverhältnis hat.
Trainer Christian Titz (links) und Lewis Holtby
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Trainer Christian Titz (links) und Lewis Holtby

So ist die HSV-Rettung auch noch nach dem 33. Spieltag möglich:

  • Hamburg verhindert den vorzeitigen Abstieg am 33. Spieltag, wenn das Team in Frankfurt siegt - unabhängig davon, wie der VfL Wolfsburg spielt.
  • Spielt der HSV unentschieden in Frankfurt und Wolfsburg verliert in Leipzig, könnte der HSV auch noch am 34. Spieltag auf die Rettung hoffen. Hamburg dürfte auch weiter hoffen, wenn das Team verliert und Wolfsburg ebenfalls eine Pleite kassiert.
  • Hamburg könnte den direkten Abstiegsplatz 17 auch verlassen. Das wäre der Fall, wenn der HSV in Frankfurt gewinnt und Wolfsburg bei RB Leipzig verliert. Dann hätte Hamburg mit 31 Punkten einen Punkt Vorsprung auf den VfL Wolfsburg.
  • Mit aktuell fünf Punkten Rückstand auf Platz 15 und zwei ausstehenden Spielen ist für den HSV sogar noch eine direkte Rettung ohne Umweg über die Relegation möglich. Diese Chance könnte es auch noch nach dem 33. Spieltag geben, wenn der HSV in Frankfurt gewinnt und Mainz (in Dortmund) und/oder Freiburg (in Mönchengladbach) verliert/verlieren.

Restprogramm Hamburger SV
33. Spieltag: Eintracht Frankfurt (A)
34. Spieltag: Borussia Mönchengladbach (H)

Restprogramm VfL Wolfsburg
33. Spieltag: RB Leipzig (A)
34. Spieltag: FC Köln (H)

Restprogramm SC Freiburg
33. Spieltag: Mönchengladbach (A)
34. Spieltag: FC Augsburg (H)

Restprogramm Mainz 05
33. Spieltag: Borussia Dortmund (A)
34: Spieltag: Werder Bremen (H)

jan



insgesamt 37 Beiträge
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radioactiveman80 03.05.2018
1. Der VFL soll seinen Mannschaftsbus
in den 16er stellen und die SGE endlich mal eine anständige Reaktion auf die Nichtleistung der letzten Spiele zeigen, dann ist allen geholfen (inkl. dem HSV, der es sonst nicht lernen würde)...
MannAusmNorden 03.05.2018
2. Ich gucke ja sonst kein Fußball...
Aber wenn es der HSV noch irgendwie in die Relegation schafft und dann auf Holzbein Kiel trifft, bin ich im Stadion, FÜR Kiel :)
Nachteuie 03.05.2018
3. Klasse: Endlich wieder Spannung in der BuLiga!
Mensch da lohnt sich am Samstag ja wieder das Fußball gucken! Tja beim Abstieg geht´s eben um Ruhm und richtig viel Geld, sowohl für Verein wie Spieler - da werden Kräfte und Emotionen frei! ganz anders, als bei der Meisterschaft, wo man sich anscheinend darauf geeinigt hat, dass eh "die Bayern" immer den Titel holen - dafür aber auch ein Schweinegeld ausgeben - und die anderen Mannschaften eben mehr auf den wirtschaftlich-vernünftigen Mix aus finanziellem Einsatz und sportlichem (Tabellen-)Erfolg schielen. "Oben" ist die BuLiga doch schon seit Jahren stinklangweilig. Nur der Kampf um den Abstieg macht die ganze Veranstaltungsreihe noch sehenswert! Also ich stell mir für Samstag mal ein Fläschchen Frau-Rauschers-Appelwoi kühl und freu mich auf das was da hoffentlich kommt....
spon-facebook-10000158387 03.05.2018
4. Weitere Hypothese
Der HSV bleibt diesmal irgendwie in der ersten Bundesliga und in einem Jahr zum Ende der Saison 2018-2019 finden die Relegationspiele zwischen dem HSV und dem 1. FC Köln statt. Das würde eine wirkliche emotionelle Spannung erzeugen
jan07 03.05.2018
5.
Irgendwie macht mir der HSV mit seinem permanenten Überlebenskampf ja auch Spaß. Ein kleiner Farbtupfer in einer sonst langweilig grauen Liga. Ich drücke ihm am Samstag jedenfalls die Daumen, damit es wenigstens im Abstiegskampf spannend bleibt.
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