Hannover verliert auch gegen Leipzig Nicht so doll

Hannover 96 verpflichtete Trainer Thomas Doll als Nachfolger für André Breitenreiter und als Hoffnungsträger. Das Trainerdebüt gegen RB Leipzig ging für den neuen Chefcoach aber verloren.

Thomas Doll
Getty Images

Thomas Doll


Hannover 96 hat 0:3 (0:1) gegen RB Leipzig verloren. Der Negativtrend der Niedersachsen geht damit auch unter ihrem neuen Trainer Thomas Doll weiter. Hannover ist nun bereits seit neun Bundesliga-Spieltagen ohne Sieg. Die neuerliche Niederlage ist die fünfte Heimpleite in Folge, bei der 96 kein eigenes Tor erzielte. Die Tore für Leipzig erzielten Marcel Halstenberg per Elfmeter (45. Minute +3) und Willi Orban (64., 85.).

Im Vergleich zu den vergangenen Spielen stellte Doll fast die komplette Mannschaft um. Von den Feldspielern bei der 1:5-Niederlage gegen Borussia Dortmund, bei der noch André Breitenreiter an der Seitenlinie stand, blieben nur Nicolai Müller, Waldemar Anton und Kevin Akpoguma in der Startelf.

Dennoch bestimmten spielstarke Leipziger die Partie und schossen in den ersten 45 Minuten insgesamt zehnmal in Richtung des Hannoveraner Tors. Esser und die Latte (19.) retteten 96 aber das Unentschieden - bis in die Nachspielzeit der ersten Hälfte. Dann foulte Akpoguma im Strafraum Leipzigs Matheus Cunha. Den Elfmeter verwandelte Marcel Halstenberg zur Führung.

Leipziger Jubel
Getty Images

Leipziger Jubel

In der zweiten Hälfte hatte Hannover mehr Spielanteile, gefährlich wurden sie vor dem gegnerischen Tor aber nicht. Leipzigs Torhüter Peter Gulacsi und der nach der Halbzeit eingewechselte Yvon Mvogo mussten nur einen einzigen Ball abwehren (89.).

Auf der anderen Seite kassierten die Gastgeber die Vorentscheidung nach einer Ecke. Halstenbergs Ball rutschte an allen Hannoveraner Verteidigern vorbei auf den zweiten Pfosten, wo Leipzigs Kapitän Willi Orban nur noch einköpfen musste.

Zusätzlich zu Jonathas brachte Doll in Bobby Wood und Hendrik Weydandt zwei weitere Mittelstürmer. Aber auch dadurch wurde das Hannoveraner Offensivspiel nicht gefährlicher. Wieder nach einer Ecke erzielte wieder Orban den 3:0-Endstand.

hba



insgesamt 13 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
kai.friedrich 01.02.2019
1. Die Mannschaft
Steht auf dem Platz, nicht der Trainer! Bei 96 lag es nicht an Breitenreiter, dass Problem liegt am Management des Clubs... Schlechte Einkäufe von Held, dazu das ständige Theater mit Kind. So wird das nix 96...
nn280 01.02.2019
2. Thomas Doll ist lange Zeit aus dem Geschäft.
Er findet einen Kader vor, dessen Qualität nicht viel mehr hergibt, als den gegenwärtigen Tabellenplatz. Mit Tabularasa und Umkrempeln der gesamten bisherigen Aufstellungen konnte er gar nichts erreichen, dazu kennt er die vorhandenen Spieler und deren Fähigkeiten in der kurzen Zeit viel zu wenig. Ob er überhaupt zu Hannover 96 und zu Martin Kind und Horst Held paßt, bezweifle ich stark. Wenn es nicht klappt, werden die beiden keine Skrupel zeigen, auch Thomas Doll an einem Sonntag wieder zu entlassen. Aber, jeder ist seines Glückes Schmied!
im_ernst_56 02.02.2019
3. Nicht so doll
ist maßlos untertrieben. Die Leistung von Hannover 96 war unterirdisch. Den Spielern fehlt es an allem: Schnelligkeit im Kopf und auf den Beinen, taktisches Verständnis, Zweikampfstärke, Technik, die Fähigkeit, einen eroberten Ball mal zu halten und natürlich die Fähigkeit, halbwegs genaue Pässe zu schlagen. Und das ist schon lange zu beobachten. Daran kann auch der beste neue Trainer nichts ändern. 2. Liga - 96 ist dabei.
Nonvaio01 02.02.2019
4. wer hat denn etwas anderes erwartet
da sind halt extreme unterschiede in der qualitaet der teams
f._aus_kleefeld 02.02.2019
5. Spitzenjournalismus
Hochachtung! Dieses Wortspiel mit dem Namen des Trainers, das ist so was von originell! „Nicht so doll“ - darauf muss man erst mal kommen. Gäääähn... Zum Spiel: Leider hat der Trainerwechsel nichts bewirkt, das war die gleiche Grütze wie unter Breitenreiter. Inzwischen rege ich mich auch kaum noch auf über die Leistungen der Roten. Ich bin schon seit einiger Zeit skeptisch, was den Klassenerhalt angeht. Glücklicherweise haben die anderen Kellerteams zuletzt auch nicht gepunktet und so blieb das rettende Ufer noch in Sichtweite. Das wird nicht mehr lange gutgehen und wenn nächste Woche gegen den Club nicht 3 Punkte geholt werden, war es das mit Liga 1. Das wird Ihnen dann endgültig die Beine schwer machen im Abstiegskampf. Nun ja, die Herren Fußballprofis wird‘s am Ende nicht grämen, die werden alle irgendwo unterkommen. Wahrscheinlich sondieren deren Berater schon längst den Markt.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.