Fußball-Bundesliga Pizarro rettet Bremen in der Nachspielzeit einen Punkt

In einer taktisch geprägten Partie gab es nur wenige Torszenen. Nach dem Führungstreffer eines ehemaligen Bremers fiel der Ausgleich erst in der sechsten Minute der Nachspielzeit.

Die Spieler von Werder Bremen jubeln
Bongarts/Getty Images

Die Spieler von Werder Bremen jubeln


Hertha BSC hat im Verfolgerduell um die internationalen Plätze gegen Werder Bremen einen Heimerfolg verpasst. Beim 1:1 (1:0) traf Bremens Claudio Pizarro in der sechsten Minute der Nachspielzeit per Freistoß zum Ausgleich. Der ehemalige Bremer Davie Selke hatte Hertha zuvor in Führung gebracht (25.).

Durch das Tor ist Pizarro mit 40 Jahren und 136 Tagen nun der älteste Torschütze in der Bundesliga-Geschichte. Bremen bleibt durch das Unentschieden in 2019 noch ohne Niederlage.

Die erste Hälfte war taktisch geprägt. Während Werder ganz ohne Schuss auf das Tor blieb, sorgte Selke immer wieder für gefährliche Situationen. Zunächst traf er aber nur den Pfosten (21.).

Nach einem Bremer Ballverlust im Mittelfeld bekam Selke nur wenig später die nächste Abschlussmöglichkeit. Ondrej Duda spielte den Ball in den Lauf von Salomon Kalou, der vor Jiri Pavlenka zu Davie Selke legte. Trotz des ungenauen Passes traf er aus spitzem Winkel zur Führung.

Nach dem 1:0 zirkelte Duda einen Freistoß aus 20 Metern an die Unterkante der Latte (38.). Aber auch Hertha hatte Glück: Obwohl Niklas Stark zweimal gelbwürdig in seinen Gegenspieler grätschte ließ Schiedsrichter Sören Storks ihn ohne Gelbe Karte davonkommen.

In der zweiten Hälfte brachte Werders Trainer Florian Kohfeldt in Claudio Pizarro und Josh Sargent zwei neue Stürmer. Nach einem Foul an Sargent pfiff Storks in der Nachspielzeit unmittelbar vor dem Strafraum der Berliner einen Freistoß für Werder. Pizarro trat an - und schoss den Ball durch die Mauer zum Ausgleich in das Tor. Danach wurde die Partie nicht mehr angepfiffen.

Hertha BSC - Werder Bremen 1:1 (1:0)
1:0 Selke (25.)
1:1 Pizarro (90.+6)
Berlin: Jarstein - Stark, Rekik, Torunarigha (57. Skjelbred) - Lazaro, Grujic, Lustenberger, Mittelstädt - Duda (90. Darida), Kalou (81. Klünter) - Selke
Bremen: Pavlenka - Gebre Selassie, Langkamp, Moisander, Augustinsson - Bargfrede (75. Sargent) - Maximilian Eggestein, Klaassen - Johannes Eggestein (61. Pizarro), Kruse, Rashica (75. Möhwald)
Schiedsrichter: Sören Storks
Gelbe Karten: Rekik, Lazaro, Ibisevic - Langkamp, Bargfrede, Klaassen
Zuschauer: 49.627

hba



insgesamt 4 Beiträge
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fenasi_kerim 16.02.2019
1. Fazit:
eine Führung mit nur einem Tor bedeutet gar nichts, solange beim Gegner Claudio auf dem Platz steht... nur der SVW
spon1899 16.02.2019
2.
Ich würde sagen, dass Claudio so lange mitspielt wie er das will. Es bleibt dabei: Für 20-30 Minuten ist er immer noch eine Waffe. Glücklicher, aber wichtiger Punkt.
Zett 17.02.2019
3. Irgendwie richtig so....
Zitat von spon1899Ich würde sagen, dass Claudio so lange mitspielt wie er das will. Es bleibt dabei: Für 20-30 Minuten ist er immer noch eine Waffe. Glücklicher, aber wichtiger Punkt.
Bin zwar Hertha Getreuer, muss aber zugeben, das neben der Pech Pfosten- und Lattentreffer "meine" Hertha es auch selbst verdaddelt hat. Außer der Tatsache das die Berliner vor allem in der ersten Halbzeit dazwischen gesäbelt haben wie der leibhaftige "Gottseibeiuns", war die Mannschaft in der zweiten Hälfte viel zu passiv und hat sich auf ihre Defensivstärke und Bremer Ideenlosigkeit verlassen. Kaum oder gar keine Entlastung nach vorne, dann das alberne Zeitschinden, Ball klauen mit Rudeltheater, was Werder viel Nachspielzeit und dem Ü40 Killer die eine Gelegenheit verschaffte. Also, Summa Summarium, wohl leider gerecht.
PeterPan95 17.02.2019
4. Schiri Leistung mangelhaft
Stark hätte auch glatt rot sehen können, das Foul an Klaassen war eine Notbremse. Warum der VAR stumm bleibt - wer weiß? Dazu der nicht-gegebene Eckball für Rashica und das Foul an Kruse. Der Schiri hat die Anfangsphase komplett verbockt und damit das Spiel zerstört. Berlin durfte treten, Bremen wusste nicht zu reagieren. Zum Glück wurde dieser Anti-Fußball der Hertha mit 8er-Kette am Ende noch bestraft.
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