Fußball-Bundesliga: HSV demontiert Meister Dortmund

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Bundesliga: Fünf Tore in Dortmund, sechs in Gladbach Fotos
dapd

Fünf Tore, zwei Rote Karten, ein Spektakel: Der Hamburger SV hat in einem furiosen Spiel Borussia Dortmund bezwungen. Stuttgart kassierte gegen Werder Bremen bereits die fünfte Pleite in Serie. Und: Gladbach kann zu Hause einfach nicht gegen Leverkusen gewinnen.

Hamburg - Erst durfte er jubeln, dann musste er vorzeitig zum Duschen: Dortmund-Angreifer Robert Lewandowski erlebte im Heimspiel gegen den Hamburger SV eine Achternbahnfahrt. Bei der 1:4 (1:2)-Niederlage des BVB hatte der 24-Jährige in der 17. Minute nach einem Aussetzer von HSV-Kapitän Heiko Westermann zunächst den Führungstreffer erzielt.

Doch nicht einmal 13 Minuten später holte sich der Stürmer, dessen möglicher Wechsel in Richtung FC Bayern zuletzt die Schlagzeilen beherrschte, die Rote Karte ab, nachdem er im Mittelfeld im Zweikampf mit Per Ciljan Skjelbred durchzog, den Ball verfehlte und nur das Schienbein des HSV-Mittelfeldspielers traf (30.).

Die Gäste hatten die Partie zu diesem Zeitpunkt bereits gedreht: Artjoms Rudnevs (18.) und Heung-Min Son (26.) waren für den HSV erfolgreich gewesen. Für Aufregung sorgten auch die BVB-Fans: Rafael van der Vaart wurde in der ersten Hälfte von einem Feuerzeug getroffen, das aus dem Dortmunder Fanblock geflogen kam.

Auch die zweite Hälfte ging spektakulär weiter: Erst sah HSV-Verteidiger Jeffrey Bruma nach einer Notbremse gegen Marco Reus die Rote Karte (60.). Doch wer glaubte, nun käme der BVB noch einmal zurück, irrte. Denn nicht einmal zwei Minuten später war es erneut Rudnevs, der zum 3:1 traf. Son (89.) erzielte sogar noch den vierten Hamburger Treffer. Der HSV kletterte dank des Siegs auf den fünften Platz.

Borussia Mönchengladbach - Bayer Leverkusen 3:3 (1:0)

Unglaubliche 21 Heimspiele in Folge hat Borussia Mönchengladbach nun nicht mehr gegen Leverkusen gewinnen können, der letzte Sieg gelang 1989. Am Samstagnachmittag lag Gladbach zwar durch Martin Stranzl (44.) und Luuk de Jong (58.) zweimal in Führung, Sidney Sam (52.) und Stefan Kießling (60.) konnten jedoch ausgleichen. André Schürrle sorgte dann für die erstmalige Bayer-Führung (64.). Doch vier Minuten vor Schluss rettete Patrick Herrmann immerhin noch einen Punkt für Gladbach.

Hannover 96 - 1899 Hoffenheim 1:0 (1:0)

Wie würde dieses Spiel wohl ausgehen? 4:4? 5:4? 3:5? Vor der Partie hatten die meisten mit vielen Toren gerechnet, standen sich doch die Teams mit den meisten Gegentoren in dieser Saison gegenüber (Hannover: 39; Hoffenheim: 45). Doch es kam anders: Einzig Mame Diouf gelang ein Treffer, und das bereits in der 8. Minute - zugleich der Endstand.

VfB Stuttgart - Werder Bremen 1:4 (0:1)

Vier Niederlagen in Folge musste VfB-Trainer Bruno Labbadia zuletzt hinnehmen - und gegen Bremen kam nun noch eine weitere hinzu. Dank der Tore von Mehmet Ekici (34./74.), Aaron Hunt (60.) und Kevin de Bruyne (90.+2) feierte Werder einen deutlichen Auswärtssieg (34.). Ibrahima Traoré hatte kurz nach der Halbzeit den zwischenzeitlichen Ausgleich geschossen (50.).

Greuther Fürth - VfL Wolfsburg 0:1 (0:1)

Es war erst das zweite Mal, dass sich diese beide Teams in der Bundesliga gegenüberstanden, im Hinspiel trennten sich die abstiegsgefährdeten Clubs 1:1-Unentschieden. Im Rückspiel sorgte Bas Dost für den Sieg (23.), der nach einer schönen Kombination von Diego und Vierinha nur noch einschieben brauchte.

Eintracht Frankfurt - 1. FC Nürnberg 0:0 (0:0)

Eintracht hatte mehr Ballbesitz, Nürnberg verlegte sich, wer hätte es ihnen verdenken können, aufs Kontern. Beide Teams hatten ihre Chancen, doch ein Treffer fiel in dieser Partie nicht. Nürnberg konnte dank des Punktgewinns immerhin auf den 13. Rang klettern und Stuttgart überholen. Frankfurt bleibt weiter Vierter.

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insgesamt 62 Beiträge
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1.
Rido 09.02.2013
Oha, das war aber mal ne Klatsche. Wenn die Bayern heute Abend gewinnen ziehen die aber richtig weg. Auch Leverkusen.
2. ...
migeem 09.02.2013
Thorsten Fink hat gezeigt wie man sich nach einem Sieg verhält! Dem Gegner die Hand geschüttelt und fertig! Gentleman! Kein wildes auf und ab gesprinte und keine Mimik die einen Blutdruck weit über 200 vermuten lassen! Respekt! Achja und: Deutscher Meister wird nur der FCB!!!!
3. Oha, HSV
dulefan 09.02.2013
Tja, da wünschte ich mir, ich wäre noch HSV-Fan... Was für ein Alptraum für Toto-Tipper: erst das schwache Spiel und die Niederlage gegen Frankfurt, nun dieser souveräne Sieg beim BVB. Aus denen werde noch jemand schlau.
4.
renele1 09.02.2013
Los BVB'ler, erklärt mir mit eurer Überheblichkeit und sonst so siegessicheren Gelassenheit wo der Zauberfussball heute war?
5. das war es für den bvb
hauptsachemalwassagen 09.02.2013
die werden nicht mehr dm 2013, wetten ?
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