Werder Bremen hält im Kampf um die internationalen Plätze Anschluss zu Dortmund und Hamburg. Die Bremer setzten sich bei 1899 Hoffenheim 1:0 (0:0) durch. Torjäger Claudio Pizarro erzielte vor 30.150 Zuschauern in der 80. Minute den entscheidenden Treffer. Die Bremer blieben damit im sechsten Pflichtspiel in Serie ungeschlagen.
Gäste-Coach Thomas Schaaf sah in der ersten Hälfte eine engagierte Vorstellung seiner Mannschaft, die er im Vergleich zum hart erkämpften 1:1 in der Europa League in Valencia auf zwei Positionen umgestellt hatte: Mesut Özil fehlte wegen Rückenproblemen, Marko Marin wurde geschont und nahm zunächst auf der Bank Platz. Für die beiden Nationalspieler begannen Philipp Bargfrede und Hugo Almeida. Ralf Rangnick musste auf fünf verletzte Spieler verzichten.
Die Hoffenheimer taten sich gegen Bremen schwer, Gefahr strahlten die Gastgeber nur bei Distanzschüssen aus. Die Versuche von Carlos Eduardo (28.) und Maicosuel (35.) gingen jedoch knapp am Pfosten vorbei. Auf der Gegenseite konnten sich die Hoffenheimer bei Torhüter Timo Hildebrand bedanken, dass es zur Pause 0:0 stand. Der Keeper bewahrte die TSG in der 37. Minute mit einem Reflex vor dem Rückstand, als Bremens Abwehrspieler Per Mertesacker aus kürzester Distanz zum Abschluss gekommen war.
Neben dieser Chance fielen die Bremer nur durch einen sehenswerten, aber letztlich harmlosen Angriff über Aaron Hunt auf der linken Seite auf (25.), sowie einen Kopfball von Naldo, der aber klar über die Latte ging (38.). "Wir spielen ganz gefällig, aber ohne den letzten Biss", sagte Werder-Manger Klaus Allofs in der Halbzeitpause beim TV-Sender "Sky".
"Eine Chance, batsch, Tor"
Nach dem Seitenwechsel drückte Hoffenheim mehr aufs Tempo, vor allem Carlos Eduardo trieb die Hausherren an. Spätestens an der Bremer Strafraumgrenze wurden die TSG-Angriffe aber gebremst. Die Bremer gaben nach und nach die Kontrolle über das Mittelfeld aus der Hand, weswegen Coach Schaaf reagierte und Marin für Hunt in die Partie brachte. Bei den Gastgebern kam Prince Tagoe für den schwachen Vedad Ibisevic.
Als sich viele schon auf ein leistungsgerechtes 0:0 eingestellte hatten, schlug Top-Torjäger Pizarro zu: Eine Flanke des eingewechselten Daniel Jensen lupfte der Peruaner im Strafraum über den herauslaufenden Hildebrand unter die Latte, von wo der Ball zum Endstand ins Tor sprang. Werder-Keeper Tim Wiese kommentierte das Ergebnis kurz und knapp: "Eine Chance, batsch, Tor."
mpl/ham/sid
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