Stürmer-Star Lewandowski kritisiert BVB-Führung

Nächster Akt im Wechseltheater um Robert Lewandowski: Der Stürmer kritisiert seinen Club Borussia Dortmund dafür, dass er nicht zum FC Bayern wechseln darf. Zudem fühlt sich der Pole beim BVB unterbezahlt.

BVB-Stürmer Lewandowski: "Dass sie mich behalten, ist nicht fair"
AFP

BVB-Stürmer Lewandowski: "Dass sie mich behalten, ist nicht fair"


Hamburg - Eigentlich schien die Akte um Robert Lewandowski geschlossen zu sein. Der Stürmer hatte akzeptiert, noch ein Jahr für Borussia Dortmund spielen zu müssen und nicht zur kommenden Saison zum FC Bayern München wechseln zu dürfen. Doch nun hat der Pole erneut Kritik an der BVB-Führung geübt.

"Ehrlich gesagt fühle ich mich von Borussia betrogen. Ich gebe immer alles. Aber dass sie mich behalten, ist nicht fair", sagte Lewandowski der polnischen Zeitung "Fakt" und drohte seinem Club sogar indirekt: "Das Supercup-Spiel gegen Bayern war nur der Anfang der Saison. Ich weiß nicht, ob die Situation auf Dauer spurlos an mir vorbeigeht. Es sitzt im Unterbewusstsein und es wird eine Zeit kommen, wo ich mit schlechter Stimmung zum Spiel kommen werde." Zudem kritisierte der Torjäger, er fühle sich beim BVB unterbezahlt.

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke betrachtet Lewandowskis Verhalten trotz der neuesten Äußerungen weiter gelassen. "Wir haben ja momentan ein bisschen ein spezielles Verhältnis. Es ist klar, dass er enttäuscht ist und das an meiner Person festmacht. Aber ich muss eben meine Entscheidungen im Sinne von Borussia Dortmund treffen", sagte Watzke dem TV-Sender Sport1.

Auf die Frage, ob beide Seiten noch miteinander sprechen, sagte Watzke: "Wir sprechen schon miteinander. Aber es ist weniger als sonst, früher haben wir öfter miteinander gesprochen."

ham/sid



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insgesamt 188 Beiträge
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poweruser12 31.07.2013
1. Vertrag
Meines Wissens hat Herr L. doch einen gültigen Vertrag beim BVB oder ? Und wenn daran was geändert werden soll, muß das, wie bei jedem Vertrag, von beiden Seiten schriftlich fixiert werden. Ist es wohl nicht, also gilt der Vertrag. Und wenn Herr L sich unterbezahlt fühlt, dann kann er ja im nächsten Jahr den Vertrag neu verhandeln. Wenn er denn keine Lust mehr hat, zu spielen, dann kann der Verein ihn ja auf die Tribüne setzen. Dann wird er sicher auch keinen Spass haben.
Matschas50 31.07.2013
2. Abgehoben
Auch wenn Lewandowski sicherlich ein sehr guter Fussballer ist, gibt das ihm noch lange kein Recht, so in der Öffentlichkeit über seinen Arbeitgeber herzuziehen.
roppel 31.07.2013
3. Wenn Watzke nun...
....sagt es sei klar das Lewandowski es an seiner Person festmache, dann waren die ganzen Stories über die angebliche börsenrechtliche Notwendigkeit eines schriftlichen Angebots wohl doch nur vorgeschoben. Er hat sein Wort gebrochen und den schwarzen Peter öffentlich wieder den bösen Bayern zugeschoben. Ist ja nicht das erste mal....
BoMoUAE 31.07.2013
4. Groessenwahnsinn
Lewandowski scheint nicht klar zu sein, dass er und Goetze nur vom BVB weggekauft werden soll(t)en, um den schaerfsten Konkurrenten zu schwaechen. Beide wuerden im Kader der Bayern nur eine untergeordnete Rolle spielen (wenn ueberhaupt)... Und das sich Lewandowski unbezahlt fuehlt, grenzt wohl an Groessenwahn. Er hat einen laufenden Vertrag und weshalb sollte er ploetzlich mehr verdienen... Er sollte sich auf seinen Sport konzentrieren.
protoscorsair 31.07.2013
5. Verträge sind einzuhalten!
Jetzt wirds langsam kindisch. Natürlich würe Lewy in München mehr verdienen als jetzt in Dortmund. Allerdings hätte Dortmund auch deutlich nachgelegt, wenn er verlängert hätte. (Siehe Hummels und Kollegen). Wollte Levy aber nicht. Jetzt sagt sich Dortmund, dass es finanziell attraktiver wäre, ihn noch 1 Jahr vergleichsweise günstig spielen zu lassen und dann zu den Bayern (ablösefrei). Lewy soll nicht meckern, sondern hätte mit Dortmund für viel Gehalt verlängern sollen und eine Ausstiegsklausel vereinbaren sollen. So war er einfach schlecht beraten und soll nicht schmollen.
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