Hamburg - Party, Grillen oder Kino? Es gab an diesem Freitagabend sicherlich bessere Unterhaltungsmöglichkeiten als das Spiel zwischen Mainz und Wolfsburg. Die Partie war äußerst mäßig, beide Teams riskierten wenig, es gab kaum Torchancen. Die Folge war ein tristes 0:0.
Wolfsburg verpasste es damit, seine Position im Kampf um die Europa-League-Plätze zu verbessern und bleibt Zehnter, Mainz ist einen Platz dahinter. Mit neun Punkten Vorsprung und dem deutlich besseren Torverhältnis im Vergleich zu Köln auf dem Relegationsrang ist Mainz der Klassenerhalt damit praktisch nicht mehr zu nehmen.
"Es ist wichtig, dass wir den Sack zugemacht haben. Das ist ein toller Tag für den Verein. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass wir den Klassenerhalt geschafft haben", sagte Mainz-Präsident Harald Strutz.
Vor knapp 31.000 Zuschauern war Mainz zunächst das etwas bessere von zwei insgesamt schwachen Teams. Nach guter Vorarbeit von Elkin Soto vergab Mohamed Zidan in der fünften Minute die erste gute Möglichkeit.
Kaum klare Chancen
Im FSV-Tor stand für Heinz Müller, der zuletzt beim torlosen Remis beim FC Bayern eine gute Leistung gezeigt hatte, wieder Christian Wetklo. Der Stammtorwart hatte zunächst allerdings nichts zu tun. Die Gäste waren im Spiel nach vorne zu pomadig und wurden erst nach einer Viertelstunde stärker.
Als Erster sorgte Stürmer Mario Mandzukic per Kopf für ein wenig Gefahr (13.). Kurz darauf nutzte Ashkan Dejagah einen Fehler des Mainzer Außenverteidigers Radoslav Zabavnik nicht aus (18.). Kurz vor der Pause verpasste Zidan dann die bis dato beste Mainzer Möglichkeit zur Führung (45.).
Kurz nach dem Seitenwechsel vergab der Ungar Adam Szalai nach Vorarbeit Zidans eine ähnlich große Chance wie sie der Ägypter kurz zuvor gehabt hatte (47.).
Nach einer knappen Stunde fingen sich die Gäste etwas. Die Wolfsburger gestalteten die Partie in dieser Phase weitgehend ausgeglichen und hatten die besseren Chancen. Innenverteidiger Alexander Madlung scheiterte mit einem Freistoß an Wetklo (64.), Mandzukic verfehlte das Mainzer Tor nur knapp (87./90.+1).
"Wenn man international spielen will, muss man auch auswärts ab und zu einen Dreier machen. Sonst ist es schwer", sagte der Wolfsburgs Boss Felix Magath.
FSV Mainz 05 - VfL Wolfsburg 0:0
Mainz: Wetklo - Pospech, Kirchhoff, Noveski, Zabavnik (68. Marco Caligiuri) - Polanski (83. Baumgartlinger), Soto - Choupo-Moting, Zidan, Ivanschitz (46. Allagui) - Szalai
Wolfsburg: Benaglio - Hasebe (46. Jönsson), Russ, Madlung, Rodriguez - Polak, Marcel Schäfer - Dejagah, Jiracek (46. Träsch), Vieirinha - Mandzukic
Schiedsrichter: Hartmann
Zuschauer: 31.069
Gelbe Karte: / - Madlung
leh/sid
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