Fußball-Bundesliga: Nürnberg erkämpft sich Punkt in Wolfsburg

Fußball-Bundesliga: Nürnbergs starkes Comeback Fotos
dapd

Der VfL Wolfsburg dominierte die Partie gegen den 1. FC Nürnberg zunächst klar - und musste sich am Ende mit einem Unentschieden zufrieden geben. Weil die Gastgeber trotz komfortabler Pausenführung das Spiel hergaben. Der FCN hätte sogar fast noch den Siegtreffer erzielt.

Hamburg - VfL Wolfsburg gegen den 1. FC Nürnberg, es war das große Wiedersehen dieses Spieltags. Dieter Hecking trainierte drei Jahre den FCN, vor wenigen Monaten ging er nach Wolfsburg. Sein jetziger Spieler Jan Polak lief zwei Jahre für Nürnberg auf, wo aktuell der Ex-Wolfsburger Alexander Esswein im Angriff spielt. Am Ende war aber niemand von ihnen wirklich zufrieden. 2:2 trennten sich beide Teams, nachdem Wolfsburg zur Halbzeit mit zwei Toren geführt und der FCN nach dem Seitenwechsel per Doppelschlag ausgeglichen hatte.

Spätestens mit diesem Punktgewinn dürfte sich Nürnberg aller Abstiegssorgen entledigt haben. 35 Punkte hat der Club sieben Spieltage vor Saisonende, 15 mehr als der 17. Hoffenheim und elf mehr als der FC Augsburg, der auf dem Relegationsplatz 16 steht. Wolfsburg ist als Tabellen-Zwölfter einen Platz und drei Punkte schlechter als Nürnberg, wird mit dem Abstieg aber wohl auch kaum noch etwas zu tun haben.

Warum der VfL trotz seines hochkarätig besetzten Kaders in dieser Saison höchstens Mittelmaß ist, demonstrierte das Team gegen Nürnberg einmal mehr. In der ersten Halbzeit war Heckings Team klar überlegen. Ein direkt verwandelter Freistoß von Diego bedeutete die frühe Führung nach zwei Minuten. Olic erhöhte per Schlenzer aus rund 25 Metern (27. Minute).

Nürnberg nach dem Seitenwechsel klar überlegen

Zwei sehenswerte Treffer, denen Patrick Helmes ein drittes Tor hätte folgen lassen können. Doch der Angreifer traf bei seinem ersten Startelf-Einsatz für den VfL seit fast einem Jahr wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff nur den Pfosten. Von Nürnberg war in Hälfte eins kaum etwas zu sehen, allein Esswein hatte eine nennenswerte Chance (5.).

Nach dem Seitenwechsel kippte das Spiel dann aber komplett. Wolfsburg gelang nichts mehr, Nürnberg wurde immer stärker. Logische Konsequenz war der Anschlusstreffer durch Timmy Simons nach rund einer Stunde. Slobodan Medojevic, der 15 Monate, nachdem er von Felix Magath zum VfL geholt worden war, sein Bundesliga-Debüt feierte, wehrte den Ball in die Mitte ab. Dort nahm Simons die unfreiwillige Vorlage volley und traf aus mehr als 20 Metern.

Die Gastgeber waren schockiert. Und ehe sie sich wieder sammeln konnten, hatte Nürnberg auch schon ausgeglichen. Nach einem Freistoß von Hiroshi Kiyotake setzte sich Per Nilsson gegen VfL-Verteidiger Simon Kjaer durch und traf zum 2:2. Jetzt erst wachte Wolfsburg wieder auf, konnte sich in den verbleibenden knapp 30 Minuten aber keine Möglichkeiten mehr erspielen. Im Gegensatz zum FCN, der den Druck hochhielt und in der 83. Minute durch Tomas Pekhart die große Chance zum Sieg hatte. Aber der Tscheche traf mit seinem Kopfball nur die Latte.

"Wir haben eigentlich ein gutes Spiel gezeigt, aber wir haben uns nicht belohnt, weil wir nach dem ersten Gegentor einen Knacks bekommen haben", sagte VfL-Stürmer Helmes verärgert. Nürnbergs Trainer Michael Wiesinger zeigte sich zufrieden: "Wenn das 0:3 gefallen wäre, wären wir wahrscheinlich weg gewesen. Aber so haben wir Moral gezeigt. Was mir sehr gefallen hat, war, dass die Mannschaft nach dem 2:2 den Sieg wollte."

VfL Wolfsburg - 1. FC Nürnberg 2:2 (2:0)
1:0 Diego (3.)
2:0 Olic (27.)
2:1 Simons (61.)
2:2 Nilsson (66.)
Wolfsburg: Benaglio - Hasebe, Naldo, Kjaer, Marcel Schäfer - Medojevic, Polak (77. Madlung), Rodriguez (76. Dost) - Diego - Helmes, Olic
Nürnberg: Raphael Schäfer - Balitsch, Nilsson, Klose, Pinola - Simons, Feulner - Chandler, Kiyotake, Frantz (46. Pekhart) - Esswein (89. Kanazaki)
Schiedsrichter: Kinhöfer
Zuschauer: 25.524
Gelbe Karten: Polak (3), Diego (6), Hasebe (2) -

ham

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insgesamt 3 Beiträge
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1. Spannendes Spiel
m03p3r 31.03.2013
Wolfsburgs "klare Überlegenheit" wird aus meiner Sicht hier etwas zu euphorisch kommentiert. OK, sie haben effektiv gespielt und sind entschieden in die Zweikämpfe gegangen, die Führung war nicht unverdient. Der Club hat sich jedoch in der zweiten Hälfte eindrucksvoll zurückgemeldet, überlegt gespielt und gezeigt warum die Mannschaft nicht unverdient da steht wo sie steht, eben vor Wolfsburg. Es ist ausserdem darauf hinzuweisen, dass "Golfsburg" nach einem erneuten, gelbwürdigen Foulspiel von Jan Pollak eigentlich nur noch zu 10t hätte spielen dürfen!
2. Glück
beyelec 31.03.2013
........glücklicher Glubb.
3. check
flipmoelabil 31.03.2013
nicht zu vergessen der ellbogen-check von diego. eig. auch rot!
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