Hamburg - Bemüht hatte sich der BVB schon im März vergangenen Jahres, seit Wochen gab es erneut Gerüchte, nun ist die Personalie offiziell: Nuri Sahin spielt wieder für Borussia Dortmund. Der 24-Jährige bestätigte den "Ruhr Nachrichten" den Wechsel. Am Abend soll der Mittelfeldspieler beim BVB offiziell vorgestellt werden. Über die Vertragslaufzeit, Ablösesumme und weitere Vertragsdetails ist bislang nichts bekannt.
Dabei hatten die BVB-Chefs eine Rückkehr Sahins noch vor wenigen Tagen heftig dementiert. "Diese Spekulationen lösen bei mir Belustigung und Kopfschütteln aus", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Und Sportdirektor Michael Zorc kommentierte die Gerüchte im Trainingslager in Südspanien mit den Worten: "Ich möchte nicht jedes Gerücht kommentieren, das wird mir einfach zu viel. Diese Geschichte kommt von einer englischen Zeitung, die noch Tage zuvor berichtet hatte, dass Sven Bender zu Manchester United wechselt." Bender hatte dann aber beim BVB verlängert.
Zu Beginn dieser Saison wurde Sahin an den FC Liverpool ausgeliehen, doch auch dort lief es kaum besser als in Madrid. Insgesamt sieben Spiele absolvierte der türkische Nationalspieler in der Premier League, wurde dabei siebenmal ausgewechselt und erzielte einen Treffer für die "Reds".
Jüngster Torschütze der Bundesliga-Geschichte
Bei seinem Abschied vom BVB im Sommer 2011 hatte Sahin gesagt: "Ich werde immer ein Borusse bleiben." Nun ist er wieder einer. Sahin wuchs im etwa 60 Kilometer von Dortmund entfernten Meinerzhagen auf und spielte seit seinem zwölften Lebensjahr für den BVB. Er ging am 6. August 2005 als jüngster eingesetzter Spieler (16 Jahre, 355 Tage) und am 26. November 2005 als jüngster Torschütze (17 Jahre, 81 Tage) in die Bundesliga-Geschichte ein.
In der Saison 2007/2008 war Sahin an Feyenoord Rotterdam ausgeliehen worden. Nach seiner Rückkehr zum BVB im Sommer 2008 wurde er Stammspieler in Dortmund und 2011 mit dem Club Meister. Für die Borussia bestritt Sahin bislang insgesamt 135 Bundesliga-Spiele und erzielte 13 Tore.
Mit der Rückkehr des früheren Kapitäns hat Dortmunds Trainer Jürgen Klopp künftig noch mehr Alternativen im Mittelfeld. Für die beiden Defensiv-Positionen kommen neben Sahin auch Sebastian Kehl, Sven Bender, Ilkay Gündogan und Moritz Leitner in Frage. Aber auch eine offensivere Rolle ist vorstellbar.
ham/sid
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