Bundesliga-Rückblick Die starken Momente

Die 50. Bundesliga-Saison war früh entschieden. Zu überlegen war der FC Bayern im Titelkampf. Dennoch bot die Spielzeit genug Augenblicke zum Aufregen, zum Lachen, zum Kopfschütteln. Die Bilanz.

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Er saß da, als hätte ihm sein Navigationssystem einen furchtbaren Streich gespielt. José Mourinho, der vielleicht berühmteste, aber mit Sicherheit umstrittenste Vereinstrainer der Welt, der Mann, der mit dem FC Porto und Inter Mailand schon zweimal die Champions League gewonnen hat, der Real Madrid und den FC Chelsea zur Meisterschaft führte, ein Welttrainer - dieser José Mourinho saß an einem milden Frühlingstag auf der Tribüne des Stadions in Fürth.

Fürth war da schon abgeschlagener Tabellenletzter der Fußball-Bundesliga, das Stadion hat eine Kapazität von 18.000 Plätzen und trägt dazu den relativ bescheuerten Namen Trolli Arena. Mit anderen Worten: Eine Umgebung, in der man eventuell Peter Neururer oder Falko Götz vermutet, aber bestimmt nicht "The Special One".

Mourinho wollte allerdings auch nicht die begrenzten Fähigkeiten der Spielvereinigung Greuther Fürth bestaunen, ihn zog es auch nicht in die Outlet-Stores von Adidas und Puma im benachbarten Herzogenaurach. Der Portugiese wollte Fürths Gegner Borussia Dortmund beobachten, den Kontrahenten seines Clubs Real Madrid im Halbfinale der Champions League.

Früh die Spannung aus dem Titelkampf genommen

Der Preis: Er musste sich von Fürths Präsidenten Helmut Hack unterhalten lassen, und zum Abschied gab es Teebeutel für den berühmten Coach. Für den sich die Gegnerbeobachtung im Frankenland durchaus gelohnt hat. Dortmund gewann in Fürth 6:1, Real zog sich anschließend dank Mourinhos Erkenntnisse beim 1:4 in Dortmund deutlich besser aus der Affäre.

Mourinho in Fürth - das war einer der besonderen Augenblicke der Spielzeit 2012/2013. Die allein deswegen schon etwas Besonderes war, weil sie die 50. ihrer Art war. Sportlich wird sie womöglich nicht in die Annalen eingehen - der FC Bayern hat mit seiner Überlegenheit früh die Spannung aus dem Titelkampf herausgenommen.

Trotzdem: Es gab sie, die Special Ones. Die Momente, die Spieler, die dieser Saison ihren Stempel aufgedrückt haben. Lesen Sie die ganz persönliche Bilanz der Sportredakteure von SPIEGEL ONLINE: von Thomas Schaaf und schweigenden Fans, von Sidney Sam und Paul Breitner.



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insgesamt 2 Beiträge
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bertelsmann-spiegel 19.05.2013
1. Wenn das kein Grund zum Feiern ist !
HSV nicht abgestiegen !
hornebrecht 19.05.2013
2. Was soll denn das sein?
Das sind Ihre starken Momente? Schauen Sie eigentlich auch manchmak Fussball? Ich habe in diesem Jahr viele tolle Spiele gesehen, grandiose Leistungen nicht nur von zwei Vereinen. Was Sie hier auflisten sind höchstens die Randbemerkungen, aber doch nicht das, was wichtig war und von dieser Saison bleibt!
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