Fußball-Bundesliga Santa Cruz sagt dem HSV ab

Spanien statt Deutschland: Roque Santa Cruz wird nicht vom FC Málaga zum Hamburger SV wechseln. Laut des HSV seien private Gründe des Stürmers entscheidend. Was der Verein nicht sagt: Er hat derzeit gar kein Geld für neue Spieler, der Club-Chef verhängte einen Transferstopp.

Stürmer Santa Cruz: FC Málaga statt Hamburger SV
AFP

Stürmer Santa Cruz: FC Málaga statt Hamburger SV


Hamburg - Roque Santa Cruz wird nicht zum Hamburger SV wechseln. Der Stürmer des FC Málaga informierte am Dienstagabend den Fußball-Bundesligisten. "Sein Berater hat sich bei mir gemeldet und uns abgesagt. Roque wäre sehr gern gekommen, aber seine Frau wollte aus sehr speziellen privaten Gründen nicht nach Hamburg", sagte HSV-Sportdirektor Oliver Kreuzer.

Allerdings scheint das nur die halbe Wahrheit zu sein. Die "Bild"-Zeitung berichtet, dass der HSV den Angreifer, den Trainer Thorsten Fink als seinen "Wunschstürmer" bezeichnet hatte, derzeit gar nicht unter Vertrag hätte nehmen können - weil der Club kein Geld hat. Demnach fehlen derzeit noch zehn Millionen Euro, um einen ausgeglichenen Saisonetat hinzubekommen. In den drei vergangenen Spielzeiten haben die Hamburger bereits ein Minus von rund 20 Millionen Euro angehäuft.

Wegen der prekären finanziellen Situation hat der Verein einen Transferstopp verhängt. Club-Chef Carl-Edgar Jarchow sagte der "Bild"-Zeitung: "Die Nächsten müssen Verkäufe sein." Stürmer Marcus Berg soll ebenso abgegeben werden wie die Mittelfeldspieler Gojko Kacar und Robert Tesche. Auch die Innenverteidiger Paul Scharner, Michael Mancienne und Slobodan Rajkovic würde der Club gerne loswerden.

HSV will Gehaltsniveau deutlich senken

Dabei stehen nicht nur Ablösesummen im Vordergrund; der HSV will die Spieler vor allem von seiner Gehaltsliste bekommen. Derzeit zahlt der Club insgesamt 48 Millionen Euro Gehälter an seine 30 Profis. Das Ziel ist, den Wert unter die 40-Millionen-Euro-Grenze zu drücken.

Weil derzeit erneut ein Minus droht, sollen sogar drei Aufsichtsräte gegen die Verpflichtung von Innenverteidiger Johan Djourou gestimmt haben. Dabei kostet die einjährige Ausleihe des Innenverteidigers vom FC Arsenal gerade einmal rund 800.000 Euro.

Der HSV ist nun noch auf der Suche nach einem Stürmer und einem Innenverteidiger. Das soll Lasse Sobiech von Borussia Dortmund werden. Der 22-Jährige sagt: "Der HSV und ich sind uns seit Wochen einig." Derzeit scheitert der Wechsel am fehlenden Geld der Hamburger.

ham/sid/dpa



insgesamt 15 Beiträge
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kalauvo123 03.07.2013
1. Die Hoffnung stirbt zuletzt
Das liest man natürlich gerne. Jede Saison bete ich, dass dieser unsympathische und durch eine Horde Dilettanten geführte Club endlich mal absteigt. Ich würde zur Demontage der "Bundesliga-Uhr" des HSV dann sogar persönlich anreisen. Vielleicht klappt es ja diese Saison endlich. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Trainer Fink wird nichts dafür können, das ist ein Guter, aber leider beim falschen Verein.
Scheune68 03.07.2013
2. Was ist den das für ein Artikel?
Anstatt sich selber mal die Mühe einer gründlichen Recherche zu machen, bezieht sich der Redakteur ausgerechnet auf einen Bild-Artikel. Und Vokablen wie "sollen" und "scheinen" sprechen auch nicht eben für inhaltliche Substanz. Bitte nochmal versuchen.
drake2tausend 03.07.2013
3. Mein lieber HSV
48 Mio Gehalt für seine 30 Profispieler!? Machen im Schnitt 1,6 Mio/ Nase. - Da fällt mir außer Adler nicht ein Spieler ein, der sich eine solch goldene Nase verdient hätte...
rob_t 03.07.2013
4. Besser mal das Scheunentor aufmachen.
Das der Spiegel in Sachen Bundesliga regelmäßig auf das beste journalistische Sportnetzwerk der Republik zurückgreift, müssen die Menschen einfach mal verstehen und akzeptieren. Außerdem: Ich habe kein Mitleid mit Journalisten, aber die regelmäßigen Kommentare wie zum Beispiel "Bitte nochmal versuchen", "beim nächsten mal besser machen", "besser recherchieren"...etc. sind das natürliche Resultat, wenn die eigene Arbeitsleistung veröffentlicht wird und wirklich jeder urteilen darf. Die Menschen, die immer verurteilen, sollten froh sein, dass sie selber im stillen Kämmerchen arbeiten können.
troy_mcclure 03.07.2013
5. Hm
Zitat von kalauvo123Das liest man natürlich gerne. Jede Saison bete ich, dass dieser unsympathische und durch eine Horde Dilettanten geführte Club endlich mal absteigt. Ich würde zur Demontage der "Bundesliga-Uhr" des HSV dann sogar persönlich anreisen. Vielleicht klappt es ja diese Saison endlich. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Trainer Fink wird nichts dafür können, das ist ein Guter, aber leider beim falschen Verein.
Als Bremenfan würde ich mich da nicht so weit aus dem Fenster lehnen, was das Thema Abstieg betrifft
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